Dienstag, 25. April 2017

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Den Herbst erleben – die Fülle der Farben erfahren - Gedanken zu einer Jahreszeit.

Der Herbst ist die Übergangszeit zwischen Sommer und Winter.

In den gemäßigten Zonen der Erde ist es auch die Jahreszeit der Ernte und des Blätterfalls.

Das Wort Herbst stammt von dem indogermanischen Wort „sker“ ab, welches so viel bedeutet wie „schneiden“. Es ist aber auch verwandt mit dem englischen Wort „harvest“, dem lateinischen Wort „carpare“ (schneiden) und dem griechischen Wort „karpós" (Frucht oder Ertrag). Somit könnte man die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Herbst“  mit den Begriffen „Zeit der Früchte“, „Zeit des Pflückens“  und „Erntezeit“  umschreiben.

Astronomisch gesehen beginnt der Herbst auf der Nordhalbkugel am Tag der Herbsttagundnachtgleiche - das ist der 22. oder 23. September – und er endet mit der Wintersonnenwende – das ist der 21. oder 22. Dezember. Ganz genau dauert der Herbst 89 Tage und 19 Stunden.

Einige Obstsorten sind im Herbst reif und können geerntet werden: Äpfel, Birnen, Pflaumen und Weintrauben. Aber auch viele andere Früchte bringt der Herbst mit sich: Föhrenzapfen, Bucheckern, Erlenzapfen, Lärchenzapfen, Eicheln, Kastanien, Maiskolben, Hagebutten, Nüsse und Kürbisse.

Allmählich färben sich die Blätter von Sträuchern und Bäumen bunt und leuchten in der Herbstsonne des Altweibersommers noch einmal in ihren schönsten Farben, bevor sie zu Boden fallen und die Bäume kahl werden. Auch einige Herbstblüher zeigen sich noch bunt und üppig, bevor der Frost und Schnee des Winters die letzten Farben in der Natur vertreibt.

Herbstanemonen, Dahlien, Astern und Herbstzeitlosen blühen und leuchten im Herbst in kräftigen Farben. Die beliebteste Blume im Herbst aber ist wohl die Sonnenblume, die bis weit in den Spätherbst hinein blüht.

Neben den sonnigen Tagen im Herbst ist es oft auch schon recht kalt, nebelig oder stürmisch. Da über dem Atlantik sommerliche Warmfronten auf winterliche Kaltfronten treffen, entstehen oft kräftige Herbststürme.

Viele Vogelarten verlassen mit Beginn des Herbstes ihre Brutgebiete und suchen ihre Überwinterungsgebiete in wärmeren Ländern auf.

Diese  Zugvögel fliegen oft in großen Schwärmen in einer ganz bestimmten Flugordnung. Die Störche fliegen sogar bis zur Südspitze Afrikas, um dort dem kalten Winter Europas auszuweichen.

Den Herbst erleben – das ist auch die Fülle er Farben erfahren.

Zum Abschluss noch eine poetische Herbstbetrachtung:

Der Wind rauscht sanft, die Blätter fallen
sie sind in tausend Farben - bunt.

Nicht wiedergeben kann ein Maler
die Vielfalt und den Zauber.

Wie feine Vögel, ganz beschwingt
gleiten sie zur Erde nieder.

Wie Feen oder Engelhaar bewegt sie nur der
Wind und strahlend lacht sie Sonne nieder,
vom blauen Himmel voll von Wärme.

Der Herbst ist da und tausend Farben
bringen Lachen
und auch Glück.

Denn neues Leben wird es bald geben
wenn altes auch jetzt untergeht.


Fotos: Die bunte Farbenpracht der herbstlichen Heimatlandschaft… 

(Text und Foto: © Hans-Peter Meyer)

 

Neuer Dirigent für den Polizeichor

Neuer Dirigent für den Polizeichor

Der nunmehr seit über 37 Jahren bestehende Koblenzer Polizeichor hat einen neuen musikalischen Leiter. Der in Andernach wohnhafte Dirigent Andreas Weis, ein in Neuwied und Bonn bekannter und beliebter junger Chorleiter, hat inzwischen die Probenarbeit im Polizeichor aufgenommen.

