Sonntag, 26. März 2017

Letztes Update:06:22:58 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Lehrstellenmarkt: Erstmals mehr freie Stellen als Bewerber – Beste Karrierechancen mit Ausbildung

Koblenz, 6. Mai 2016: Junge Menschen, die derzeit noch nach einem Ausbildungsplatz suchen, haben gute Chancen: Erstmals seit mindestens 20 Jahren sind in Rheinland-Pfalz aktuell mehr freie Stellen als unversorgte Bewerber gemeldet. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hin. So stehen laut der Statistik der Arbeitsagenturen derzeit 13.037 freie Plätze 12.460 Bewerbern gegenüber. Ähnlich günstig ist die Situation für die suchenden Schulabgänger auch im Bezirk der IHK Koblenz (8727 Stellen gegenüber 8601 Bewerbern, Stand 31.März).

Hier sind im Vergleich zu den Vorjahren zudem bereits ungewöhnliche viele Ausbildungsverträge in trockenen Tüchern (konkret: 2430). Das gilt für nahezu alle Berufe. Bernhard Meiser, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung bei der IHK Koblenz: „Eine wesentliche Ursache dafür sehe ich in der verbreiteten Sorge der Betriebe um die Besetzung ihrer Ausbildungsstellen. Sie entscheiden sich lieber so früh wie möglich, um Interessenten zu binden.“  Das falle vor allem in den ländlichen Regionen auf.

„Es freut uns, dass die Ausbildungssituation derzeit so gut ist “, so Meiser, „denn leider ist es vielfach noch nicht in den Köpfen von Schülern und Eltern angekommen, dass eine Ausbildung heute so gute Karrierechancen bietet wie nie. In Zukunft werden in den Unternehmen angesichts des Fachkräftemangels vor allem beruflich ausgebildete Mitarbeiter gefragt sein.“

Dennoch werde der aktuell durchscheinende, positive Trend bis zum Abschluss des Ausbildungsjahres wohl nicht zu halten sein, schätzt Meiser. „Der Trend zum Studium ist ungebrochen. Daher sind die Zahlen bei den Ausbildungsverträgen zu unserem großen Bedauern seit Jahren rückläufig.“

IHKs schalten „Willkommenshotline“ frei

Alle grundlegenden Informationen rund um das Leben und Arbeiten in Deutschland erhalten Fachkräfte aus dem Ausland von jetzt an unter einer zentralen Rufnummer. Die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Rheinland-Pfalz haben für ihre Welcome Center eine kostenfreie Hotline eingerichtet: 0800-INFOWEC oder 0800-4636932.

 

Dieses Angebot richtet sich ebenso an Unternehmen, die Mitarbeiter aus dem Ausland einstellen und sich hierzu beraten lassen möchten. Wer die Nummer anruft, kann sich mit dem Welcome Center der jeweiligen IHK in Koblenz, Ludwigshafen, Mainz oder Trier verbinden lassen. Anrufer aus dem Festnetz werden direkt zum zuständigen Standort weitergeleitet.

 

„So sind wir noch besser und einfacher erreichbar für Betriebe sowie internationale Fachkräfte“, erklärt Martina Becker, Sprecherin der Welcome Center Rheinland-Pfalz. „Gerne können Sie so auch einen Termin für ein persönliches Gespräch bei uns vereinbaren.“

 

Weitere Informationen zur Einstellung ausländischer Mitarbeiter sowie Orientierung zum Arbeitsmarkt finden sich auf der ebenfalls neu gestalteten, mehrsprachigen Homepage www.welcomecenter.rlp.de. Das Angebot geht auf eine gemeinsame Initiative der IHKs und der Landesregierung Rheinland-Pfalz zurück.

Elektronische Steuererklärung

Elektronische Steuererklärung ist Pflicht für Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte und Selbstständige - auch im Nebenerwerb

Papiererklärung wird nicht mehr anerkannt – Privathaushalte mit Fotovoltaikanlage ebenfalls betroffen

Bereits seit 2011 sind Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte sowie selbstständig Tätige gesetzlich verpflichtet, ihre Steuererklärung elektronisch abzugeben. Auch Privathaushalte mit Fotovoltaik-Anlagen oder Gewinneinkünften aus Nebenerwerb über 410 €, wie z. B. Nebenerwerbswinzer, sind hiervon betroffen.

In Papierform abgegebene Erklärung gilt als nicht abgeben – Verspätungszuschlag möglich

Ab diesem Jahr wird die Finanzverwaltung in diesen Fällen konsequent in Papierform abgegebene Steuererklärungen ablehnen.

Konkret bedeutet dies: Liegt kein Härtefall vor, so wird eine in Papierform abgegebene Erklärung als nicht abgegeben gewertet und es muss mit Verspätungszuschlägen gerechnet werden. Als Härtefall gilt: Die Anschaffung der erforderlichen technischen Ausstattung mit PC und Internetanschluss ist nur mit erheblichem finanziellen Aufwand möglich oder die Kenntnisse und persönlichen Fähigkeiten zum Umgang damit sind nicht oder nur eingeschränkt vorhanden.

Der Verspätungszuschlag kann bis zu 10% der festgesetzten Steuer betragen und wird nach Ablauf der Abgabefrist (31.5. des Folgejahres) erhoben.

HWK-Konjunkturumfrage: Dem regionalen Handwerk geht es gut

Trier. Nach der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Trier fällt die Beurteilung der Geschäftslage in den regionalen Handwerksbetrieben weiter erfreulich aus. 87,9 Prozent (Vorjahreswerte in Klammern: 84,3) der Befragten bewerten die aktuelle Geschäftslage positiv, 90,8 Prozent erwarten auch für das kommende Quartal eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Insgesamt ergibt sich daraus ein Geschäftsklimaindex von 89,4 Punkten (2015: 86,1) für die Region Trier.

Die einzelnen Branchen beurteilen die aktuelle Geschäftslage sehr unterschiedlich. Die positivsten Werte liefern das Gesundheitsbewerbe, wie Augenoptiker oder Zahntechniker, und das Nahrungsmittelgewerbe, wie Konditoren, Bäcker und Fleischer. Hier melden alle Befragten eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Die Kfz-Betriebe stabilisieren sich weiter. Stark gestiegene 93,3 Prozent (2015: 68,2) vermelden hier eine zumindest zufriedenstellende Geschäftslage. Auch das Ausbaugewerbe, wie Tischler, Elektrotechniker und Heizungsbauer, zeigt sich mit 91,9 Prozent (2015: 82,2) zufrieden. Im Baugewerbe beurteilen 86,5 Prozent (2015: 79,3) der befragten Betriebe ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend.

Der Bereich der personenbezogenen Dienstleistungsbetriebe wie Friseure, Fotografen und Kosmetiker liegt aktuell mit 81,3 Prozent (2015: 75,9) zufriedenstellender Geschäftslagebeurteilung weiter auf hohem Niveau. Die schlechteste Stimmungslage gibt es im Bereich der Handwerke für den gewerblichen Bedarf wie Metallbauer, Feinwerkmechaniker oder Elektromaschinenbauer. Hier melden stark von den Vorjahreszahlen abweichende 77,4 Prozent (2015: 100) der Betriebe eine zumindest zufriedenstellende Lage.

Weiterlesen...

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL