Sonntag, 26. März 2017

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Landwirtschaft

Gemüseanbau regional und betrieblich konzentriert

Im Jahr 2016 gab es in Rheinland-Pfalz 449 Betriebe mit Flächen, die ganz oder überwiegend für den Gemüsebau einschließlich der Produktion von Gemüsejungpflanzen genutzt wurden. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte, waren das 47 Betriebe weniger als bei der letzten Strukturerhebung 2012. Trotz des Rückgangs der Zahl der Betriebe um 9,5 Prozent nahm die Grundfläche für den Gemüseanbau um zwölf Prozent auf 14.660 Hektar zu.

In Rheinland-Pfalz, wie in ganz Deutschland, wird Gemüse überwiegend im Freiland und nur wenig in Gewächshäusern erzeugt. Die Flächen in Gewächshäusern bzw. unter begehbaren Schutzabdeckungen wurden seit 2012 weiter verkleinert, und zwar um 8,2 Prozent auf nur noch 33 Hektar.

Die Erzeugung im Freiland als Feldgemüseanbau erfolgt vor allem in größeren Betrieben mit Grundflächen für den Gemüsebau von 20 Hektar und mehr. Diese Betriebe machten 2016 ein Drittel der Erzeuger aus; auf sie entfielen 89 Prozent der gut 14.600 Hektar Grundfläche. Im Durchschnitt erzeugte jeder dieser größeren Betriebe auf 86 Hektar Gemüse; im Jahr 2012 waren es 72 Hektar je Betrieb.

Im Laufe eines Jahres kann auf einer Grundfläche im Freiland mehrmals Gemüse gepflanzt oder gesät werden. Deshalb ergab sich 2016 in Rheinland-Pfalz eine Gemüseanbaufläche von insgesamt 19.550 Hektar; das ist etwa das 1,3-fache der Grundfläche, die für den Gemüseanbau genutzt wurde. Der ökologische Anbau umfasste davon sechs Prozent. In der Regel stellt ein Betrieb ganz auf ökologische Wirtschaftsweise um, zumal die Inanspruchnahme von Fördermitteln an eine Gesamtbetriebsumstellung gekoppelt ist. Die Zahl der Betriebe mit ökologischem Feldgemüsebau hat gegenüber 2012 um 38 Prozent auf 58 Betriebe zugenommen.

Verschiedene Salate und wenige weitere Gemüsearten beherrschen etwas mehr als zwei Drittel des Anbaus. Radieschen erreichten 2016 mit gut 2.400 Hektar den größten Anbauanteil von zwölf Prozent. An zweiter und dritter Stelle stehen mit jeweils neun bis zehn Prozent Möhren bzw. Karotten und Bundzwiebeln, auch als Frühlingszwiebeln bekannt. Auf jeweils sieben bis acht Prozent des Anbaus kamen Trockenzwiebeln und Spargel. Feldsalat folgt nach Spargel mit einem Flächenanteil von gut fünf Prozent. Er ist die flächenmäßig bedeutendste Salatart. Zusammen mit den anderen angebauten Salatarten entfallen auf Salate fast 19 Prozent der Anbaufläche.

Der einheimische Gemüseanbau kann vor allem im Sommerhalbjahr die Verbraucher regional mit Gemüse bedienen. In Rheinland-Pfalz hat der Gemüseanbau klimatisch bedingt seinen Schwerpunkt in der Pfalz. Sie gilt als das größte geschlossene Anbaugebiet für Freilandgemüse in Deutschland. Im Vergleich der kreisfreien Städte und Landkreise dominiert der Rhein-Pfalz-Kreis. Dort sind 28 Prozent der rheinland-pfälzischen Betriebe mit Freilandanbau ansässig, auf die 57 Prozent der Anbaufläche entfallen. Nimmt man den benachbarten Kreis Germersheim hinzu, der an zweiter Stelle rangiert, vereinen diese beiden Kreise mit 45 Prozent der Betriebe 77 Prozent der Anbauflächen auf sich.

Die Gemüseerhebung wird alle vier Jahre (zuletzt 2016) allgemein durchgeführt und in den Zwischenjahren nur repräsentativ. Bei den jährlichen Erhebungen wird zwischen Angaben über den Anbau und die Ernte von Gemüse und Erdbeeren im Freiland und in Gewächshäusern bzw. unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen unterschieden.

Im Rahmen der allgemeinen Erhebung werden zusätzlich Merkmale wie Grundflächen, aber auch bei allen Betrieben die Anbauflächen erhoben. Daher können alle vier Jahre regionale Ergebnisse und Strukturdaten zu den Betrieben bereitgestellt werden. Die Flächen werden in der regionalen Einheit nachgewiesen, die Sitz des Betriebes ist. In den repräsentativen Zwischenjahren beschränkt sich die Abfrage der Grundflächen auf die Jungpflanzenanzucht von Gemüse und Erdbeeren. Die Erntemengen werden in jedem nur Jahr repräsentativ erhoben.

In den Anbauflächen ist der Mehrfachanbau innerhalb eines Jahres auf derselben Grundfläche berücksichtigt (z. B. die mehrfach Nutzung einer Grundfläche durch frühe und späte Gemüsearten).

Seit 2010 werden nur noch landwirtschaftliche Betriebe erfasst mit Anbauflächen von mindestens 0,5 Hektar im Freiland oder mindestens 0,1 Hektar in Gewächshäusern bzw. unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, auf denen Gemüse und/oder Erdbeeren oder deren jeweilige Jungpflanzen angebaut werden.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Auswertungen, Analysen A4)

ZFH macht mit: Bundesweiter Fernstudientag 2017

Online-Aktionsprogramm gemeinsam mit Hochschulen des ZFH-Verbundes

Koblenz, 16. Februar 2017 – Am Freitag, den 10. März findet der diesjährige Bundesweite Fernstudientag 2017 statt mit vielfältigen Informationen rund um das Thema Fernstudium und Fernlernen. Die Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) und die Hochschulen des ZFH-Verbundes beteiligen sich mit dem Online-Programm: „Einfach clever: Fernstudium“. In Online-Vorträgen, Live-Chats, Präsentationen und Videos erhalten alle Interessierten - bequem vom Büro oder von zu Hause aus - einen Einblick in die berufsbegleitenden Fernstudienangebote. In ausgewählten Fernstudiengängen bieten die Expertinnen und Experten an den Hochschulen individuelle telefonische Studienberatungen an. Die Teilnahme an allen Aktionen ist unverbindlich und kostenfrei – Interessenten können sich zu einem oder mehreren Programmpunkten unter www.zfh.de/fernstudientag anmelden.

„Neben Beruf und Familie flexibel und effektiv zum akademischen Abschluss“ heißt der Online-Vortrag mit anschließendem Live Chat, in dem die ZFH um 11:00 Uhr einen Überblick über die Weiterbildungsmöglichkeiten im ZFH-Verbund gibt. Von acht bis acht bietet Eva Nefen von der Hochschule Ludwigshafen telefonische Studienberatung zu den beiden Fernstudiengängen MBA Internationale Betriebswirtschaftslehre und MBA Unternehmensführung an. Die Hochschule Kaiserslautern berät von 09:00 bis 17:00 Uhr über fünf MBA-Fernstudien unterschiedlicher Ausrichtung. Von 10:30 bis 13:30 steht Verena Stimper, Hochschule Koblenz, zur telefonischen Studienberatung für das Master-Fernstudium Soziale Arbeit (MAPS) bereit. Die htw saar (Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes) stellt um 12:00 Uhr das Fernstudium Sicherheitsmanagement mit dem Abschluss Master of Arts online vor. Im Live-Austausch erfahren Interessierte, welche Berufschancen ihnen das Studium bietet. Den Bachelor-Fernstudiengang IT-Analyst stellt die Hochschule Kaiserslautern ebenfalls in einem Online-Vortrag mit Live-Austausch und einem Lernvideo vor. Von der Hochschule Trier gibt es Informationen für alle Quereinsteiger in die Informatik, die sich neben dem Job zum Master of Computer Science weiterqualifizieren möchten. Hier informiert Studiengangsleiter, Prof. Dr. Andreas Künkler die Interessierten ebenfalls per Online-Vortrag mit Live-Austausch von 17:00 – 18.00 Uhr. Ab 18:00 bietet Professor Dr. Marc Piazolo den Online-Vortrag "Flexibel zum Bachelor in Betriebswirtschaft: Hochschule Kaiserslautern bietet verschiedene Studienvarianten" an. Last but not least können sich alle an Elektro- und Informationstechnik Interessierten nonstop anschauen, welche Perspektiven sich ihnen eröffnen: Die Hochschule Aschaffenburg stellt einen Screencast mit dem Titel „Von der Automobilindustrie bis zur künftigen Energieversorgung“ bereit.

Das detaillierte ZFH-Programm, das weiterhin ergänzt wird, finden Interessierte auch unter www.zfh.de/fernstudientag

Den einzigartigen Info-Tag veranstaltet der Fachverband Forum DistancE-Learning einmal jährlich – in diesem Jahr findet 12.Bundesweite Fernstudientag statt. Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium beteiligen sich mit einer großen Bandbreite an Veranstaltungen vom „Tag der offenen Tür über Info-Chats bis hin zu Online-Sessions mit Live-Austausch. Die kostenfreien Aktionen sollen die Weiterbildungsmethode DistancE-Learning weiter in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

Einzelhandel 2016 mit Umsatz- und Beschäftigtenplus

Der rheinland-pfälzische Einzelhandel beendete das Jahr 2016 mit einer positiven Bilanz. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems setzten die Einzelhandelsbetriebe nominal – also zu jeweiligen Preisen – 2,5 Prozent mehr um als 2015. Aufgrund des stabilen Preisniveaus stiegen die Erlöse real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – in ähnlicher Größenordnung (plus 2,1 Prozent). Deutschlandweit verbuchte der Einzelhandel nominale Umsatzsteigerungen von 2,3 Prozent; preisbereinigt ergab sich ein Plus von 1,8 Prozent.

