Donnerstag, 27. Juli 2017

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Förderpreis der WGZ BANK Stiftung geht an Koblenzer EGON eSG

(Koblenz/Düsseldorf, 30.05.2017). Unter dem Motto „Erfolgreich durch Wissen – Chancen ergreifen“ hat die WGZ BANK Stiftung zum siebten Mal ihren Förderpreis verliehen. Die Projekte der Preisträger kamen aus dem Rheinland und Westfalen und wurden von Volksbanken und Raiffeisenbanken vorgeschlagen.

Das Eichendorff-Gymnasium Koblenz wurde für das Projekt „EGON eSG - ökologisch, nachhaltig, gut!“ mit dem dritten Preis ausgezeichnet, der mit 2.500 Euro dotiert ist. Vorgeschlagen wurde es von der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG. Die Schülergenossenschaft EGON eSG (eingetragene Schülergenossenschaft) bietet nachhaltigen und ökologischen Schulbedarf an. In einem selbst gebauten Kiosk werden u.a. Starterpakete für Fünftklässler mit Schulmaterial, Geodreiecke aus Bio-Kunststoff, Kugelschreiber aus Altpapier oder Textmarker auf Wasserbasis mit nachfüllbarer Farbe verkauft. Einen Teil ihres ersten erwirtschafteten Gewinns spendeten die Schüler an ein örtliches Kinderheim und an eine Partnerschule in Nicaragua. Zudem geben sie ihr Wissen über Schülergenossenschaften auf verschiedenen Veranstaltungen aktiv weiter.

EGON eSG wurde im Mai 2015 gegründet und zählte zum Zeitpunkt der Bewerbung 190 Mitglieder. Die Schüler lernen dort wirtschaftliche Zusammenhänge kennen und erwerben Schlüsselqualifikationen wie Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Zudem wird auf nachhaltiges Wirtschaften großen Wert gelegt.

EGON teilt sich den dritten Platz mit der Universität Duisburg-Essen für ihr Projekt „losleger – der Profilcheck für unternehmerisches Talent“. Schüler der Sekundarstufe II durchlaufen eine Woche lang ein AssesmentCenter und lernen dabei unternehmerisches Denken und Handeln. Eingereicht wurde dieses Projekt von der Geno Bank Essen eG.

Die Initiative „Makerspace“ der Freie Aktive Schulen Wülfrath wurde von der GLS Bank eG vorgeschlagen und mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. In der Gesamtschule wurde ein Werk- und Technikraum 2.0 geschaffen. Auf rund 150 qm befinden sich eine Werkstatt, ein Labor, ein Lager und eine Maschinenraum. Schülern soll so Zugang zu klassischen Handwerkstechniken wie auch zu modernsten Produktionstechnologien verschafft werden.

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Teuerungsrate im Mai bei 1,5 Prozent

Die Teuerungsrate ist im Mai 2017 gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im April hatte die Inflationsrate noch bei plus 1,9 Prozent gelegen.

Ein Grund für den Rückgang der Teuerungsrate ist die Entwicklung der Energiepreise: In diesem Frühjahr ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr mit außergewöhnlich niedrigen Energiepreisen noch größere Preisdifferenzen (statistischer Basiseffekt). Infolge des weiteren Anstiegs der Energiepreise nehmen diese Preisdifferenzen zum aktuellen Monat weiter ab. Die Energiepreise lagen im Mai 2017 nur noch um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf Preissteigerungen bei den Mineralölprodukten zurückzuführen; sie legten um 5,4 Prozent zu (Heizöl: plus 10,6 Prozent; Kraftstoffe: plus 4,1 Prozent). Gas sowie die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme waren hingegen billiger als vor einem Jahr (minus 0,7 bzw. minus 1,7 Prozent). Die Strompreise blieben fast unverändert (plus 0,2 Prozent).

Kräftige Preiserhöhungen waren bei den Nahrungsmitteln zu verzeichnen (plus 3,5 Prozent). Dazu trugen aufgrund ihrer hohen Verbrauchsbedeutung insbesondere Molkereiprodukte und Eier bei, deren Preise um 11,6 Prozent stiegen. So verteuerte sich frische Milch um 24,3 und H-Milch um 26,6 Prozent. Speisefette und -öle waren ebenfalls wesentlich teurer als im Mai 2016 (plus 23,5 Prozent); insbesondere für Butter mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich mehr bezahlen (plus 51,6 Prozent). Die Gemüsepreise lagen hingegen unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 0,9 Prozent). Unter anderem sanken die Preise für Gurken, Salat und Paprika mit zweistelliger Rate.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, ging im Mai 2017 auf plus 1,1 Prozent zurück; im April hatte sie bei plus 1,4 Prozent gelegen.

