Sonntag, 26. März 2017

Letztes Update:06:22:58 PM GMT

region-rhein.de

RSS

NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge

Über 20 regionale Unternehmen profitieren vom Erfahrungsaustausch

Koblenz, 7. Februar 2017: Über 20 Unternehmen aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz haben sich in den letzten Monaten dem bundesweiten NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge angeschlossen. Sie profitieren seither vom wechselseitigen Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen beim Umgang mit der betrieblichen Eingliederung von Geflüchteten. Das Netzwerk wurde im März des letzten Jahres auf Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) gegründet. Die IHK Koblenz hatte mit einer Werbeaktion die Betriebe auf die Arbeit des Netzwerks aufmerksam gemacht.

„Uns war es wichtig, noch einmal gezielt für das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge zu werben“, sagt Dr. Holger Bentz, Flüchtlingskoordinator der IHK Koblenz, „einerseits unterstreichen die Mitglieder, dass sie den geflüchteten Menschen offen gegenüberstehen, andererseits erhalten Sie – kostenfrei – viele interessante und aktuelle Informationen.“

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge wird vom Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) unterstützt und vernetzt aktuell bundesweit knapp 1200 Unternehmen miteinander. Es soll insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei der Integration von Geflüchteten unterstützen und bietet neben dem Erfahrungsaustausch kostenlose Informationen und Best Practice Beispiele. Fünf im Netzwerk organisierte Unternehmen wurden jüngst mit dem CSR-Sonderpreis „Betriebliche Integration geflüchteter Menschen in kleinen und mittelständischen Unternehmen“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Netzwerk unter www.nuif.de

Konjunktur aktuell; Industrie

Industrieproduktion im Dezember 2016: Anstieg gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im Dezember 2016 kräftig gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, um vier Prozent über dem Niveau des Vormonats. Gegenüber Dezember 2015 ergab sich ein Zuwachs von 0,9 Prozent.

In den drei umsatzstärksten Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes entwickelte sich die bereinigte Produktion im Dezember unterschiedlich. In der Chemischen Industrie, der umsatzstärksten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, war der Güterausstoß um 4,2 Prozent höher als im November. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergab sich ein Zuwachs von 2,5 Prozent. Die Produktion im Fahrzeugbau, der Branche mit dem zweitgrößten Umsatz, fiel im Dezember um 4,9 Prozent geringer aus als im Monat zuvor. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren starke Einbußen von 14,3 Prozent zu verzeichnen. Der Maschinenbau, die Industriebranche mit dem drittgrößten Umsatz, drosselte im Dezember ebenfalls seine Produktion (minus 5,7 Prozent). Zugleich lag der Güterausstoß um 4,4 Prozent unter dem Niveau von Dezember 2015. Dass die Industrieproduktion insgesamt trotz des Rückgangs im Investitionsgüterbereich kräftig stieg, ist u. a. auf das starke Plus in der Konsumgüterherstellung zurückzuführen. Der Ausstoß an Konsumgütern, zu denen u. a. pharmazeutische Erzeugnisse zählen, war im Dezember um 18,7 Prozent höher als im Monat zuvor; gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Güterausstoß um 12,2 Prozent.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen A3)

Kreis Junger Unternehmer Trier bestätigt Michael Mühlhahn als Vorsitzenden

Der Kreis Junger Unternehmer (KJU) Trier hat bei seiner Jahresmitgliederversammlung Michael Mühlhahn (UnternehmerImpuls, Schweich) als Vorsitzenden für ein zweites Jahr wiedergewählt. Aus dem Vorstand ausgeschieden sind die ehemaligen Vorsitzenden Johannes Kiefer (2012/2013) und Christian Heuschreiber, der in den Jahren 2014 und 2015 Vorsitzender des KJU gewesen ist. An die Stelle der beiden langjährigen KJU-Mitglieder rücken Oliver Hennen (BLH GmbH, Trier) und Harald Raskop (Forst-Service Raskop, Landscheid) in den Vorstand auf.

