Donnerstag, 25. Mai 2017

Letztes Update:05:16:58 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Insolvenzen

Fast ein Viertel weniger Unternehmensinsolvenzen
Auch Verbraucherinsolvenzen gehen weiter zurück

Im ersten Quartal 2016 stellten weniger rheinland-pfälzische Unternehmen einen Insolvenzantrag als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres 2015 um 22,6 Prozent auf 178 zurück. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sank weiter und lag mit 798 Fällen um 6,3 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2015.

Unternehmensinsolvenzen

Von den Unternehmensinsolvenzen waren 1145 Beschäftigte betroffen, das waren 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit 91 Millionen Euro verringerte sich die Summe der geltend gemachten Gläubigerforderungen um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Damit war jedes insolvente Unternehmen durchschnittlich mit 516.478 Euro verschuldet (Januar bis März 2015: 518.861 Euro).

Die meisten Insolvenzanträge (35) betrafen den Bereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“, gefolgt von Unternehmen aus dem Baugewerbe mit 33 Fällen. Im Wirtschaftsbereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ wurden 22 Insolvenzverfahren beantragt, im Gastgewerbe 19.

Die Insolvenzhäufigkeit war in der kreisfreien Stadt Kaiserslautern mit 4,1 Unternehmensinsolvenzen je 1.000 wirtschaftlich aktive Unternehmen am höchsten. Unter den Landkreisen ergab sich für den Rhein-Lahn-Kreis mit 1,8 Insolvenzen der höchste Wert. Die niedrigste Insolvenzhäufigkeit wurde für die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße mit 0,4 sowie bei den Landkreisen Alzey-Worms und Bad Dürkheim mit einem Wert von jeweils 0,2 ermittelt.

Verbraucherinsolvenzen

Die Summe der voraussichtlichen Forderungen bei den Verbraucherinsolvenzen belief sich auf 37,2 Millionen Euro. Die durchschnittliche Verschuldung insolventer Verbraucher lag damit bei 46.570 Euro (2015: 63.373 Euro).

Mit sieben Fällen je 10.000 Einwohner gab es im ersten Quartal 2016 in der kreisfreien Stadt Pirmasens die meisten Verbraucherinsolvenzen. Unter den Landkreisen wies der Kreis Kusel den höchsten Wert auf (3,8). Der niedrigste Wert ergab sich bei den kreisfreien Städten in Neustadt an der Weinstraße (0,6) sowie im Rhein-Pfalz-Kreis mit 0,5 Verbraucherinsolvenzen je 10.000 Einwohner.

Die monatliche Insolvenzstatistik gibt Auskunft über das Insolvenzgeschehen und ist damit ein wichtiger konjunktureller Spätindikator. Erhebungsbasis sind die Meldungen der Amtsgerichte über die von ihnen bearbeiteten Verfahren.

Autor: Lutz Zaun (Sachgebiet Bautätigkeiten, Insolvenzen, Gewerbeanzeigen, Verkehr)

Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz (SBK) informiert:

Kammer gratuliert neu bestellten Steuerberatern aus Koblenz

Bei einem Festakt im Wasems Kloster Engelthal in Ingelheim ehrte die Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz (SBK) 58 neu bestellte Steuerberater, darunter auch Niko Hümmer aus Koblenz sowie Rafael Bialas, der zwar in Johannesberg wohnt, aber in Koblenz arbeitet. In seiner Ansprache an die neuen Kollegen sagte SBK-Präsident Edgar Wilk: „Mit Stolz können Sie nun auf das Geleistete zurückblicken, auf die Jahre des Lernens, Ihre ersten Berufserfahrungen und die zahlreichen Prüfungen, die Sie auf dem Weg zum Steuerberater bestanden haben.“ Nur wer mit voller Konzentration und Leidenschaft für das Steuerfach bei der Sache sei, könne diese Hürde meistern.

Zudem erklärte Wilk, welche Fähigkeiten einen Steuerberater heutzutage ausmachen: „Neben einer selbstständigen Arbeitsweise sind sowohl ein hohes Maß an Pflichtgefühl als auch Diskretion wichtige Eigenschaften, die unseren Berufsstand auszeichnen. Allerdings spielt auch der Wille, sich weiter entwickeln zu wollen, eine wichtige Rolle.“ Eine regelmäßige Fortbildung sei aufgrund der sich stetig ändernden Steuergesetze unerlässlich, so der Präsident weiter. „Nur durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen können wir den Mandanten eine optimale Beratung gewährleisten.“

Weiterlesen...

Handwerksbetriebe: „Bauferien“ in Luxemburg beachten!

Viele Handwerksbetriebe aus dem Baubereich, die Aufträge in Luxemburg abwickeln, müssen den Kollektivurlaub (congé collectif) im Großherzogtum einhalten und die Arbeiten in diesem Zeitraum ruhen lassen. Darauf weist die Handwerkskammer (HWK) Trier hin.

Folgende Gewerke sind betroffen: Hoch- und Tiefbau (29.7. - 21.8.), Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk (1.8. - 21.8.) sowie Gipser- und Fassadenarbeiten (30.7. - 23.8.). Ausnahmeregelungen sind in Einzelfällen möglich. Anträge hierfür müssen spätestens bis zum 29. Juni schriftlich an die Gewerbeaufsicht Luxemburg (ITM) gerichtet werden. Der Antrag muss Angaben über die Anzahl der betroffenen Arbeiter, über die Baustelle sowie über Anfang und Dauer der  auszuführenden Arbeiten enthalten.

Ausführliche Informationen zum Kollektivurlaub sowie das Antragsformular für Ausnahmegenehmigungen gibt es auf der Internetseite der Gewerbeaufsicht Luxemburg unter www.itm.lu oder bei der Handwerkskammer: Michèle Schneider, Tel. 0651/207-107, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

IHK Trier feiert Weinjubiläum

40 Jahre Weinausschuss - Einziges Gremium dieser Art deutschlandweit

Weingüter, Kellereien, Genossenschaften und Kommissionäre aus den Regionen Koblenz, Trier und Wiesbaden, Rheinhessen und der Pfalz an einen Tisch zu bringen: Das schafft allein der Weinausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier. Sein 40-jähriges Bestehen wird am Freitag, 1. Juli 2016, mit einem Wirtschaftsforum zum Thema „Wein im Spannungsfeld zwischen Natur, Recht und Markt“ gefeiert.

Seit 1976 tritt das Gremium für die Interessen der gewerblichen Weinwirtschaft ein, also der Weinvermarkter – gegen überhandnehmende Reglementierungen und für eine Liberalisierung des Markts, so dass der Handel auch weltweit möglichst unkompliziert und erfolgreich umzusetzen ist. „Die Anliegen des Ausschusses sind heute aktueller denn je, nur pflegen wir heute deutlich stärker die Kontakte nach Brüssel“, erklärt IHK-Geschäftsführer Albrecht Ehses mit Blick auf die Verlagerungen vieler Entscheidungen auf die EU-Ebene.

Vor allem das Weinbezeichnungsrecht und die Vorgaben für die Etiketten von Weinflaschen geben immer wieder Anlass zu Debatten. Hier hatte sich der Weinausschuss zum Beispiel für den Übergang vom Verbots- (alles, was nicht erlaubt ist, ist verboten) zum Missbrauchsprinzip eingesetzt, dank dem nur noch für Kunden missverständliche Formulierungen ausgeschlossen sind. Dem ist unter anderem die Verwendung des Begriffs „feinherb“ zu verdanken. Die Themenpalette in den vergangenen Jahrzehnten reichte von den Rechtsvorschriften für den Hektarertrag über die Kennzeichnung allergener Stoffe bis hin zur Absatzförderung.

Bundesweit ist der IHK-Weinausschuss der einzige seiner Art und damit ein versierter Ansprechpartner für die Weinwirtschaftspolitik in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Bund. „Dank des ehrenamtlichen Engagements unserer Mitglieder sind wir inzwischen das Kompetenzzentrum und Sprachrohr der gewerblichen Weinwirtschaft auf Bundesebene“, sagt Ehses stolz.

Das Wirtschaftsforum zum Jubiläum beginnt am 1. Juli um 10:00 Uhr im IHK-Tagungszentrum in Trier. Der Ausschussvorsitzende Dirk Richter lässt die 40 Jahre Revue passieren, bevor Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, zu den Gästen spricht. Für Volker Wissing, neu gewählter Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz, soll es der erste Auftritt vor der Weinbranche werden.

Der Vortrag von Jens Schaps, Abteilungsleiter der Generaldirektion Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung der EU-Kommission, widmet sich dem Wein in der gemeinsamen Agrarmarktordnung. Die anschließenden Fachvorträge und -diskussionen drehen sich unter anderem um die Folgen des Klimawandels, önologische Verfahren und die Perspektiven des deutschen Weinmarkts.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessenten. Anmeldung: IHK Trier, Mona Krawczyk, Telefon (06 51) 97 77-2 02, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

„Wir vermitteln Studierende in die Berufspraxis“

Direkt aus dem Studium in die berufliche Karriere durchstarten? Die Karrieremesse meet an der Universität Trier macht es ihren Studierenden möglich. 37 Aussteller – von Unternehmen über Verbände bis zu universitären Einrichtungen – präsentierten sich am 2. Juni in der neunten Auflage des etablierten Formats.

Laura Köhler studiert im Masterstudiengang Demokratische Politik und Kommunikation. Sie hat sich im Vorfeld der meet Unternehmen herausgesucht und Bewerbungen für Praktika geschrieben: „Ich suche den persönlichen Kontakt zu Unternehmen. Ich möchte herausfinden, welche Unternehmen mein Ausbildungsprofil suchen.“ Mit einer Liste, ihren Bewerbungsunterlagen und Werbegeschenken der Aussteller unter dem Arm läuft sie von Stand zu Stand.

Die Studentin hat die Wahl zwischen 22 Unternehmen aus der Region, dem In- und Ausland. Stark vertreten ist Luxemburg mit 14 Unternehmen. Als nächstes besucht Laura Köhler den Messestand der Bitburger Braugruppe. Der Manager für Human Resources, Patrick Lenz, wartet mit seinem Team auf Studierende, wie sie. Er verrät, dass die Bitburger Braugruppe als Familienunternehmen besonders viel Wert auf die regionale Verbundenheit der Mitarbeiter mit der Eifel legt und gut ausgeprägte soziale Kompetenzen schätzt. Die Nachwuchskräfte rekrutieren sie meistens aus ihren Praktikanten.

Neben den Unternehmensständen kann man auf der meet auch Workshops besuchen und lernen, wie man Bewerbungen erstellt, sich selbst präsentiert oder Gespräche führt. Die neu gewonnenen Qualifikationen kann man auf dem „Messe-Parkett“ direkt dem Praxistest unterziehen.

Weiterlesen...

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL