Montag, 25. September 2017

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Baumobstanbau: Äpfel dominieren, Süßkirschenfläche wächst

Äpfel haben den größten Anteil im Baumobstanbau in Rheinland-Pfalz, die Süßkirsche gewinnt an Bedeutung: Das sind Ergebnisse der jüngsten Baumobsterhebung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems. Demnach bewirtschaften 555 Betriebe insgesamt 3.990 Hektar Anbaufläche für die erwerbsmäßige Erzeugung von Baumobst.

Auf über einem Drittel der Fläche (1.390 Hektar) werden Äpfel produziert, die überwiegend als Tafeläpfel vermarktet werden. Die Sorte Elstar liegt mit 183 Hektar oder 17 Prozent auf dem ersten Platz der angebauten Apfelsorten, vor Braeburn (15 Prozent), Gala (13 Prozent) und Jonagold (10 Prozent).

Süß- und Sauerkirschen kommen auf gut 30 Prozent der Fläche. Süßkirschen nehmen mit 653 Hektar mittlerweile ein größeres Anbauareal ein als Sauerkirschen (562 Hektar). Während Süßkirschen überwiegend als Tafelobst angebaut werden, liegt der Schwerpunkt des Sauerkirschenanbaus bei der Verwertung, etwa für Säfte oder Konserven. Pflaumen und Zwetschgen wachsen auf 884 Hektar und werden vor allem als Tafelobst verwertet. Von nennenswerter Bedeutung sind außerdem Mirabellen und Renekloden (189 Hektar) sowie Birnen (163 Hektar). Im geringen Umfang werden auch Aprikosen, Pfirsiche, Quitten und Walnüsse angebaut.

Ökoanbau bei rund zehn  Prozent

Rund ein Zehntel der Baumobstfläche (408 Hektar) wird von Betrieben bewirtschaftet, die vollständig auf eine ökologische Wirtschaftsweise umgestellt haben. Den Anbau dominieren Äpfel mit 69 Prozent der Fläche. Von den 280 Hektar Apfelanbau im ökologischen Anbau entfällt über die Hälfte der Fläche auf Wirtschaftsäpfel, z. B für die Saftherstellung. Im konventionellen Anbau dominieren dagegen Tafeläpfel (76 Prozent).

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Wissing: Bis 15. September für Innovationspreis 2018 bewerben!

Die Bewerbungsphase zum „Innovationspreis Rheinland-Pfalz“ endet bald. Noch bis zum 15. September 2017 können sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen für den mit insgesamt 40.000 Euro dotierten Preis bewerben.

Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing blickt mit Neugierde auf den Wettbewerb um die innovativsten Produkten, Verfahren und Dienstleistungen im Land. „Ich bin sicher, auch in diesem Jahr werden wir wieder eine Fülle an interessanten und hochqualifizierten Bewerbungen sehen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Einreichungen und freue mich, die zukünftigen Preisträger bei der Preisverleihung im Januar 2018 beglückwünschen zu dürfen. Ich möchte Sie alle motivieren, sich mit ihren innovativen Ideen und kreativen Produkten zu bewerben!“

Vergeben werden Preise und Anerkennungen in den Kategorien „Unternehmen“, „Handwerk“ und „Kooperation“. Neben dem „Sonderpreis Industrie“ wird in diesem Jahr auch der Sonderpreis des Wirtschaftsministers zum Thema „Innovative Jungunternehmen“ (Start-Ups, deren Geschäftserfolg auf neuen Produkten, effizienten Verfahren oder innovativen Dienstleistungen basieren) vergeben.

Bei der Auswahl der Preisträger werden von der Jury neben Innovationsgrad und Markttauglichkeit auch die unternehmerische Leistung und der wirtschaftliche Erfolg der Innovation bewertet.

Bewerben kann sich, wer seinen Standort, Firmen- oder Wohnsitz in Rheinland-Pfalz hat. Die Bewerbungsfrist wurde vom 31. August bis zum 15. September 2017 verlängert. Bereits zum 30. Mal verleiht das Wirtschaftsministerium in Kooperation mit den Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern den Innovationspreis Rheinland-Pfalz. Der Innovationspreis von Rheinland-Pfalz ist damit einer der ältesten in Deutschland.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit sich online zu bewerben finden Sie unter www.innovationspreis-rlp.de.