Als Strategie für 2017 haben die Jungunternehmer das Motto „Zukunftsfähigkeit sichern – das eigene Unternehmen weiterentwickeln und demographische Aspekte nutzen“ ausgerufen. Dem Kreis Junger Unternehmer gehören aktuell 279 Mitglieder an. Wer neu beitreten möchte, sollte das 40. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und Geschäftsführer, Inhaber oder Nachfolger im elterlichen IHK-zugehörigen Betrieb sein.

Konjunktur aktuell; Industrie

Industrie im Dezember 2016: Auftragseingänge höher als im Vormonat und im Vorjahresmonat

Im Dezember 2016 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um ein Prozent über dem Niveau des Vormonats. Während das Ordervolumen aus dem Inland leicht sank (minus 0,7 Prozent), gingen aus dem Ausland mehr Bestellungen ein als im November (plus 2,0 Prozent). Zugleich war die Nachfrage um 4,9 Prozent höher als im Dezember 2015. Aus dem In- und Ausland gingen mehr Aufträge ein als ein Jahr zuvor (plus 2,8 bzw. plus 6,3 Prozent).

In zwei der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes fiel das Ordervolumen im Dezember 2016 geringer aus als im November. Lediglich in der Chemischen Industrie, dem größten Bereich des Verarbeitenden Gewerbes, lag die Nachfrage deutlich über dem Niveau des Vormonats und des Vorjahresmonats (plus 5,4 bzw. plus 12,5 Prozent). Im Fahrzeugbau, der Industriebranche mit dem zweitgrößten Umsatz, gingen im Dezember weniger Bestellungen ein als im Monat zuvor (minus 1,0 Prozent). Zugleich war das Ordervolumen um 5,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Auch im Maschinenbau, der Branche mit dem drittgrößten Umsatzanteil, waren die Auftragseingänge im Vergleich zum Vormonat rückläufig (minus 1,1 Prozent). Trotzdem war die Nachfrage um 6,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen A3)

Konjunkturausblick 2017 der ZIRP

Ein Wahljahr mit Ungewissheiten für Politik und Wirtschaft

Was bringt das Jahr 2017? Selten war der Blick auf das politische und wirtschaftliche Weltgeschehen so ungewiss wie 2017. Es wird ein Jahr mit großen Bewegungen – so die einhellige Meinung beim diesjährigen Konjunkturausblick, zu dem die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. gemeinsam mit der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, der Deutschen Bank AG und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) eingeladen hatte. Prof. Dr. Thorsten Faas vom Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, und Stefan Schneider, Experte der Deutschen Bank Research in Frankfurt, gaben spannende Ausblicke.

„Selten sind die direkten Auswirkungen von Wahlen und Abstimmungen, wie etwa in den USA oder Großbritannien, auf die Konjunkturaussichten so prägnant wie heute“, dessen war sich Stefan Rinn, Gastgeber und Vorsitzender der Geschäftsführung bei Boehringer Ingelheim, sicher.

Das konnte Professor Thorsten Faas mit Blick auf die Bundestagswahl im September nur unterstreichen: „Das nun feststehende Spitzen-Personaltableau Merkel gegen Schulz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass uns ein spannendes Wahljahr mit unsicherem Ausgang bevorsteht.“ Es werde eine Wahl in Zeiten der Unsicherheit, so Faas. „Und das auf vielen verschiedene Ebenen: Themen, Informationen, Umfragen, Koalitionen.“

Umso spannender gestaltete sich daher die Frage, welche Auswirkungen die bevorstehenden politischen Ereignisse auf die wirtschaftlichen Entwicklungen haben werden. „Im ersten Halbjahr dürften die von dem gedrängten europäischen Wahlkalender ausgehenden Unsicherheiten und der Anstieg der Energiepreise die Konjunktur dämpfen“, fasste Stefan Schneider zusammen. Blieben weitere Schocks auf beiden Seiten des Atlantiks aus, könne die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte jedoch wieder an Fahrt gewinnen.

Am jährlich stattfindenden Konjunkturausblick der ZIRP nahmen auch in diesem Jahr wieder knapp 300 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Traditionell findet der Konjunkturausblick in den Räumlichkeiten von Boehringer Ingelheim statt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.zirp.de.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL