Mittwoch, 26. April 2017

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Bauhauptgewerbe im Februar 2017: Mehr Aufträge und höhere Umsätze

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Februar 2017 mehr Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die kalender- und saisonbereinigten Auftragseingänge um 3,2 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich um 6,4 Prozent. Gegenüber Februar 2016 zog das Ordervolumen um 25,1 Prozent an, der Umsatz stieg um 4,5 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Januar 2017 erhöhte sich die Nachfrage nach Bauleistungen im Tiefbau um 3,3 Prozent. Im Hochbau blieben die bereinigten Auftragseingänge dagegen um 1,4 Prozent hinter dem Vormonatsergebnis zurück. Vor allem der öffentliche Hoch- und Tiefbau verzeichneten kräftige Zuwächse (plus 46,2 bzw. plus 14,7 Prozent). Auftragseinbußen errechneten sich insbesondere für den gewerblichen Hoch- und Tiefbau (minus 6,8 bzw. minus 4,2 Prozent). Gegenüber Februar 2016 zogen die Aufträge im Tiefbau und im Hochbau kräftig an (plus 25,2 bzw. plus 21,2 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Januar 2017 erhöhten sich die bereinigten Umsätze im Tiefbau und im Hochbau (plus 8,8 bzw. plus 4,1 Prozent). Alle Baubereiche verbesserten ihr Vormonatsergebnis. Die höchsten Zuwächse verzeichneten der öffentliche sowie der gewerbliche Tiefbau (plus 9,9 bzw. plus 8,9 Prozent). Für den Straßenbau sowie den öffentlichen Hochbau errechneten sich ebenfalls deutliche Umsatzsteigerungen (plus 8,2 bzw. plus 8,0 Prozent). Gegenüber Februar 2016 erhöhten sich die baugewerblichen Umsätze im Hochbau um 5,3 Prozent. Der Tiefbau konnte seine Erlöse um 3,8 Prozent steigern.

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

Naspa erreicht 2016 ein „erfreuliches Ergebnis“

· Eigenkapitalbasis deutlich gestärkt
· Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft sechstes Jahr in Folge positiv
· Ordentliches Ergebnis für dieses Jahr erwartet

26. April 2017. Ein „erfreuliches Ergebnis“ hat die Nassauische Sparkasse (Naspa) 2016 erreicht - so hat Naspa-Vorstandsvorsitzender Günter Högner die Geschäftsentwicklung einer der größten deutschen Sparkassen anlässlich der heutigen Pressekonferenz zusammengefasst. Mit 109 Mio. Euro, die sich aus knapp 51 Mio. Euro Jahresüberschuss und 58 Mio. Euro Vorsorgereserven ergeben, hat die Naspa ihre Eigenkapitalbasis deutlich gestärkt.

Zinsüberschuss über den Erwartungen


Der Zinsüberschuss verringerte sich im Vorjahresvergleich marktbedingt um 17,2 Mio. Euro oder 6,8 Prozent auf 236 Mio. Euro (2015: 253,2 Mio. Euro). „Der Rückgang war nicht so stark wie erwartet“, sagte Högner. Der Provisionsüberschuss liegt mit 85,3 Mio. Euro leicht unter Vorjahresniveau (2015: 86,8 Mio. Euro). Deutlich verringerte sich der Personal- und Sachaufwand um 9,3 Mio. Euro oder 4,3 Prozent auf 207,4 Mio. Euro (2015: 216,7 Mio. Euro). „Mit Blick auf den Zinsüberschuss bedeutet dies, dass wir über die Hälfte des Rückgangs durch stringentes Kostenmanagement wieder hereingeholt haben“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende. „Unsere Erträge kommen zu über 80 Prozent aus dem Kundengeschäft und nicht aus Eigenanlagen oder Fristentransformation“, so Högner. „Dieser Umstand trägt zu einer gesunden Ertragsstruktur bei.“

Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft sechstes Jahr in Folge positiv

„Wesentlicher Treiber unseres guten Ergebnisses ist das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft, das mit 14 Mio. Euro erneut einen positiven Saldo aufweist (2015: 11,2 Mio. Euro). Wir haben von der guten Konjunktur profitiert und diese vor allem im Immobilienbereich genutzt, um schwierige Engagements erfolgreich mit unseren Kunden zu bereinigen“, kommentierte Högner. „Wenn Sie die vergangenen fünf Jahre betrachten, in denen wir insgesamt 42,6 Mio. Euro aufgelöst haben, wird klar: Wir haben unsere Risiken im Griff! Aber unsere Problemengagements sind jetzt auf einem so niedrigen Level, dass kein nennenswertes Auflösungspotential mehr vorhanden ist.“

Wachstum im Kundenkreditgeschäft und bei den Kundeneinlagen

Im Kundenkreditgeschäft ist die Naspa im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent auf knapp 9,1 Mrd. Euro gewachsen (2015: 8,8 Mrd. Euro). Dabei haben sich die beiden wichtigsten Kundengruppen, Privat- und Firmenkunden, gleichermaßen gut entwickelt. Zugelegt haben u.a. die Wohnungsbaufinanzierungen, der Bestand ist um rund 142 Mio. Euro oder 3,5 Prozent gewachsen.

Bei den Kundeneinlagen beträgt der Anstieg 4,5 Prozent. Der Trend zu kurzfristigen Anlagen hat weiter angehalten, die Sichteinlagen sind um zehn Prozent gestiegen.

„Wir werden unseren Kunden in 2017 verstärkt alternative Anlageformen, z.B. in Form von Fondssparplänen näher bringen. Wir wollen unseren Kunden eine attraktive Rendite ermöglichen,“ so Högner unter Verweis auf die gravierenden Folgen der Negativzinspolitik der EZB für die Menschen.

2017: Ordentliches Ergebnis erwartet

Für dieses Jahr plant die Naspa, ausgehend vom bestehenden Zinsniveau und analog der Gesamtbranche, mit einem weiteren Rückgang des Zinsüberschusses. Beim Verwaltungsaufwand erwartet die Sparkasse einen leichten Rückgang. Zurückzuführen ist dieser auf strategische Maßnahmen, die zu Einsparungen beim Sachaufwand in den kommenden Jahren führen werden. Im Kundenkreditgeschäft und bei den Kundeneinlagen geht sie von moderatem Wachstum aus. An der Gebührenschraube will sie nicht drehen. So werden 2017 weder Kontopreise erhöht noch Entgelte für die Nutzung der Geldautomaten eingeführt. Unter diesen Vorzeichen erwartet die Naspa für dieses Jahr ein ordentliches Ergebnis.

Naspa 4.0: Persönliche Beratung und digitales Spitzenangebot

Högner kündigte an, dass die Naspa weiter in ihr Filialnetz und in die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren werde. „Unser Anspruch ist es, qualifizierte Beratung in unserem Geschäftsgebiet sicherzustellen. Dafür brauchen wir unsere Finanz- und Servicecenter.“ In 2016 hat die Naspa 17 Standorte modernisiert, in diesem Jahr sind zwölf Standorte vorgesehen.

Gleichzeitig baue die Naspa ihre digitalen Angebote aus. „Die Digitalisierung bringt zusätzliche Anbieter aus der Finanz- und IT-Branche hervor, denen wir mit angemessenen Angeboten begegnen“, so Högner. Ziel sei es, künftig hervorragende persönliche Beratung mit einem digitalen Spitzenangebot zu verbinden. „Für uns als Naspa geht es darum, das Vertrauen und die Nähe zu den Kunden aus der physischen Welt, das heißt aus der Präsenz in der Fläche, in die digitale Welt zu übertragen und dem Kunden eine echte Wahlfreiheit zwischen digitalen und stationären Angeboten zu schaffen. Dabei ist es unser Anspruch, dem Kunden auf jedem Weg einen Top-Service zu bieten, so dass es für ihn keinen Grund gibt, zu einer anderen Bank zu wechseln,“ sagte Högner.

Seit Februar ist die neue Naspa-Internetfiliale online. Girokonten können jetzt innerhalb von zehn Minuten mittels Video-Legitimation eröffnet werden. Weitere Leistungen wie die Bestellung von SparkassenCards und Mastercards, Privatkredite und Versicherungen können direkt online abgeschlossen werden. In diesem Jahr ist noch geplant, für Tagesgeld, Prämiensparen und Dispokredite den Online-Abschluss einzuführen und das elektronische Postfach weiter auszubauen.

„Hände hoch fürs Handwerk“ – Kampagne inzwischen überregional bekannt

Die Kampagne „Hände hoch fürs Handwerk“, die 2015 von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG) gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald und der Handwerkskammer Koblenz mit ins Leben gerufen wurde, wird jetzt nach Kinospots, Informationsveranstaltungen und einem großen Aktionstag im Westerwaldkreis - im wahrsten Sinne des Wortes - mobil!

