Donnerstag, 23. November 2017

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Kräftiger Anstieg der Industrieproduktion im August

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im August 2017 kräftig gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, um 7,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats.

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen gab es deutliche Produktionssteigerungen. In der Investitionsgüterindustrie war der Güterausstoß im August um 10,5 Prozent höher als im Juli. In der Konsumgüterindustrie lag der Zuwachs bei 19,1 Prozent. Der Output der Vorleistungsgüterindustrie blieb gegenüber dem Vormonat unverändert.

In den umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes verlief die Entwicklung unterschiedlich. Die Chemiebranche, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und in Rheinland-Pfalz die umsatzstärkste Industriebranche ist, drosselte ihre Produktion im August um 3,3 Prozent. Der Fahrzeugbau und der Maschinenbau, die gemessen am Umsatz an zweiter und dritter Stelle stehen und zur Investitionsgüterindustrie gehören, steigerten ihren Güterausstoß hingegen deutlich (plus 10,6 bzw. plus 10,7 Prozent).

Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die bereinigte Industrieproduktion deutlich zu (plus 13,9 Prozent). Der Output war in allen drei Hauptgruppen höher als im August 2016. Einen kräftigen Anstieg um 31,4 Prozent gab es in der Konsumgüterindustrie, der durch die dynamische Entwicklung in einem Teilbereich zu erklären ist. Aber auch in der Investitionsgüterproduktion fiel der Zuwachs zweistellig aus (plus 13,9 Prozent). Die Hersteller von Vorleistungsgütern steigerten ihren Güterausstoß um 6,7 Prozent.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

'Welttag für menschenwürdige Arbeit' am 7. Oktober

Menschenwürdige Arbeit ist ein universelles Menschenrecht

Kirchen und Gewerkschaften fordern konkrete Zusagen im Koalitionsvertrag

Berlin/ Köln/ Aachen/ Essen/ Bonn. 5.10.2017. Moderne Sklaverei in der Textilproduktion Aachen/ Bonn/ Köln/ Berlin 5.10.2017. Anlässlich des Welttags für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober fordern der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Misereor, die Deutsche Kommission Justitia et Pax, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands, das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat und Kolping International die künftigen Regierungsparteien auf, im Koalitionsvertrag konkrete Schritte zur Sicherung der Menschenwürde in der Wirtschaft hierzulande und weltweit zu vereinbaren. Soziale Rechte müssten Priorität haben und dürften von der künftigen Regierung nicht in Frage gestellt werden.

Moderne Sklaverei in der Textilproduktion und Bananenplantagen sowie die Zerstörung von Umwelt und Lebensgrundlagen beim Rohstoffabbau prägen immer noch den Alltag in der globalen Wirtschaft. Jeden Tag verunglücken 6.400 Arbeiter und Arbeiterinneninnen tödlich, weil Unternehmen keinen angemessenen Schutz gewährleisten. Die Anzahl „moderner Sklaven“ wird weltweit auf 46 Millionen geschätzt. Auch in Deutschland sind ausbeuterische Arbeitsverhältnisse immer noch häufig anzutreffen.

Ende vergangenen Jahres hatte die Bundesregierung deutsche Unternehmen in einem Nationalen Aktionsplan aufgefordert, auch in ihren globalen Wertschöpfungsketten die Menschenrechte zu achten und spätestens bis 2020 ihre „Sorgfaltspflichten“ umzusetzen. „Die Achtung der Menschenrechte ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass auch die Armen von wirtschaftlicher Entwicklung profitieren können“, erklärt der für Misereor zuständige Erzbischof Stephan Burger. „Die Regierungspartner sollten eine ambitionierte Umsetzung des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte im Koalitionsvertrag vereinbaren. Wenn die Unternehmen die internationalen Standards bis 2020 nicht erfüllen, brauchen wir dringend eine gesetzliche Regelung, wie sie im Aktionsplan erwogen wird“, so Erzbischof Burger.

Die Gewerkschaften und Kirchen fordern die künftige Bundesregierung auf, auch in Deutschland ausbeuterische Arbeitsbedingungen konsequent zu bekämpfen. „Menschen-unwürdige Arbeitsbedingungen sind nicht hinnehmbar, sei es bei Wanderarbeitnehmern auf Baustellen oder in der Fleischindustrie“, sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. „Die Handlungsmöglichkeiten für Gewerkschaften müssen gestärkt werden und bei grenzüberschreitenden Arbeiten dürfen keine rechtsfreien Räume entstehen. Zur konkreten Durchsetzung der Rechte bedarf es wirkungsvoller Arbeitsinspektionen in allen Ländern“, so Hoffmann. Dadurch werde einer Zersplitterung der Überwachungs- und Kontrollbehörden entgegengewirkt. Zudem müsse ein Verbandsklagerecht im Arbeitsrecht eingeführt werden. Die kollektive Interessenvertretung schütze die Akteure und erleichtere die Durchsetzbarkeit ihrer Ansprüche.

Industrie im August 2017:

Rückgang der Auftragseingänge gegenüber dem Vormonat

Im August 2017 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 1,3 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

Während das Ordervolumen aus dem Inland um 3,6 Prozent zulegte, gingen die Bestellungen aus dem Ausland um 3,9 Prozent zurück.

