Donnerstag, 27. Juli 2017

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Adventskonzert FRECHBLECH

MONTABAUR. Von verschiedenen Orten aus innerhalb des adventlich-stimmungsvollen Kirchenschiffes der neugotischen Pauluskirche ertönten Bläserklänge, die sich zu einem polyphonen Klanggeflecht vereinigten: die zwei Bläserinnen und drei Bläser von Frechblech, dem Soloquintett des evangelischen Dekanates Selters, hießen ihre Gäste mit einem Kunstkanon von Henry Purcell willkommen; danach ließen die fünf Ensemblemitglieder – Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn), Ben Bereznai (Bariton und Basstrompete) und Dekanatskantor Jens Schawaller (Helikon und Leitung) den polyphonen und lebendigen Chorsatz des Eröffnungschores aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium erschallen.

Mit den beiden Adventsmotetten „Machet die Tore weit“ von Andreas Hammerschmidt und „Adventi ének“ vom bekannten ungarischen Komponisten Zoltán Kodály standen sich zwei farbige Vokalmotetten verschiedener Zeiten kontrastierend gegenüber.

In typisch bläserisch-instrumentalem Klanggewand und modernem Idiom erklangen hingegen drei Kompositionen von Christian Sprenger über „Nun komm, der Heiden Heiland“, „Die Nacht ist vorgedrungen“ und „Tochter Zion“; mit Johann Sebastian Bachs Choralbearbeitungen „Nun komm, der Heiden Heiland“ und dem Schüblerchoral über „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ kam typisch barocke Formensprache zur Aufführung, an der sich auch die Komposition „Freue dich, Welt“ im Stile Georg Friedrich Händels von Andreas Schumacher orientierte.

Einen Gegensatz dazu bildete Peter Cornelius´ romantische Choralbearbeitung „Drei Kön´ge wandern aus Morgenland“, die den evangelischen Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ meditiert; die Gemeindelieder des Abends begleitete Dekanatskantor Jens Schawaller gekonnt und virtuos vom wertvollen Truhenpositiv aus, das aus Konzerten und Gottesdiensten der Dekanatskirchenmusik nicht mehr wegzudenken ist.

Mit einem fröhlichen Potpourri über „Fröhliche Weihnacht überall“, „Leise rieselt der Schnee“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ von Christian Sprenger beschloss das Soloquintett des evangelischen Dekanates Selters mit einem humorvollen Augenzwinkern das wie immer kontrastreiche und lebendige Programm – die Zuhörendenschaft honorierte es mit einem donnernden Applaus.

Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2016

Ministerpräsidentin Malu Dreyer würdigt Sibylle Berg als Ausnahmekünstlerin

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat am Sonntag der Dramatikerin Sibylle Berg den Else Laser-Schüler-Dramatikerpreis 2016 verliehen. „Wir zeichnen heute eine Ausnahmekünstlerin aus. Eine, die polarisiert, die unkonventionell ist, die mit Rollenerwartungen bricht“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Preisverleihung im Pfalztheater in Kaiserslautern. Der mit 10.000 Euro dotierte Dramatikerpreis wird seit 1993 vom Pfalztheater Kaiserslautern im Auftrag der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur ausgeschrieben.

Der Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis und der Else Lasker-Schüler-Stückepreis sind die bedeutendsten Auszeichnungen auf dem Feld der deutschsprachigen Bühnendichtung in Rheinland-Pfalz. Sie gehören zu den höchstdotierten in Deutschland. „Wir würdigen heute vier Persönlichkeiten, die aus der Vielzahl der talentierten deutschsprachigen Künstler und Künstlerinnen in besonderer Weise herausragen“, betonte die Ministerpräsidentin. „Die Autoren und Autorinnen werden ausgezeichnet, weil sie bemerkenswerte Texte für die Bühne schreiben und damit die Institution Theater in der Mitte der Gesellschaft verankern.“

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Advent – Zeit der Besinnung ? Gedanken in der Vorweihnachtszeit

Von Hans-Peter Meyer

Die Kerzen am Adventskranz brennen wieder. Die schönste, aber auch hektischste Zeit des Jahres ist angebrochen.

Welche Geschenke, welches unbedenkliche Festessen, wie feiern wir in diesem Jahr Weihnachten und Silvester? Das sind die primären Fragen, all das geht uns durch den Kopf.  Sorgen, um die uns viele Menschen in der Welt beneiden.

Weltweit gibt es ein Viertel Reiche und drei Viertel Arme. Ein Viertel der Menschheit ist nicht in der Lage, seine Grundbedürfnisse wie Ernährung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit und Bildung zu sichern.

Millionen Menschen auf unserem Globus kämpfen täglich um die nackte Existenz. Weltweit gibt es über 30 Kriege und bewaffnete Konflikte. In den Kriegs- , Krisen- und Katastrophengebieten dieser Welt gibt es zunehmend grauenvolle Szenarien,  in  Syrien, in der Ost-Ukraine, in Afghanistan, im Irak, in Pakistan, in Haiti,  in vielen afrikanischen Ländern, wo überall täglich unschuldige Menschen auf schreckliche Art und Weise  ihr Leben verlieren. Grausame Bilder. Krieg tötet alles.

Weltweit sterben täglich  30 000 Kinder an den Folgen von Hunger und Krankheit; eine alarmierende Zahl, die man sich immer wieder nachhaltig bewusst machen muß.

Dann gibt es noch die anderen, die allein und einsam sind. Nicht wenige, die auf ein Wort des Trostes und der Ermunterung warten. Menschen – die Hoffnung brauchen.

Auch daran sollten wir in der Adventszeit denken – mit etwas mehr  Demut und Dankbarkeit,  mit herzlicher Anteilnahme, mit weniger Egoismus.

