Donnerstag, 23. November 2017

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„Die Politik muss mehr auf die Bürger hören!“

Hanns-Eberhard Schleyer im Exklusiv-Interview zu Handwerk, Politik und Zeitgeschichte „40 Jahre Deutscher Herbst“

Koblenz/BERLIN. Vor 40 Jahren wurde Hanns Martin Schleyer nach sechswöchiger Entführung durch RAF-Terroristen ermordet. Es war der Höhepunkt im sogenannten „Deutschen Herbst“ und hinterließ tiefe gesellschaftspolitische, aber auch persönliche Spuren. Sohn Hanns-Eberhard Schleyer, damals 33 Jahre alt, übernahm ab 1978 wichtige politische Funktionen und beschreibt diese Phase in der Nachbetrachtung auch als „Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem politisch motivierten Terror. Dazu gehörte die Diskussion mit Meinungsbildnern und RAF-Sympathisanten, aber auch der Wille, etwas für die Aufrechterhaltung des Grundkonsens in der Gesellschaft zu tun. Das war der Bereich der politisch-moralischen Auseinandersetzung, der mir auch ganz wichtig war.“

Ab 1978 bis 1981 Beauftragter des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund, war Schleyer bis 1988 Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Von 1989 bis 2009 lenkte er 20 Jahre als Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) maßgeblich die Geschicke der „Wirtschaftsmacht von nebenan.“ Im Exklusiv-Interview mit dem „Deutschen Handwerksblatt“ und der Pressestelle der Handwerkskammer (HwK) Koblenz geht er auf diese Zeit ein, beschreibt aber auch mit klaren Worten das Geschehen im Umfeld des RAF-Terrors und zieht Schlussfolgerungen aus den Ereignissen, die durchaus das heutige Zeitgeschehen tangieren.

Herr Schleyer, Sie stehen kurz vor Ihrem 73. Geburtstag, wir können aber in Ihnen keinen Ruheständler sehen…

Die Zahl der Aktivitäten hat eher noch zugenommen. Aber so intensiv wie als ZDH-Generalsekretär ist der Arbeitstag heute nicht mehr. Doch ich weiß heute freie Plätze im Terminkalender zu schätzen – und zu nutzen.

Was erwarten Sie als erfahrener Beobachter von der künftigen Bundesregierung besonders mit Blick auf Handwerk und Mittelstand?

Unabhängig von der farblichen Konstellation liegen drei Themen auf der Hand: Wir müssen mehr in Bildung investieren, nicht nur Geld. Das ist eine Schlüsselfrage für unser Land. Gerade auch die Menschen, die zu uns gekommen sind, müssen wir integrieren und ausbilden - auch mit Blick auf den inneren Frieden. Für das Handwerk ist ein ganzheitlicher familien- und bildungspolitischer Ansatz mit Blick auf die Ausbildungslücke besonders wichtig.

Und das zweite Thema…

…ist Digitalisierung und Infrastruktur. Die öffentliche Verwaltung darf Bürgern und Wirtschaft nicht immer wieder hohe Anforderungen abverlangen, ohne selbst entsprechend aufgestellt zu sein. Eine schnelle und effiziente Verwaltung ist auch ein gewichtiger Standortvorteil. Es war sicherlich richtig, die ausufernden Staatsschulden in den letzten Jahren zurückzuführen. Aber wir haben in Zeiten voller Kassen zu wenig für die Infrastruktur getan. Im Bereich der IT, von Straßen, Schulen und anderen öffentlichen Infrastruktureinrichtungen muss mehr passieren.

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Konjunktur: Regionale Wirtschaft boomt

IHK-Umfrage: Geschäfte laufen glänzend

Die regionale Konjunkturlokomotive fährt laut aktueller IHK-Umfrage unter Volldampf. Der IHK-Konjunkturindikator ist seit dem Frühjahr von 120 auf 129 Punkte gestiegen – das ist der beste Wert seit 2014. Der Konjunkturboom umfasst mit Industrie, Handel und der Dienstleistungswirtschaft alle drei großen IHK-Branchen. An der Umfrage beteiligt haben sich 153 Unternehmen mit mehr als 21 000 Beschäftigten.

51 Prozent der Befragten berichten von guten, weitere 44 Prozent von befriedigenden und nur 5 Prozent von schlechten Geschäften. Damit hat sich die Geschäftslage gegenüber dem Frühjahr deutlich verbessert. Besonders gut läuft es derzeit in der Bauwirtschaft und bei den Investitionsgüterproduzenten. 41 Prozent der regionalen Unternehmen haben in den vergangenen zwölf Monaten ihre Umsätze gesteigert, nur 13 Prozent mussten Rückgänge hinnehmen. Auch die Aussichten für die kommenden zwölf Monate präsentieren sich laut IHK positiv. 23 Prozent der Betriebe erwarten bessere, 68 Prozent gleichbleibende und nur 9 Prozent schlechtere Geschäfte. „Die regionale Konjunktur brummt und alle Branchen profitieren vom derzeitigen Boom. Der Aufschwung ist kräftig und hat eine breite Basis“, kommentiert IHK-Chefvolkswirt Matthias Schmitt die Daten.

In den kommenden zwölf Monaten wollen 37 Prozent der Befragten mehr und lediglich 11 Prozent weniger investieren. Das ist laut IHK ein Spitzenwert – ebenso, dass 38 Prozent der Unternehmen in Kapazitätsausweitungsmaßnahmen investieren wollen. Vor einem Jahr waren es nur 26 Prozent. Auch die Beschäftigunsplanungen sind expansiv. Jeder vierte Befragte will mehr Personal einstellen, lediglich jeder zehnte rechnet in den kommenden zwölf Monaten mit Personalabbau.

Gute Nachrichten gibt es auch aus der Industrie zu vermelden. In den vergangenen drei Monaten verbuchten 43 Prozent der Firmen mehr Aufträge, nur 12 Prozent mussten Rückgänge hinnehmen. Die Hälfte der Befragten erfreut sich daher überdurchschnittlich hoher Auftragsbestände, während nur jeder zwanzigste über nicht ausreichend gefüllte Orderbücher klagt. Die Auslastung der Produktionskapazitäten erreicht im produzierenden Gewerbe einen Spitzenwert und auch die Exporterwartungen fallen optimistisch aus.

Gleichzeitig weist die IHK aber auch auf einen Wermutstropfen hin: 61 Prozent aller Unternehmen nennen den Fachkräftemangel als Risiko für ihre weitere geschäftliche Entwicklung; in der Industrie sind es sogar 68 Prozent. „Fehlende Fachkräfte sind mittlerweise der mit Abstand am häufigsten genannte Risikofaktor und drohen in den kommenden Jahren die wirtschaftlichen Entwicklungspotenziale in unserer Region zunehmend einzuengen“ erklärt Matthias Schmitt. „Wenn die wirtschaftspolitischen Weichen von der neuen Bundesregierung in Richtung Unternehmerfreundlichkeit gestellt werden, steht aber einer Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs zunächst kaum etwas im Wege. Handlungsbedarf gibt es weiterhin bei der Entbürokratisierung, dem komplizierten Steuersystem, dem Infrastrukturausbau, der Gestaltung des digitalen Wandels und eben bei der Fachkräftesicherung“, so Schmitt weiter.

Spieglein, Spieglein an der Wand, welcher Werbespot ist der schönste im ganzen Land

Voting und Gewinnspiel der Minijob-Zentrale

Seit vier Jahren produziert die Essener Minijob-Zentrale gemeinsam mit der Augsburger Puppenkiste die beliebten Werbespots gegen Schwarzarbeit. Amüsant erzählen die Spots die klassischen Geschichten aus der Grimm’schen Märchenwelt neu – und zeigen mit viel Liebe zum Detail, dass auch auf Haushaltsfeen aus dem Märchenwald zahlreiche Gefahren lauern, genauso wie in der realen Welt.