In der Vorleistungsgüterindustrie stiegen die bereinigten Auftragseingänge im August um vier Prozent. In den beiden anderen industriellen Hauptgruppen fiel das Ordervolumen hingegen niedriger aus als im Vormonat. Die Nachfrage nach Investitionsgütern schrumpfte um 2,9 Prozent. In der Konsumgüterindustrie waren die Bestellungen um 11,2 Prozent geringer als im Juli.

Von den drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes konnte nur die Chemieindustrie im August einen Anstieg der bereinigten Auftragseingänge verbuchen: In der größten Branche des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich das Ordervolumen um 3,2 Prozent. In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die gemessen am Umsatz unter den Industriebranchen an zweiter Stelle steht, verringerten sich die Bestellungen hingegen um 1,8 Prozent. Im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, gingen ebenfalls weniger Aufträge ein als im Vormonat (minus 4,5 Prozent).

Trotz der kurzfristigen Rückgänge gegenüber dem Vormonat in einigen Teilbereichen der Industrie ist die Nachfrage weiterhin vergleichsweise hoch: Die bereinigten Auftragseingänge lagen im August deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats (plus 9,5 Prozent). In- und Auslandsgeschäft liefen wesentlich besser als ein Jahr zuvor (plus 9,7 bzw. plus 9,6 Prozent). In allen drei industriellen Hauptgruppen gingen mehr Bestellungen ein als im August 2016. In der Vorleistungsgüterindustrie und in der Konsumgüterindustrie waren die Zuwachsraten zweistellig (plus 15,4 bzw. plus 12,8 Prozent). Die Nachfrage nach Investitionsgütern war um 2,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Große Unterschiede bei der Anzahl der Minijobber in den Bundesländern

Sowohl im gewerblichen Bereich, als auch in Privathaushalten gibt es die meisten Minijobber in NRW. Im gewerblichen Bereich sind es rund 1,60 Millionen und in Privathaushalten rund 82.000. Das hat jetzt eine Sonderauswertung im Rahmen des aktuellen Quartalsberichts 2017 der Essener Minijob-Zentrale ergeben. Die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg folgen auf den Plätzen zwei und drei. Das Schlusslicht mit den wenigsten Minijobbern bildet Bremen.

Setzt man die Zahl der Minijobber in Relation zu der Zahl der Einwohner im jeweiligen Bundesland, liegt allerdings Süddeutschland vorne:

In Baden-Württemberg haben 9,68 Prozent der Einwohner einen Minijobber im gewerblichen Bereich. In Bayern sind es 9,30 Prozent. Bremen mit 9,28 Prozent und NRW mit rund 9 Prozent Minijobbern liegen knapp dahinter. Schlusslicht: Sachsen-Anhalt. Hier haben nur 4,20 Prozent der Einwohner einen Minijob im gewerblichen Bereich

Bei Minijobbern in Privathaushalten liegt Rheinland-Pfalz vorne. Hier gehen 0,50 Prozent der Einwohner einer haushaltsnahen Tätigkeit im Minijob-Verhältnis nach. Es folgt NRW mit 0,46 Prozent. In Thüringen hingegen haben lediglich 0,13 Prozent der Einwohner einen Minijob im Privathaushalt.

Insgesamt betrachtet ist die Zahl der gewerblichen Minijobber in Deutschland im zweiten Quartal 2017 nahezu unverändert. Zum Stichtag 30. Juni 2017 waren 6.725.031 Personen bei der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) angemeldet. Das sind knapp 20.000 Minijobber bzw. 0,30 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der angemeldeten Minijobber in Privathaushalten ist seit Juni 2016 um 1,50 Prozent gestiegen. Sie liegt jetzt bei 308.611 Personen. Der Anstieg der Minijobber in Privathaushalten ist kein realer Anstieg an Beschäftigten sondern das Rauslösen von Jobs aus der Schwarzarbeit.

Der vollständige Quartalsbericht steht unter http://www.minijob-zentrale.de/quartalsbericht zum Download bereit.

Infoveranstaltung: Arbeitswelt 4.0 = Vereinbarkeit 4.0?

Digitalisierung hilfreich für die Familien-Job-Balance
Freitag, 27. Oktober 2017
08:30 – 10:00 Uhr
IHK Koblenz, Schlossstraße 2, 56068 Koblenz

Home Office und mobile Arbeitsmodelle ermöglichen mehr Zeit für die Familie und eine partnerschaftliche Aufgabenverteilung in Familie und Beruf. Durch mobiles Arbeiten können laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums bis zu 4,4 Stunden Zeit eingespart werden. Wie Beschäftigte und Unternehmen von der Digitalisierung der Arbeitswelt gleichermaßen profitieren können und welche neuen Chancen für die Rekrutierung von Fachkräften daraus erwachen, stellt Kirsten Frohnert, Projektleiterin des Unternehmensnetzwerks „Erfolgsfaktor Familie“, beim Freitags- Frühstück der IHK Koblenz, am 27. Oktober 2017, von 08:30 – 10 Uhr, in den Räumen der IHK (Schlossstraße 2, Koblenz) vor. Weitere Informationen und ein Anmeldeformular stehen auf www.ihk-koblenz.de unter der Nummer 3808376 bereit.

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