Aber da gibt es auch noch etwas anderes:

Advent ist seit dem 5. Jahrhundert bezeugte Zeit der Muße und Vorbereitung auf das Fest der Geburt Christi und bedeutet „Ankunft“ so wie es der christliche Glaube lehrt.

Aber wer setzt sich heute noch mit dieser Interpretation auseinander?

Nach den trüben Tagen des November ist die Adventszeit heute  eine eher hektische Zeitspanne geworden.

Die Fassaden vieler Häuser strahlen im Lichterglanz und im Alltag herrscht hektische Geschäftigkeit.

Die Adventszeit sollte aber im Grunde alles andere sein als nur eine Zeit der Hektik und des Kerzenscheins; sie ist auch die Zeit des  Nachdenkens über den tieferen Sinn und den Ursprung des Advent, das alles ist aus dem Bewusstsein zumeist verdrängt.

So ist es Zeit, das wir diese Wochen auch mit anderen Inhalten füllen, in dem wir Ausschau halten nach dem Sinn unserer Schöpfung, die uns zu einem erfüllten und versöhnten Leben verhelfen will.

Auch wenn es trotz aller Hektik schwerfällt:

Versuchen wir doch einmal den Advent als „besinnliche Zeit“ wahrzunehmen und zu leben.

© Hans-Peter Meyer

Der Totensonntag (Ewigkeitssonntag)

Die Entstehung und Geschichte eines Gedenktages

Von Hans-Peter Meyer

Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ist in der evangelischen Kirche in Deutschland ein Gedenktag für die Verstorbenen. Er ist der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des  Kirchenjahres.

Seit der Entwicklung des Kirchenjahres im Mittelalter wurden mit den letzten Sonntagen des Kirchenjahres liturgische Lesungen zu den  Letzten Dingen verbunden. Während am drittletzten Sonntag das Thema „Tod“ im Mittelpunkt steht, hat der vorletzte Sonntag die Thematik „ (Jüngstes) Gericht“ und der letzte „Ewiges Leben“.

Traditionell thematisiert der letzte Sonntag im Kirchenjahr in besonderer Weise die Erwartung des Jüngsten Tages. Dazu gehört als Sonntagsevangelium das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen (Matthäus 25). Es bildet die Grundlage für das Wochenlied, den Choral von Philipp Nikolai „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (EG 147) und die darauf aufbauende Bachkantate gleichen Namens (BWV 140).

Entstehung des Totensonntags

König Friedrich Wilhelm III. von Preußenbestimmte durch  Kabinettsorder vom 24. April und Verordnung vom 25. November 1816  für die evangelische Kirche in den preußischen Gebieten den Sonntag vor dem 1. Advent zum „allgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen“. Folgende Gründe kommen dafür in Frage: das Gedenken an die Gefallenen der Befreiungskriege, die Trauer um die 1810 verstorbene Königin Luise oder auch das Fehlen eines Totengedenkens im evangelischen Kirchenjahr. Die anderen evangelischen Landeskirchen übernahmen diese Bestimmung.

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Laienmusikpreisträger

Ministerpräsidentin Malu Dreyer würdigt musikalische Leistungen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Preisträger und Preisträgerinnen der rheinland-pfälzischen Laienmusikwettbewerbe wie in den Vorjahren zu einem Empfang in die Staatskanzlei eingeladen. Zu den Wettbewerben zählen Jugendjazzt, Jugend musiziert, der Deutsche Orchesterwettbewerb, der Newcomer Contest des Landes Rheinland-Pfalz Rockbuster sowie der Europäische Wettbewerb. „Ich bin beeindruckt und begeistert von der Vielfalt und dem Können der Musiker und Musikerinnen. Auf dieses Vergnügen, ihnen zuzuhören und ihnen zu gratulieren, wollte ich auch in diesem Jahr keinesfalls verzichten“, sagte die Ministerpräsidentin zur Begrüßung.

Wettbewerbe böten die Möglichkeit der gegenseitigen Begegnung und zum gegenseitigen Austausch über die Musik und auch darüber hinaus. „Musik verbindet Menschen über alle Altersstufen und Grenzen. Dies zu erfahren ist immer eine Bereicherung und erhält die Neugier und die Freude an weiteren Begegnungen“, so die Ministerpräsidentin.

Sie unterstrich darüber hinaus die Bedeutung, die die musikalische Ausbildung für die Landesregierung habe: „Die vielfältigen Aktivitäten in unserem Land, von der musikalischen Früherziehung bis zur Musikausübung und Musikvermittlung im fortgeschrittenen Alter, zeigen den Stellenwert von Musik in Rheinland-Pfalz. Die Landesregierung setzt sich dafür ein, dass die Musik in unserem Land eine gute Zukunft hat.“ Dies umfasse sowohl  Musik und Gesang als Freizeitbeschäftigung als auch die Ermöglichung von Spitzenleistungen in diesem Bereich.

Die erfolgreichen Preisträger und Preisträgerinnen seien bei den Bundesentscheiden hervorragende Botschafter für das Land gewesen, betonte die Ministerpräsidentin. Sie alle hätten sich ihre Preise mit Talent und harter Probenarbeit erworben. Dies sei in allererster Linie ein persönlicher Verdienst. Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankte jedoch auch all jenen, die die Musiker und Musikerinnen unterstützt und damit wesentlich zu deren Erfolg beigetragen hätten.

Als Dankeschön erhielten die Preisträger und Preisträgerinnen von der Ministerpräsidentin eine von der Generaldirektion für Kulturelles Erbe entworfene „Kulturkarte“, mit der sie für ein Jahr kostenlos die Landesmuseen in Mainz, Koblenz und Trier sowie die Burgen und Schlösser des Landes besuchen können.

 

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