Schon während seiner Schulzeit am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach gehörte er verschiedenen Chören, darunter auch dem „Neuwieder Kammerchor“ unter Bernd Kämpf, sowie verschiedenen Orchestern an. Als Chorsänger sammelte Andreas Weis besondere Erfahrungen unter den bekannten Dirigenten Minkowski und Barenboim.

Während seines Studiums im Fach Schulmusik an der Hochschule für Musik in Köln arbeitete er auch als Klavierlehrer an einer Neuwieder Musikschule. Nach einem Dirigierstudium in Köln ist Weis hauptsächlich als Dirigent von Chören und Orchestern tätig und leitete Einstudierungen und Aufführungen des „Bonner Vokalensemble“ sowie des „Vokalensemble Kölner Dom“. Sein leitendes Engagement für verschiedene Opern- und Choraufführungen führten den 34-jährigen Musikpädagogen auch nach England und Italien. Seit 2008 leitet er die „Junge Philharmonie Neuwied“.

Der Polizeichor, der durch Pflege des Chorgesangs auch die Verbundenheit zwischen Bevölkerung und Polizei weiter halten und vertiefen möchte, ist sehr zuversichtlich, unter dem Dirigat des neuen Chorleiters seine Konzerte und die Teilnahme an Wettbewerben weiter mit attraktivem Liedgut und breitem Repertoire erfolgreich gestalten zu können. Der Vertrag mit ihm wurde am 20. September 2016 unterzeichnet und ausgetauscht.

Wer gerne im Polizeichor Koblenz mitsingen möchte, ist herzlich zu einer Schnupperstunde dienstags um 17.00 Uhr während der Probe eingeladen. Infos für interessierte Sangesfreunde unter Tel. 0261 23339 (Ditmar Watermann) oder 0261 23610 (Rudolf Meid).

Mainz: Ulrich Peltzer erhält Gerty-Spies-Literaturpreises 2016

Verleihung des Gerty Spies-Literaturpreises der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz an Ulrich Peltzer am 27. September 2016 im Mainzer SWR-Landesfunkhaus

Am Dienstag, 27. September 2016 erhält der Schriftsteller Ulrich Peltzer im Foyer des Landesfunkhauses des SWR in Mainz den Gerty-Spies-Literatur-Preis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB). Peltzer bekommt die Auszeichnung als "unbequemer Schriftsteller und zugleich großer deutschsprachiger Erzähler, der narrative Kraft mit politischer Bewusstheit und scharfsichtiger Gegenwartsanalyse verbindet."

Nach der Begrüßung durch Wolfgang Faller, Direktor der LpB spricht Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, ein Grußwort. Die Laudatio hält die Literaturkritikerin Dr. Meike Feßmann, die u.a. für die Süddeutsche Zeitung und Deutschlandradio Kultur arbeitet. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von Niklas und Nils Liepe, Stipendiaten der Villa Musica. Es moderiert Dr. Maren Jäger.

Die Jury-Begründung:
"Peltzers Romane garantieren aufregende Lektüre, aber sie sind keine Schmöker, sondern Laboratorien. In ihnen lotet der Autor die Möglichkeiten des urbanen Romans und des Erzählens in der Gegenwart aus. Dabei setzt er auf aufmerksame Lesende, die stets bereit sind, sich von alarmierenden Einsichten in unsere Gegenwart irritieren zu lassen. Besonders in seinen jüngsten Romanen reflektiert er erzählend Möglichkeiten und Grenzen individuellen politischen Engagements: hochpolitisch und präzise in der Analyse ihrer erzählten Welten - sei es derjenigen der Global Player aus den Chefetagen oder derjenigen des akademischen Prekariats. Mit hohem Ethos erzählt Peltzer vom Unbehagen als Bewohner eines Landes, das zum Überwachungsstaat tendiert - und einer globalisierten Welt, die zwischen Finanzkapital und Big Data aufgerieben wird."