Wissing: Technik aus Rheinland-Pfalz löst Lkw-Parkproblem

Bundesweit fehlen an den Rastanlagen rund 26.000 Stellplätze für Lastwagen. Die Lösung des Problems kommt aus Rheinland-Pfalz: Seit zehn Jahren ist das vom Unternehmen Manns Ingenieure entwickelte Kolonnenpark-System in Montabaur im Einsatz. Dank moderner Technik ließ sich hier die Zahl der Stellplätze verdoppeln, ohne den Parkraum auszubauen. Verkehrsminister Dr. Volker Wissing setzt sich dafür ein, dass diese moderne Technik zur Parkraumbewirtschaftung bundesweit Beachtung findet. In Rheinland-Pfalz kommt das System als nächstes im Hunsrück zum Einsatz.

„Das ist Zukunftstechnologie aus Rheinland-Pfalz. Kolonnenparken ist im Vergleich zum Parkplatz-Ausbau eine kostengünstige, intelligente und schnell installierte Lösung. Wir haben in Rheinland-Pfalz damit gute Erfahrungen gesammelt. Einem flächendeckenden Einsatz steht nichts entgegen – und das Problem drängt“, hat Verkehrsminister Dr. Volker Wissing bei einem Ortstermin auf der Rastanlage Montabaur gesagt. Der Minister informierte sich über das in Montabaur seit zehn Jahren laufende System zur intelligenten, telematisch gesteuerten Parkplatzbewirtschaftung, entwickelt von Mann Ingenieure.

Bundesweit fehlen bis 2030 nach Berechnungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) über 26.000 Lkw-Parkstände. Überlange Lenkzeiten und nicht eingehaltene Ruhezeiten gefährden die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erheblich. Gerade in den Nachtstunden ballen sich riskant parkende Lastwagen an den Rastanlagen.

„In Montabaur konnte dank der modernen Technik die Zahl der Parkplätze verdoppelt werden. Das System sorgt dafür, dass die vorhandene Fläche optimal genutzt wird“, sagte Wissing. Als nächstes werde das System auf der Tank- und Rastanlage Hunsrück-West an der A 61 zum Einsatz kommen, kündigte der Minister an. In einem nächsten Schritt werde Rheinland-Pfalz den Einsatz von speziell entwickelter Sensorik an Rastanlagen und unbewirtschafteten Parkräumen erproben. Mit dieser Sensorik werde es möglich, Informationen über Parkmöglichkeiten digital an die Lkw-Fahrer auszugeben.

Der intelligente, telematisch gesteuerte Parkplatz ermöglicht Lastwagen, in langen Reihen dicht hintereinander zu parken und damit den vorhandenen Parkraum effizient zu nutzen. In Montabaur wurden die vorhandenen Parkplätze und Fahrgassen in einzelne Reihen umgewandelt, in denen jeweils 3 bis 5 Lkw hintereinander geparkt werden können. Im Einfahrtsbereich wurden ein Terminal und eine Schranke installiert. Bei seiner Ankunft auf dem Parkplatz gibt der Fahrer am Terminal seine gewünschte Abfahrtszeit an. Entsprechend seiner Eingabe wird dem Lkw-Fahrer ein Parkplatz zugewiesen, so dass er genau hinter dem Fahrzeug steht, das vorher losfahren wird. Die Menüführung am Terminal erfolgt in 16 Sprachen. Das System arbeitet vollautomatisch und passt sich selbständig auch an Lastwagen an, die sich nicht in den zugewiesenen Parkstand einreihen.

Trotz des Programms zum bundesweiten Bau von zusätzlichen Lkw-Stellplätzen verschärft sich angesichts des steigenden Güterverkehrs das Problem der überlasteten Tank- und Rastanlagen weiter. Insofern besteht dringender Handlungsbedarf. Mit dem in Rheinland-Pfalz entwickeltem System zum Kolonnenparken kann die Zahl der Stellplätze je nach Rastanlage zwischen 40 und 100 Prozent erhöht werden, ohne dass der Parkraum ausgebaut werden muss.

Kaufwerte für baureifes Land 2016 so hoch wie noch nie

Kaufwerte für baureifes Land 2016 so hoch wie noch nie

Für baureifes Land wurde in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr so viel bezahlt wie noch nie. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lag der Kaufwert bei durchschnittlich 133 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2015 wurden 122 Euro gezahlt, im Jahr 2006 waren es 100 Euro.

Gegenüber dem Jahr 2015 hat die Zahl der Verkäufe als auch die verkaufte Fläche zugenommen. Insgesamt gab es 6.116 Verkaufsfälle (plus 8,3 Prozent), bei denen 4,4 Millionen Quadratmeter baureifes Land den Eigentümer wechselten (plus 5,9 Prozent).

In den kreisfreien Städten liegen die Kaufwerte mit durchschnittlich 345 Euro je Quadratmeter baureifes Land deutlich höher als in den Landkreisen mit 110 Euro. In den Städten reicht die Spanne von 767 Euro in Mainz bis 72 Euro in Pirmasens. In den Kreisen wurden im Rhein-Pfalz-Kreis mit durchschnittlich 293 Euro die höchsten Kaufwerte je Quadratmeter gezahlt, im Landkreis Vulkaneifel mit 31 Euro die niedrigsten.

Neben baureifem Land wurde im vergangenen Jahr auch in geringerem Umfang Industrieland (603 Kauffälle) sowie Rohbauland (229 Kauffälle) veräußert. Die Kaufwerte hierfür lagen mit 50 bzw. 26 Euro je Quadratmeter deutlich unter den Kaufwerten für baureifes Land. Land für Verkehrszwecke wurde für durchschnittlich 66 Euro je Quadratmeter verkauft (10 Kauffälle).

Weitere Informationen (einschließlich detaillierte Daten für kreisfreie Städte und Landkreise) enthält der Statistische Bericht Kaufwerte für Bauland 2016 (Vergleichszahlen im Archiv).

Die Daten stammen aus den Meldungen der Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte bei den Kataster- und Stadtvermessungsämtern. Die Gutachterausschüsse erhalten die Veräußerungsanzeigen von den Notaren. Die Angaben beziehen sich auf verkaufte Grundstücke, deren Größe 100 Quadratmeter und mehr beträgt.

Zum baureifen Land zählen voll erschlossene, unbebaute Grundstücke, bei denen eine Bebauung sofort möglich ist. Rohbauland ist noch nicht ausreichend erschlossen, liegt jedoch in Baugebieten und steht in absehbarer Zeit zur Erschließung und Bebauung an. Industrieland ist in den Bebauungsplänen als reines Industrie- und Gewerbegebiet ausgewiesen. Land für Verkehrszwecke sind unbebaute Grundstücke, die nur für den öffentlichen Verkehr (Autobahnen, Straßen, Wege, Brücken) genutzt werden sollen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Bauhauptgewerbe im Juni 2017: Aufträge höher, Umsätze etwas niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Juni 2017 mehr Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Mai 2017 – kalender- und saisonbereinigt – um 2,8 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich dagegen geringfügig um 0,2 Prozent. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 erhöhte sich das Ordervolumen um 8,6 Prozent, der Umsatz verbesserte sich um 12,1 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Mai 2017 zog die Nachfrage nach Bauleistungen im Tiefbau um 18,3 Prozent an. Im Hochbau gingen die bereinigten Auftragseingänge dagegen um 12,0 Prozent zurück. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf die ungünstige Entwicklung im Wohnungsbau zurückzuführen (minus 14,0 Prozent). In den übrigen Baubereichen lagen die Auftragseingänge höher als im Vormonat. Die höchsten Auftragszuwächse errechnen sich für den Straßenbau (plus 21,4 Prozent). Der gewerbliche Tiefbau sowie der öffentliche Hochbau konnten ebenfalls kräftig zulegen (plus 17,3 bzw. plus 16,1 Prozent). Gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 wurden sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutliche Auftragszuwächse registriert (plus 9,1 bzw. plus 8,0 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Mai 2017 verringerten sich die bereinigten Erlöse im Tiefbau leicht um 0,7 Prozent. Für den Hochbau errechnet sich dagegen ein geringer Zuwachs von 0,4 Prozent. Sinkende Umsätze verzeichneten vor allem der gewerbliche Tiefbau sowie der öffentliche Hochbau (minus 4,7 bzw. minus 4,4 Prozent). Im Straßenbau stiegen die Erlöse am stärksten (plus 2,5 Prozent). Der Wohnungsbau sowie der gewerbliche Hochbau konnten ebenfalls zulegen (plus 1,3 bzw. plus 1,1 Prozent). Gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutlich an (plus 14,9 bzw. plus 9,3 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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