Auf drei Bussen, die auf verschiedenen Linien im Schulbusverkehr (Westerburg - Montabaur - Höhr-Grenzhausen, Montabaur - Diez –Limburg und Montabaur - Ransbach-Baumbach - Höhr-Grenzhausen - Bendorf – Koblenz) eingesetzt werden, wird mit neun Partnerbetrieben gezielt für die Ausbildung geworben. Diese Kooperation zwischen der WFG und der Griesar Reisen GmbH läuft für 3 Jahre, also bis Mai 2020.

„Das Handwerk ist nicht nur im Westerwaldkreis unverzichtbar und es ist unsere gemeinsame Aufgabe, uns auch hier für die Sicherung der Nachwuchses einzusetzen. Das tun wir gerne, denn so bunt wie das Kampagnen-Logo, mindestens so vielfältig sind auch die Chancen für junge Menschen, die sich für eine Ausbildung entscheiden“, freut sich Landrat Achim Schwickert bei der „Bustaufe“ über die farbenfrohen Blickfänge. „Die Busse machen einfach gute Laune, sie signalisieren Freude und Begeisterung und genau das tut dem Handwerk gut, denn genau das zeichnet den Großteil der Handwerker aus – die Freude und Begeisterung für ihren Beruf“, zeigt sich auch Elisabeth Schubert, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, überzeugt von dieser Werbemaßnahme.

Die Zukunftschancen und spannende Aufgaben im Handwerk aufzuzeigen und eine Lanze für die Ausbildungsberufe zu brechen, das war und ist das Ziel der gemeinsamen Kampagne, die mittlerweile über die Grenzen des Westerwaldkreises hinaus bekannt ist. Die Staffelhölzer, mit denen das Kampagnenmotto bei dem Aktionstag im September 2015 an die Handwerkskammer Halle (Saale), die Stadt Norden und die WFG Saarpfalz weitergegeben wurde haben ihre Reise erfolgreich fortgesetzt. Inzwischen laufen Aktionen in den Landkreisen Saarpfalz, und Neunkirchen (Saarland), Oldenburg (Niedersachsen), Burgenlandkreis und Mansfeld Südharz (Sachsen-Anhalt) sowie in Lille (Frankreich)! In den Startlöchern stehen außerdem der Landkreis St. Wendel (Saarland) sowie der Wachstumsregion Ems-Achse (Niedersachsen).

Die werbende Partnerbetriebe sind:

Goerg & Schneider GmbH & Co. KG, Siershahn

hapack Packmittel GmbH & Co. KG, Montabaur-Elgendorf

Heep Fenster GmbH, Hunsangen

Koch Bedachungen GmbH, Wirges

ME-Michels Elektrotechnik GmbH, Höhr-Grenzhausen

Noll GmbH, Görgeshausen

PULTE Elektrotechnik GmbH & Co. KG, Heiligenroth

Verallia Deutschland AG, Wirges

Wünsche GmbH, Nistertal

Vor der Stichwahl:

Rheinland-pfälzische Wirtschaft blickt mit Spannung nach Frankreich

Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich ist klar: Die Franzosen werden bei der Stichwahl am 7. Mai eine Richtungsentscheidung treffen, die nicht nur für ihr Land, sondern auch für das Verhältnis zu den Nachbarländern und für die Zukunft der Europäischen Union von großer Tragweite ist. Während sich der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron für eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland und eine Stärkung der EU ausspricht, strebt die Vorsitzende des rechtspopulistischen Front National, Marine Le Pen, den Austritt Frankreichs aus der EU und eine protektionistische Wirtschaftspolitik an.

„Frankreich ist der mit Abstand wichtigste Auslandspartner der rheinland-pfälzischen Wirtschaft“, erklärt Volker Scherer, Sprecher International der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs). „Viele Unternehmen unterhalten enge Geschäftsbeziehungen mit unserem Nachbarland und schauen daher gespannt, zum Teil auch mit Sorge auf den Ausgang der Präsidentschaftswahlen.“

Ein eventueller Austritt Frankreichs aus der Eurozone oder aus der Europäischen Union wäre ein dramatischer Einschnitt und könnte die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Frankreich massiv belasten. Auch andere Maßnahmen zur Abschottung könnten vielen Unternehmen ihre Aktivitäten in Frankreich erschweren. „Es besteht aber die berechtigte Hoffnung, dass sich in Frankreich am Ende die Einsicht durchsetzt, dass die europäische Integration und der Binnenmarkt für alle beteiligten Länder von großem Wert sind“, so Scherer.

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