Dienstag, 25. April 2017

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Passionskonzerte der Montabaurer Kantorei

ALSBACH / MONTABAUR. Die Leidensgeschichte Jesu nach dem Evangelisten Johannes – das ist der Mittelpunkt der traditionellen zwei Chor- und Orchesterkonzerte zur Karwoche mit der Montabaurer Kantorei, der Cappella Taboris und einem Streichquintett. Dabei erklingt der ergreifende Passionsbericht in einer Vertonung von Alessandro Scarlatti (1660 – 1725), ergänzt durch die Choräle der Johannespassion von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750), so daß zwei barocke Werke in Bezug zueinander treten. Eröffnet werden die Konzerte durch einen Variationszyklus über das Passionslied „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ aus der Feder des Thomaskantors Johann Sebastian Bach.

Das Konzert findet statt am Dienstag, 11.04. um 20 Uhr in der evangelischen Nicolaikirche an der Hauptstraße 11 in 56237 Alsbach und am Karfreitag, 14.04. um 15.00 Uhr in der evangelischen Lutherkirche an der Martin-Luther-Straße 1 in 56410 Montabaur. Der Eintritt ist frei, die Gesamtleitung liegt in den Händen von Dekanatskantor Jens Schawaller.

Johanna-Loewenherz-Stipendien vergeben

Künstlerische Begabung, soziales Engagement und Mut waren die zentralen Eigenschaften, die den vier Frauen aus dem Landkreis bei der Stipendienvergabe der Johanna-Loewenherz-Stiftung bescheinigt wurden. Die Stipendien wurden von Landrat Rainer Kaul in einer Feierstunde im vollbesetzten Festsaal des Roentgen-Museums vergeben.

Die Schülerinnen Leonie Heinrichs und Laura Tserea vom Werner-Heisenberg-Gymnasium und Ronja Arndt vom Rhein-Wied-Gymnasium wurden von ihren Schulen vorgeschlagen und für ihre literarischen, bzw. musikalischen Leistungen, sowie ihr Engagement für die Schulgemeinschaft ausgezeichnet. Laura Tserea wurde ein außergewöhnliches musikalisches Talent bescheinigt. Die große sprachliche Begabung war ausschlaggebend für die Benennung von Leonie Heinrichs und Ronja Arndt.

Alle drei Schülerinnen beteiligten sich bisher mit ihren Talenten erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben und Projekten ohne ihren Blick für die Schulgemeinschaft, also die Mitschülerinnen und Mitschüler zu verlieren.

Die vierte Preisträgerin, ein Vorschlag der CDU-Fraktion im Kreistag, Frau Fatemeh Mozzaffari engagiert sich in der Flüchtlingshilfe im Asbacher Land und ist wesentlich an der Integration von Flüchtlingen, insbesondere von Frauen beteiligt. Neben Hilfestellungen im Alltag für Frauen und ihre Familien und ausgiebige Dolmetschertätigkeit bei Schul- oder Arztbesuchen ist die strukturelle Verbesserung des Dialoges zwischen den Kulturen für sie von großer Bedeutung. Stellvertretend für alle Stipendiatinnen bedankte sich Leonie Heinrichs bei den Vorschlagenden und dem Landkreis Neuwied für den Preis. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltete Jens Gilles mit Gesang und Klavier.

"Der letzte Romantiker"

Michael Apitz und Klaus Brantzen im Museum Boppard

Boppard
. Am 30.03.2017, 19:00 Uhr, findet im Rheinsaal des Museums in der Kurfürstlichen Burg die Veranstaltung "Der letzte Romantiker" mit "Apitz + Brantzen" statt.
Ein Bühnenprogramm mit Geschichten und Abschnitten aus dem Leben des Malers und Grafikers Michael Apitz. Musik, Lieder und Texte vorgetragen von dem Schauspieler und Musiker Klaus Brantzen. Apitz und Brantzen verbinden bei ihren Programmen Malerei, Musik und Literatur („Colours of Wine“, „Sound of Riesling“). So hat Klaus Brantzen die Abenteuer der Comicfigur „Der Rheingauner“ (Comic: Michael Apitz, Text: Eberhard Kunkel) vertont.
In der Pause und im Anschluss an die Veranstaltung kann auch die laufende Ausstellung "Vom Rhein" besichtigt werden.
Karten sind im Museum Boppard erhältlich! www.museum-boppard.de

Der Internationale Frauentag

Gedanken und Erläuterungen zu einem Ehrentag

Von Hans-Peter Meyer

Der Internationale Frauentag – auch Weltfrauentag genannt – wird inzwischen stets am 8. März gefeiert und ist für Frauen auf der ganzen Welt ein wichtiges Datum. In einigen Ländern ist er sogar gesetzlicher Feiertag.