Durch den kräftigen Anstieg der Nahrungsmittelpreise wies die Hauptgruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ unter den zwölf Hauptgruppen die höchste Teuerungsrate auf (plus 3,2 Prozent). Es folgten die Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen mit plus 2,8 Prozent. An dritter Stelle stand der Verkehrsbereich (plus 2,3 Prozent). Preisrückgänge waren in zwei Hauptgruppen zu verzeichnen (Nachrichtenübermittlung: minus 0,6 Prozent; Möbel, Leuchten, Geräte u. a. Haushaltszubehör: minus 0,2 Prozent).

Veränderungen gegenüber April 2017

Der Verbraucherpreisindex lag im Mai 2017 um 0,1 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Den stärksten Preisrückgang gab es in der Hauptgruppe „Verkehr“ (minus 0,6 Prozent). Ein Grund dafür sind die Kraftstoffpreise, die um 2,7 Prozent niedriger waren als im April. Tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke; die Preise waren in dieser Hauptgruppe um 0,8 Prozent höher als im April. Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen verteuerten sich um 0,3 Prozent.

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.

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Arbeitsschutz

Bätzing-Lichtenthäler: Arbeitsfreien Sonntag schützen!

Mit einer klaren Absage an die von Teilen des deutschen Handels gestartete Kampagne für mehr verkaufsoffene Sonntage, äußerte sich die rheinland-pfälzische Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler: „Ich habe den Eindruck, dass mit durchschaubaren Argumenten ein scheinbares Bedürfnis konstruiert wird. Für mich stellt sich die derzeit losgetretene Kampagne so dar, dass sie rein von wirtschaftlichen Interessen gelenkt ist.“

Bätzing-Lichtenthäler: „Ich halte an der bestehenden Regelung zu den Ausnahmen für verkaufsoffene Sonntage fest. Der Schutz des arbeitsfreien Sonntags ist ein gesamtgesellschaftlich errungenes Gut. Höchste deutsche Gerichte bestätigen den Schutz von Feiertagen und Sonntagen als Zeiten der Arbeitsruhe. Es ist erstaunlich, wie leichtfertig hier von Einigen darüber weggegangen wird.“

In Rheinland-Pfalz besteht die allgemeine Möglichkeit der Zulassung von bis zu höchstens vier verkaufsoffenen Sonntagen pro Gemeinde in einem Kalenderjahr als allgemeine Ausnahme von den Ladenschlusszeiten gemäß § 10 Ladenöffnungsgesetz Rheinland-Pfalz.

„Einige scheinen nur allzu bereit, hier die Axt anzulegen und vergessen dabei, dass es vornehmlich um den Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geht. Die wirtschaftlichen Interessen von Wenigen müssen da enden, wo zwingende Arbeitsschutzvorschriften greifen. Dies ist bei dem Ansinnen, den Feiertags- und Sonntagschutz weiter auszuhöhlen, der Fall. Einer solchen Forderung erteile ich eine klare Absage“, betonte Bätzing-Lichtenthäler.

Mehr Schlachtungen von Importschweinen und Kühen

An den Schlachtstätten in Rheinland-Pfalz wurde die Schweinefleischproduktion 2016 ausschließlich durch vermehrte Schlachtungen von Schweinen, die aus dem Ausland importiert wurden (plus 80 Prozent), auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Sie hatten nach Angaben des Statistischen Landesamtes einen Anteil von 35 Prozent an den Schweineschlachtungen.

Insgesamt wurden 1,2 Millionen Schweine (plus 0,2 Prozent) und rund 79.000 Rinder (minus 0,9 Prozent) geschlachtet. Das waren 2,1 Prozent der bundesweit 63 Millionen getöteten Schweine- und Rinder.

Von der Gesamtschlachtmenge von 138.500 Tonnen entfielen 83 Prozent auf Schweine. Die Schlachtmenge der Schweine lag 0,8 Prozent über dem Vorjahr; bei Rindern war sie 2,0 Prozent kleiner als 2015.

Hintergrund für die Abnahme des Schlachtaufkommens bei Rindern sind zehn Prozent weniger Schlachtungen von Mastbullen. Die Zahl der getöteten Kühe und zuchtreifen weiblichen Rinder übertraf 2016 dagegen den Vorjahreswert um 3,7 Prozent. Sehr niedrige Milchpreise haben in den zurückliegenden Jahren zu einem Abbau der Kuhbestände geführt. Dies bedeutete für Milchkühe und für Rinder, die für Milcherzeugung vorgesehen waren, die vorzeitige Schlachtung.