Da mag die böse Stiefmutter noch so zetern: Aschenputtel hat ganz klar Anspruch auf eine rechtlich einwandfreie Beschäftigung. Auch der Froschkönig hat so gar keine Lust mehr auf Schwarzarbeit. In den Spots erfahren der böse Wolf und die alte Hexe aus Hänsel und Gretel sogar am eigenen Leib, wie wichtig die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale tatsächlich ist.

Nun können die Zuschauer entscheiden, welcher märchenhafte Spot der schönste ist und im kommenden Jahr in den Werbeblöcken der großen deutschen TV-Sender laufen soll. Unter www.minijob-zentrale.de/wettbewerb kann bis zum 15. November abgestimmt werden. Zu gewinnen gibt es eine Reise nach Augsburg sowie 50 x 2 Kinokarten für den Weihnachtsfilm der Augsburger Puppenkiste.

Hier können die Spots noch einmal angeschaut werden: https://www.youtube.com/user/MinijobZentrale

Bruttoinlandsprodukt wächst auch im zweiten Quartal kräftig

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft verzeichnete auch im zweiten Quartal 2017 einen kräftigen Wertschöpfungszuwachs. Nach vorläufigen, indikatorgestützten Berechnungen nahm das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2017 gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent zu. Damit zog die Konjunktur weiter an. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 nahm die Wirtschaftsleistung im Land um 2,4 Prozent zu.

Alle Wirtschaftsbereiche trugen zum Wachstum bei. Den kräftigsten Wertschöpfungszuwachs verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe. Preis-, kalender- und saisonbereinigt nahm die Bruttowertschöpfung in der Industrie gegenüber dem ersten Quartal 2017 um 1,4 Prozent zu. Ein Blick auf die kalender- und saisonbereinigten Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe zeigt, dass die Vorleistungs- und die Konsumgüterproduzenten einen Wachstumsbeitrag leisteten. Zwei der drei größten Branchen – die Chemische Industrie und der Maschinenbau – verzeichneten deutliche Umsatzzuwächse.

Das Baugewerbe entwickelte sich ebenfalls sehr positiv. Die preis-, kalender- und saisonbereinigte Bruttowertschöpfung legte um 0,6 Prozent zu. Dazu leisteten sowohl das Bauhauptgewerbe als auch das Ausbaugewerbe einen Beitrag.

Geringfügig höher als im Baugewerbe fiel das Wachstum in den Dienstleistungsbereichen aus. Mit einem Plus von 0,7 Prozent gewinnt die Konjunktur in den Dienstleistungsbereichen an Dynamik. Von den Dienstleistungsbranchen trugen gemäß der Umsatzentwicklung vor allem die Bereiche „Sonstige wirtschaftliche Unternehmensdienstleister“, „Verkehr und Lagerei“ sowie der Einzelhandel zur positiven Entwicklung bei.

Zum ausführlichen Konjunkturbericht

Jahresergebnisse zum Bruttoinlandsprodukt werden vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ berechnet. Die Quartalsergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Rheinland-Pfalz beruhen auf einer ökonometrischen Schätzung, bei der die vom Arbeitskreis ermittelten Jahresergebnisse mithilfe von quartalsweise vorliegenden Indikatoren aus den Unternehmensstatistiken (z. B. Umsätze und Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen) auf die Quartale verteilt werden. Weitere Informationen zur Methodik (Monatsheftbeitrag)

Autorin: Dr. Annette Illy (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt)

Amazon Koblenz bietet über 2.000 Saisonarbeitsplätze zum Weihnachtsgeschäft an

• Einstiegslohn startet bei umgerechnet 11,20 Euro

• Amazon hat in Deutschland dieses Jahr in seinen Logistikzentren hunderte neue Vollzeitstellen geschaffen, die wettbewerbsfähige Löhne und Zusatzleistungen bieten

München/Koblenz, 12. Oktober 2017 – Amazon hat heute bekannt gegeben, dass das Unternehmen dieses Jahr zum Weihnachtsgeschäft rund 13.000 befristete Saisonarbeitsplätze innerhalb seines deutschen Netzwerks aus Logistikzentren schaffen wird. Für das Logistikzentrum in Koblenz stellt Amazon über 2.000 Saisonkräfte ein, die dabei unterstützen werden, die steigenden Kundenbestellungen während der Weihnachtszeit zu bearbeiten.