"Heraus mit dem Frauenwahlrecht!" war die Hauptforderung der "Mütter" des Internationalen Frauentags. Auch wenn diese Zielsetzung inzwischen erreicht wurde, so ist die Gleichstellung der Geschlechter dennoch weder in Deutschland noch im Rest der Welt eine Realität.

Der Internationale Frauentag hat seine Wichtigkeit daher nicht verloren und wird weiterhin jährlich begangen.
Frauen auf der ganzen Welt machen am 8. März mit Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen auf noch immer nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam.

Den internationalen Charakter unterstützt auch die Tatsache, dass die Vereinten Nationen  an die Tradition des Internationalen Frauentags angeknüpft haben. 1977 rief die UN-Generalversammlung in einer Resolution einen Tag im Jahr zum „Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ aus. Die jährlich stattfindenden Veranstaltungen stehen seither unter wechselnden Schwerpunktthemen von länderübergreifender Relevanz.

2015 lautet das Motto der Vereinten Nationen zum Internationalen Frauentag: „Make It Happen“ (Lassen Sie es geschehen). In Deutschland lautet das Motto auch in diesem Jahr: “Heute für morgen Zeichen setzen“.

Deutschland gehört zum kleinen Kreis derjenigen Länder, in denen der Internationale Frauentag von 1911 an gefeiert wurde. Eine wichtige Rolle spielten dabei die  Sozialdemokratinnen Clara Zetkin und Käte Duncker, die mitgewirkt hatten, den Weltfrauentag offiziell ins Leben zu rufen.

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Ein Schatz an Erinnerungen: Erzählen Sie Ihre Geschichte!

Meine Großmutter war eine kluge und einfühlsame Frau. Ihre Lebensweisheiten wie „wer immer nach anderen schaut, verliert sein Ziel“ oder „geh nie ohne Ersatzstrumpfhose aus dem Haus“ haben mich und meinen Lebensstil sehr geprägt.

Allerdings über ihr eigenes Leben hat sie nur wenig erzählt, und wenn, haben ihre Augen weise gelächelt. Was sie wohl alles erlebt haben mag?

Das Leben älterer Menschen in Bild und Text festzuhalten, hat sich der Westerwälder Fotograf Günter Weber zur Aufgabe gemacht. In seinem neuen Projekt „Herzensangelegenheit-zwoelf2punkt0.de“ schauen die Befragten auf ihr Leben zurück, geben ihre Erfahrungen, auch Ratschläge weiter, berichten Alltägliches. So entsteht ein unbezahlbarer Schatz an Erinnerungen, ein Stück Alltagsgeschichte.

Da ist Heinz, 89 Jahre, Hobbygärtner und Schalke-Fan, der stolz aus seinem Leben mit seiner Frau Bernadette und seinen drei Söhnen erzählt u
nd für den „ganz viel Liebe, Geduld und Vertrauen“ die Voraussetzungen für ein gutes Miteinander sind.

Oder Christel, 80 Jahre aus Jastrow, die ihre Flucht als 9-jährige und die spätere Umsiedlung sehr geprägt haben, und der Familie, Zuhause und Geborgenheit besonders wichtig sind.

Oder Berthold, der 68-jährige Kultur- und Sportbürgermeister, der sich seit 40 Jahren politisch und ehrenamtlich engagiert, in seiner Freizeit gerne Theater spielt und „immer ein offenes Ohr für andere hat“.

In den Interviews, die Günter Weber führt, erzählen die Befragten ausschließlich das, was sie persönlich preisgeben möchten, was ihnen besonders am Herzen liegt. Schon während des Gesprächs nimmt der Fotograf sich Zeit, um die Befragten in ihrem Umfeld, an ihrem Lieblingsplatz oder bei ihrer Lieblingsbeschäftigung im Bild festzuhalten.

Aus den Fotos und Interviews entstehen anschließend die Geschichten, zunächst für einen Blog im Internet. Geplant sind allerdings eine Ausstellung und ein Buch, wenn „sich genügend Menschen für mein Projekt finden lassen“, so Günter Weber. Er ist gerne bereit, dafür zu reisen. Es ist eben seine Herzensangelegenheit.

Die Befragten, die mit einer Veröffentlichung einverstanden sein müssen, erhalten ihre Fotos kostenfrei zur privaten, nichtkommerziellen Nutzung.

Für sie entstehen keinerlei Kosten. Das Projekt verfolgt keinen kommerziellen Zweck.

„Ich möchte die Menschen so vorstellen, wie sie uns normalerweise alltäglich begegnen“, so der engagierte Fotograf, der sich freuen würde, wenn sich viele Menschen an seinem Projekt beteiligen. Denn jeder von uns hat seine Geschichte, die es sich zu erzählen lohnt.
(Fotos zur Vergrößerung anklicken)

Kontakt: Günter Weber, Telefon 0171/179 0378, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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