Hausschlachtungen sind bei allen Tierarten rückläufig. Einen erwähnenswerten Anteil hatten sie 2016 nur bei Ziegen (6,9 Prozent) und Schafen (5,5 Prozent). Der rheinland-pfälzische Anteil der in Deutschland geschlachteten Tiere beträgt bei Schafen 1,8 Prozent, bei Ziegen 2,8 Prozent. Bei den Schafschlachtungen handelt es sich zu 91 Prozent um Lämmer. Die Zahl der Schlachtungen hat gegenüber 2015 bei Schafen um 5,6 Prozent auf rund 20.000 Tiere und bei Ziegen um 12,3 Prozent auf 648 Tiere abgenommen.

Anders als in Deutschland insgesamt übertraf in Rheinland-Pfalz die Zahl der geschlachteten und für den menschlichen Verzehr als tauglich frei gegebenen Pferde in den vergangenen Jahren regelmäßig die Schlachtungen des Jahres 2010; im Jahr 2016 lagen sie 11 Prozent höher als 2015. Mit 838 Tieren, die fast ausnahmslos inländischer Herkunft waren, wurden zehn Prozent der in Deutschland geschlachteten Pferde in Rheinland-Pfalz getötet.

Geflügelschlachtungen werden nicht wie die Schlachtungen von Großtieren über die Schlachttier- und Fleischbeschau ermittelt, sondern direkt bei Geflügelschlachtern erhoben. In Rheinland-Pfalz gibt es sechs von bundesweit 229 Betrieben. Sie schlachten nur 41.000 der 6,9 Milliarden Tiere, die in Deutschland 2016 getötet wurden.

Die Schlachtungsstatistik basiert auf den monatlichen Meldungen der amtlichen Veterinäre über die beschauten Schlachtungen. Der Erhebungsbereich umfasst alle durchgeführten Schlachttier- und Fleischuntersuchungen. Die für den menschlichen Verzehr als untauglich beurteilten Tiere werden in der Statistik nicht berücksichtigt.

Die Schlachtungen von Geflügel werden bei Betrieben, die nach dem EG-Hygienerecht für Geflügelschlachtungen zugelassen sind, erhoben. Unternehmen mit Betrieben in mehreren Bundesländern haben für jedes Land, in dem sie einen Betrieb haben, gesondert zu melden. Die Ergebnisse der Erhebung werden vom Statistischen Bundesamt für das Bundesgebiet und nach Bundesländern veröffentlicht, soweit dies mit den Geheimhaltungsvorschriften vereinbar ist.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Auswertungen, Analysen A4)

Im ersten Quartal mehr Aufträge und höherer Umsatz im Bauhauptgewerbe

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im März 2017 mehr Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Februar 2017 – kalender- und saisonbereinigt – um 2,6 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich um 1,6 Prozent. Gegenüber dem ersten Quartal 2016 zog das Ordervolumen um 25,5 Prozent an, der Umsatz stieg um 4,0 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Februar 2017 erhöhte sich die Nachfrage nach Bauleistungen im Tiefbau um 4,3 Prozent. Im Hochbau blieben die bereinigten Auftragseingänge dagegen um 8,7 Prozent hinter dem Vormonatsergebnis zurück. Im öffentlichen sowie im gewerblichen Tiefbau erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge (plus 6,7 bzw. plus 4,5 Prozent). Deutliche Auftragseinbußen errechneten sich dagegen für den Wohnungsbau sowie den öffentlichen Hochbau (minus 10,7 bzw. minus 8,9 Prozent). Gegenüber dem ersten Quartal 2016 wurden sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau kräftige Auftragszuwächse registriert (plus 26,3 bzw. plus 23,1 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Februar 2017 erhöhten sich die bereinigten Erlöse im Tiefbau um 3,5 Prozent. Für den Hochbau errechnete sich dagegen ein leichter Rückgang um 0,2 Prozent. Am stärksten legte der öffentliche Tiefbau zu (plus 10,2 Prozent). Der Wohnungsbau erzielte einen Zuwachs von 4,6 Prozent. Dagegen blieben der öffentliche sowie der gewerbliche Hochbau hinter dem Umsatz des Vormonats zurück (minus 3,2 bzw. minus 2,6 Prozent). Gegenüber dem ersten Quartal 2016 stiegen die baugewerblichen Umsätze im Hochbau sowie im Tiefbau um jeweils 4,0 Prozent.

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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