Ulrich Peltzer,
1956 in Krefeld geboren, studierte Philosophie und Psychologie in Berlin, wo er seit 1975 lebt. Peltzer ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seit 2015 ist er Direktor der Sektion Literatur der Berliner Akademie der Künste. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Anna-Seghers-Preis, der Preis der SWR-Bestenliste, der Berliner Literaturpreis, der Heinrich-Böll-Preis und der Peter-Weiss-Preis.

Der Gerty-Spies-Literaturpreis
ist nach der 1897 in Trier geborenen Schriftstellerin Gerty Spies benannt, die am 10. Oktober 1997 hundertjährig in München gestorben ist. Als Holocaust-Überlebende kämpfte sie mit ihren Gedichten und Erzählungen wider das Vergessen. Die letzten Preisträgerinnen und Preisträger waren:

2010 Günter Wallraff
2011 Christoph Hein
2012 F.C. Delius
2013 Eva Menasse
2014 Navid Kermani
2015 Ursula Krechel

Mittelrhein Musik Festival

Sehr positive Bilanz für 2016

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und des Vorstehers des Zweckverbandes "Welterbe Oberes Mittelrheintal" Landrat Frank Puchtler präsentierte sich das Festival in diesem Jahr unter neuer Leitung und Trägerschaft. Veranstaltungsmanagerin Sonja Kitz, die sich als ehemalige Leiterin der Abteilung Kultur und Veranstaltungen bei der BUGA 2011 in Koblenz bereits einen Namen gemacht hatte, startete nach kurzfristiger Einarbeitung gekonnt in ihre Aufgabe. Unterstützt wurde sie durch die Marketingfachfrau Birgit Hoernchen und die fürs Ticketing zuständige Isabell Wienandt. Das Programm war bereits im Vorfeld zu großen Teilen durch die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Freundeskreises Prof. Ingeborg Henzler erarbeitet worden.

Der Vorstand des Freundeskreises mit dem Vorsitzenden Hans-Dieter Gassen, dem weiteren Stellvertreter Bernhard von Heusinger, dem Schatzmeister Klaus Schmidt und dem Schriftführer Rolf Mayer war in einer besonderen Verpflichtung und Verantwortung, weil der Freundeskreis in diesem Jahr Träger des Festivals war.

Mit 19 Konzerten beeindruckte das Festival in seinem 16. Jahr erneut mit einem vielfältigem Programm an 16 außergewöhnlichen Spielorten rechts und links des Rheins. Beeindruckend war dabei auch die Besucherzahl: etwas mehr als 7200 Gäste besuchten die Veranstaltungen des Festivals, das damit einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Stärkung des Mittelrheintals leistet.

Der Festivalsommer 2016 bot viele Höhepunkte, auch wenn das Wetter dem Festival in diesem Sommer nicht immer gewogen war.  „Wir haben festgestellt, dass der Kartenvorverkauf aufgrund des schlechten Wetters sehr verzögert lief. Eine Open Air-Veranstaltung mit Rufus Beck musste verlegt werden und fand im Gewölbekeller der Burg Rheinfels statt. Beim Konzert mit Klaus Doldinger auf der Festung Ehrenbreitstein waren die Prognosen bis kurz vor dem Konzert recht gut, doch es regnete bis zur Pause leider in Strömen. Doldinger ließ sich davon allerdings nicht abhalten und spielte mit seinen Passport Bands ein beeindruckendes Programm“, so die Festivalleiterin Sonja Kitz.

