Dienstag, 24. Oktober 2017

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Kultur

Konrad Wolf überreicht Anna Maria Kubach-Wilmsen  Max-Slevogt-Medaille

Der Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Konrad Wolf hat heute Anna Maria Kubach-Wilmsen im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Max-Slevogt-Medaille für ihre besonderen Ver­dienste auf dem Gebiet der Bildenden Kunst in Rheinland-Pfalz überreicht.

Kubach-Wilmsen lebt und arbeitet in Bad Münster am Stein, „sozusagen zwischen Max-Slevogts Leinsweiler Hof im Süden und dem Arp Museum Bahnhof-Rolandseck im Norden“ sagte Kulturminister Wolf heute bei der Übergabe.

„Ihre künstlerische Leidenschaft galt und gilt der Materie Stein. Steine begleiten Ihren künstlerischen Weg seit fünfzig Jahren. Die in Buchform gebrachten Steine aus verschiedensten Ländern und aus dem unterschiedlichsten Material, sei es Granit, Marmor, Quarz oder Onyx erzählen uns Geschichten der Entstehung unserer Erde. Sie werden so zu ‚Steinbüchern‘ und somit zu tragenden Formideen Ihres künstlerischen Schaffens.“ Es gebe Steinbücher in allen Größen und Zuständen sowie Steinzeitungen, Steinblätter, Steintafeln und steinerne Papierstapel, so Wolf.

Eine große Steinbibliothek aus 316 Steinbüchern habe ihren Platz in der Bibliothèque Nationale in Paris gefunden. Auch Mainz sei bei den auserwählten Orten. Es gelte aber nicht nur die künstlerischen Qualitäten anzuerkennen, sondern auch die Fähigkeiten als Stifter, Visionärin und Realisatorin hervorzuheben.

„Das Hauptziel ihrer Stiftung war, sich einen ganz ‚bescheidenen‘ Wunsch zu erfüllen: ein Steinskulpturenmuseum des japanischen Architekten Tadao Ando entwerfen und nach seinen Entwürfen realisieren zu lassen. Schon allein die Vorstellung, den weltberühmten japanischen Architekten Tadao Ando dazu zu bringen, eine Heimstatt für Skulpturen zu errichten, ist eine, die nicht nur Mut und Überzeugung, sondern auch einer Vision bedarf“, sagte Minister Wolf.

Mit dem Museum, das 2010 eingeweiht wurde, habe Rheinland-Pfalz „neben dem Arp Museum von Richard Meyer ein weiteres Museumsgebäude eines Stararchitekten vorzuweisen. In Rheinland-Pfalz liegen damit zwei der schönsten Museen Deutschlands“, sagte Wolf. „Für Ihre außergewöhnlichen Leistungen, Ihr Lebenswerk und den besonderen Beitrag zur Kulturlandschaft Rheinland-Pfalz gilt Ihnen der besondere Dank der Landesregierung und der Menschen im Land.“.

Die Max-Slevogt-Medaille wurde 1972 vom Land Rheinland-Pfalz gestiftet und wird seitdem durch den Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin des Landes ver­liehen. Damit werden Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet, die sich durch ihre Tätigkeit in der Bildenden Kunst besondere Verdienste in Rheinland-Pfalz erworben haben wie auch solche, die wesentlich dazu beigetragen haben, die Bildende Kunst in Rheinland-Pfalz zu fördern. Die Max-Slevogt-Medaille wurde erstmals an Franz Josef Kohl-Weigand verliehen und seitdem an Künstlerinnen und Künstler wie zum Beispiel Georg Meistermann oder Förderern der Bildenden Kunst wie Prof. Dr. Peter Ludwig oder Prof. Dr. Klaus Gallwitz.