„Wir bereiten uns jedes Jahr sehr sorgsam auf das Weihnachtsgeschäft vor und haben ein erfahrenes Team in Koblenz. Die über 2.000 Saisonarbeitskräfte, die uns in dieser Zeit unterstützen, sind ganz zentral, damit die Bestellungen rechtzeitig beim Kunden ankommen“, so Nikolai Lisac, Standortleiter von Amazon Koblenz. Derzeit werden unzählige Artikel eingelagert. Der erfahrene Logistiker freut sich auf die arbeitsreiche Zeit und die Tatsache, Jahr für Jahr altbekannte Gesichter unter den Saisonarbeitskräften wieder zu sehen. „Viele kommen Jahr für Jahr wieder. Andere begrüßen wir das erste Mal. Wichtig ist, als Team zusammen zu stehen“, so Lisac.

Befristete Saisonarbeitsplätze werden an den Standorten Bad Hersfeld, Brieselang, Dortmund, Graben, Leipzig, Pforzheim, Rheinberg, Werne und Winsen (Luhe) angeboten. Bewerber, die sich hierfür interessieren, erfahren mehr unter www.jobs-amazon.de und können sich dort online bewerben.

Wettbewerbsfähige Löhne und Zusatzleistungen

Amazon bietet allen Beschäftigten wettbewerbsfähige Löhne. Diese liegen für Logistikmitarbeiter am oberen Ende dessen, was in vergleichbaren Jobs bezahlt wird. Der Stundenlohn dieser Beschäftigten beträgt an allen deutschen Standorten umgerechnet mindestens 10,52 Euro brutto. In Koblenz sind es sogar 11,20 Euro brutto. Saisonarbeiter erhalten hierbei denselben Grundlohn wie vergleichbare unbefristete Beschäftigte. Zusätzlich zu diesen Löhnen bietet Amazon Bonuszahlungen während der Weihnachtssaison sowie Mitarbeiterrabatte.

Die Zusatzleistungen seitens Amazon umfassen Mitarbeiteraktien der Amazon.com, Inc., eine kostenlose Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung, Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge und einen Familienbonus. Alle deutschen Logistikzentren, inklusive Amazon Koblenz, sind mit einer Kantine ausgestattet, die gesunde und preisgünstige Mahlzeiten anbietet, welche von Amazon bezuschusst werden.

Darüber hinaus bietet Amazon seinen Mitarbeitern im Rahmen des Career-Choice-Programms in Deutschland die Möglichkeit, neben ihrer Tätigkeit neue Qualifikationen zu erwerben. Die teilnahmeberechtigten Mitarbeiter wählen aus einem umfangreichen Kurskatalog, wobei die Qualifikationen für ihre Arbeit innerhalb des Logistikzentrums nicht relevant sein müssen. Im Rahmen des Career-Choice-Programms bezahlt Amazon 95 Prozent aller Schulungs- und Ausbildungsgebühren bis zu einem Gesamtbetrag von 8.000 Euro über eine Dauer von bis zu vier Jahren.

Seit 2011 hat Amazon über 20 Milliarden Euro in Europa investiert, z.B. in Infrastrukturen und Einrichtungen im Bereich Logistik und Kundenservice, in Datenzentren für Amazon Web Services sowie in Forschung und Entwicklung. Dieses Jahr wird Amazon mehr als 15.000 unbefristete Arbeitsplätze in Europa schaffen und seine Belegschaft von 50.000 unbefristeten Mitarbeitern zu Beginn des Jahres auf über 65.000 bis Ende Dezember anheben. Amazon unterstützt nicht nur seine eigenen Mitarbeiter dabei, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen, sondern sorgt mit verschiedenen Geschäftszweigen auch außerhalb des Unternehmens für tausende zusätzliche Jobs in Europa. Über den Amazon Marketplace haben unabhängige Händler in Europa bisher mehr als 175.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Foto: Copyright Amazon

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