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Ein starkes Umsatzplus war im Handel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren zu verzeichnen. Hier stiegen die Umsätze nominal um 6,9 und real um 4,8 Prozent. Im „Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“ lagen die Umsätze in jeweiligen Preisen um 3,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres; preisbereinigt nahmen sie um 2,8 Prozent zu. Beim „Einzelhandel mit sonstigen Gütern“ – dazu zählen u. a. Bekleidung, Schuhe und Lederwaren – verlief die Entwicklung ähnlich. In diesem Segment stiegen die Erlöse 2016 nominal um 3,3 und real um 2,2 Prozent. Der „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“, zu dem Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte gehören, steigerte seine Erlöse in jeweiligen Preisen um 1,8 und preisbereinigt um 1,2 Prozent. Im Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik legten die nominalen Umsätze nur geringfügig um 0,3 Prozent zu. Preisbereinigt fiel der Zuwachs mit plus 0,5 Prozent etwas höher aus, was auf leichte Preisrückgänge in diesem Handelssegment schließen lässt.

Beschäftigung

Mit der günstigen Umsatzentwicklung ging ein Anstieg der Beschäftigung einher. Im Jahr 2016 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel um 1,4 Prozent. Dabei nahm die Zahl der Vollzeitkräfte um 1,1 und die der Teilzeitbeschäftigten um 1,5 Prozent zu.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch das Handelsstatistikgesetz wird die Zahl der zu befragenden Einheiten auf höchstens 8,5 Prozent aller Unternehmen begrenzt. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Da es sich um eine Stichprobenerhebung handelt, liegen absolute Werte sowie Regionalangaben nicht vor.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Girls‘ Day: Mädchen schnuppern ins Studium

Informatik, Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik und Computerlinguistik werden an der Uni Trier vorgestellt

Zum Girls‘ Day am 27. April, einem bundesweiten Berufsorientierungstag für Mädchen, organisiert das Ada-Lovelace-Projekt der Universität Trier einen Schnupper-Studientag zu Informatik und informatiknahen Studiengängen. Die Teilnehmerinnen erfahren an der Universität von MINT-Studentinnen, wie deren Studienalltag aussehen kann, erhalten Informationen zum Ablauf und zur Organisation des Studiums sowie zum persönlichen Werdegang der Studentinnen. Anschließend besuchen sie eine Vorlesung bei Dr. Axel Kalenborn, bevor sie am Computer eine Landkarte mit ArcGIS erstellen. Danach lernen die Teilnehmerinnen den Campus kennen und stärken sich in der Mensa. Am Ende des Schnupperstudientags erhalten die Schülerinnen Informationen zum Studium und zukünftigen Berufsfeldern.

Die Anmeldung zum Schnupperstudium Wirtschaftsinformatik/Geoinformatik erfolgt online über

www.ada-lovelace.com/trier (Veranstaltungen).
Teilnehmerinnen werden für den Girls´ Day in der Schule freigestellt.

Informationen und ein Formular zur Freistellung finden sich hier:
www.girls-day.de/Maedchen/Mitmachen/Schulfrei

Das Ada-Lovelace-Projekt wird durch das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz und das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie den Europäischen Sozialfonds gefördert.

IHK-Jahresbilanz: Mehr Jugendliche beginnen Ausbildung

Die duale Ausbildung ist weiter im Aufwind. Insgesamt haben 1946 Jugendliche im vergangenen Jahr einen Ausbildungsvertrag in einem IHK-Beruf unterschrieben. Das sind 3,1 Prozent mehr als 2015. Das geht aus der Jahresbilanz der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier hervor. Besonders zulegen konnten die gewerblich-technischen Berufe. Die Zahl der neuen Auszubildenden stieg um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sind mit Abschluss des vergangenen Jahres 4863 junge Menschen in einer Ausbildung. „Das zeigt, dass die duale Ausbildung wieder an Wert unter der Schulabgängern gewinnt“, sagt Ulrich Schneider, Geschäftsführer Ausbildung der IHK Trier.

Seit Beginn des vergangenen Jahres hatte die IHK ihr Engagement deutlich erhöht. Bei der landesweiten Ausbildungskampagne „durchstarter.de“, berichten zahlreiche Azubis aus ihrem Berufsalltag und liefern kommenden Schulabgängern so wichtige Tipps. Die aktuellsten Nachrichten zum Berufsstart gibt es jetzt auch per WhatsApp. Einfach „Start“ an die (01 70) 370 82 96 schicken und schon geht es los.

Kleiner Wermutstropfen in der Bilanz: 216 der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse wurden im vergangenen Jahr auch wieder gelöscht. Die Zahl der Löschungen wurde in den 1946 neuen Verträgen bereits berücksichtigt. Etwas mehr als 40 Prozent (90) der Auszubildenden, die ihre erste Ausbildung abgebrochen hatten, wechselten allerdings im selben Jahr noch in eine andere Ausbildung. Was zunächst gut klingt, melden viele Ausbildungsbetriebe zunehmend als Problem.
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