Grandios begann das Festival mit Ben Becker, der mit „Ich, Judas“ in der voll besetzten Koblenzer Herz-Jesu-Kirche die Gäste beeindruckte. Bei den beiden Kooperationskonzerten mit dem Koblenz International Guitar Festival & Academy gab es zweimal ein volles Haus und auch die Kooperation mit der Villa Musica hat sich bewährt. Die Klassiker des Mittelrhein Musik Festivals, das in Burgen und Schlössern sowie in anderen Baudenkmäler stattfindet, waren wieder gut besucht: die musikalischen Wanderungen, die musikalischen Lesungen sowie die musikalische Weinprobe, die aufgrund der hohen Nachfrage wiederholt wurde. Besondere Highlights in diesem Sommer waren erneut das Picknickkonzert im Kurpark Bad Salzig sowie das Jazzkonzert mit dem Echopreisträger Nils Wülker im ehemaligen Klostergut und heutigen Hotel Jakobsberg.

Faszinierend endete das Festival mit Ute Lemper, für die genau diese ästhetisch kongeniale Spielstätte der Ausschlag dafür war, dass der Weltstar der Einladung des Festivals folgte. In der historischen Gießhalle in Sayn, die bis auf den letzten Platz besetzt war, feierte das Mittelrhein Musik Festival bei einem hervorragenden Konzert mit der hinreißenden  Ute Lemper und ihrer Band das Finale der sommerlichen Konzertreihe.

Die wiederum sehr große Unterstützung des Zweckverbandes „Welterbe Oberes Mittelrheintal“, des Kultursommers Rheinland-Pfalz, von Lotto Rheinland-Pfalz und der Sparkasse Koblenz sowie von weiteren Spendern und Sponsoren ist für das Festival ein großer Vertrauensbeweis. „Mit dem beeindruckenden Engagement der großen öffentlichen Förderung und der privaten regionalen Wirtschaft war es auch in diesem Jahr wieder möglich, das Festival für das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal durchzuführen. Alle haben dazu beitragen, das Image des Tales weiter positiv zu entwickeln – auch im Hinblick auf eine Bewerbung zur Bundesgartenschau 2031“, äußerte sich anerkennend und dankbar der Vorsitzende des Freundeskreises Hans-Dieter Gassen.

Ob als Kirchenkonzert oder Open-Air-Konzert, ob als musikalische Lesung, Wanderung, Weinprobe oder im Kinderkonzert: im Festivalsommer 2016 erklangen Töne aus Europa, Nord- und Südamerika, es gab Barockmusik und Klassik, aber auch jede Menge guten Jazz. Beim Mittelrhein Musik Festival 2016 war für jeden Besucher etwas dabei.

Weitere Informationen stehen auf der Internetseite des Festivals www.MittelrheinMusik.de sowie in den sozialen Medien bei facebook, googlePlus oder twitter.

Fotos: Kai Myller

Konzert FRECHBLECH Florinskirche Koblenz

WESTERWALD. Zu einem besonderen musikalischen Schulterschluss ist es zwischen dem Westerwald und dem Rheinland gekommen: Kreiskantor Christian Tegel und Dekanatskantor Jens Schawaller luden gemeinsam zu einem kontrastreichen Konzert für Orgel und Blechbläser in die Koblenzer Florinskirche ein.

Mit wenig aufgeführten Kompositionen von Giovanni Perluigi Palestrina, William Byrd, Johann Sebastian Bach, Cyrillus Kreek, Maurice Duruflé und Morten Lauridsen erfüllten Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn), Benjamin Bereznai (Bariton und Basstrompete) und Jens Schawaller (Helikon, Bassposaune und Leitung) mit Christian Tegel an der Orgel die altehrwürdige Hauptkirche an der Mosel mit vollen Klängen.

Dabei kamen noch drei weitere Werke in der Besetzung für Blechbläser und Orgel aus der Feder des international renommierten ungarndeutschen Komponisten Zsolt Gárdonyi zur Aufführung, ebenso sowie ein weiteres Orgelsolowerk vom selbigen Komponisten, der dem Konzert persönlich beiwohnte.

Für eine Komposition musizierte an der ersten Posaune Stefano Perini (Praktikant der Rheinischen Philharmonie) als special guest mit. Der festliche Konzertabend klang im Beisein von Zsolt Gárdonyi in einem Stehempfang aller Beteiligten und Gäste in der Florinskirche aus.

 

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