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IHK-Konjunkturumfrage zum Frühjahr 2016: Robuste Konjunktur mit Risiken

Koblenz, 17. Mai 2016: Die Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz zeigt sich weiterhin robust – das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz zum Frühjahr 2016 hervor. 2.000 Unternehmen aus der Region, die hinsichtlich Branche, Betriebsgröße und Standort einen repräsentativen Querschnitt des IHK-Bezirks bilden, waren dazu befragt worden.

Konkret beurteilen 89 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“, 87 Prozent schätzen ihre Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate optimistisch ein. Damit bleiben die Werte nahezu unverändert positiv auf dem Niveau der Vorumfrage zum Jahreswechsel. Die Investitions- und Beschäftigungsneigung der Unternehmen verstärkt sich sogar.

Allerdings gibt es aus den einzelnen Branchen auch widersprüchliche Signale. So hat die Industriekonjunktur leicht an Fahrt verloren und insbesondere die Geschäftserwartungen der Investitionsgüterindustrie haben einen Dämpfer erhalten – maßgeblich auch wegen einer geringen Investitionsdynamik im Inland. Im Handel hingegen normalisiert sich die Lagebeurteilung, nachdem die Branche überdurchschnittlich stark in das neue Jahr gestartet war. Die Dienstleistungskonjunktur schließlich hat an Dynamik gewonnen: Nicht nur beurteilen die Unternehmen ihre Lage deutlich positiver als zuvor, sie rechnen auch mit einer sehr guten Geschäftsentwicklung. Überraschend: Die weitere Entwicklung der Inlandsnachfrage wird branchenübergreifend als Konjunkturrisiko Nummer eins gesehen – der weiterhin guten Beschäftigungslage und den eigenen Investitionsabsichten zum Trotz.

Auch aus diesem Grund warnt die IHK Koblenz davor, die aktuell stabile wirtschaftliche Lage als selbstverständlich hinzunehmen. „Der skeptische Blick auf die Entwicklung der Inlandsnachfrage ist Indikator für eine latente Verunsicherung bei Unternehmen und Verbrauchern“, erklärt Manfred Sattler, Präsident der IHK Koblenz. „Gerade jetzt ist es deshalb wichtig, der Wirtschaft mehr Planungssicherheit und damit Vertrauen für die Zukunft zu geben. Die Landespolitik kann hierfür ihren Beitrag leisten, indem sie die Verbesserung der Standortbedingungen zielgerichtet angeht.“

Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, ergänzt: „Auch die rückläufigen Geschäftserwartungen in der Industrie, insbesondere im Investitionsgüterbereich, sollten uns zu denken geben – diese Entwicklung könnte ein erstes Signal für eine schon länger erwartete konjunkturelle Abkühlung sein.“ Zudem blieben Risikofaktoren wie der Fachkräftemangel und Turbulenzen auf den Auslandsmärkten bestehen. „Zwar trotzen die Unternehmen in der Region den verschiedenen Unsicherheiten. Schon jetzt muss allerdings, wo möglich, das Fundament für eine auch zukünftig starke Wirtschaft gelegt werden“, betont Rössel.

 

Unternehmen lernen beim Gesundheitstag, ihre Mitarbeiter vor Zeitdruck zu schützen

Der Umgang mit Stress steht im Zentrum des dritten Gesundheitstags für die Wirtschaft der Region Trier, den die Industrie- und Handelskammer (IHK) zusammen mit der Handwerkskammer (HWK), der Initiative Region Trier sowie dem Kreis Junger Unternehmer veranstaltet. Los geht es am Mittwoch, 1. Juni 2016, um 9:00 Uhr mit einem vitalen Frühstücksbüfett im IHK-Tagungszentrum. Der ehemalige Fifa- und Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati erklärt, warum Mobbing und Leistungsdruck auch in der Berufswelt problematisch sind und wie man darauf reagieren sollte. Kurzinterviews mit Experten zeigen im Anschluss Anti-Stress-Methoden in Sport und Beruf auf.

Weitere Vorträge befassen sich mit Förderprogrammen für gesundheitsorientierte Unternehmen. Am Mittag ist die Teilnahme an unterschiedlichen Workshops möglich, unter anderem zum Stressabbau mithilfe von Bewegung und dem Messen des Stress-Levels. Mit dabei sind an diesem Tag unter anderem auch die deutsche Trampolinturnerin und Olympiasiegerin Anna Dogonadze sowie die Handballerinnen Judith Derbach und Mégane Vallet.

Der Gesundheitstag richtet sich an Unternehmer, Führungskräfte und Gesundheitsverantwortliche. Sie sollen erfahren, wie sie ihre Mitarbeiter vor zunehmenden Arbeitsbelastungen schützen können.

Anmeldung: IHK Trier, Martina Becker, Telefon (06 51) 97 77-9 10, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. / HWK Trier, Judith Derbach, Telefon (06 51) 2 07-4 84, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Hilfe bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Um eine erfolgreiche Integration Geflüchteter in den Betrieb zu gewährleisten, gilt es einiges zu beachten. Auf der Informationsveranstaltung “Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung“ stellt die Handwerkskammer (HWK) Trier am 31. Mai ab 16 Uhr entsprechende Rahmenbedingungen, Unterstützungs- und Beratungsangebote sowie Projekte der Handwerkskammer vor. Zudem berichten Handwerksbetriebe, die bereits Geflüchtete beschäftigen, über ihre Erfahrungen und Probleme.

Angesprochen sind Vertreter von Unternehmen und Institutionen sowie ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer. Veranstaltungsort ist das Tagungszentrum der HWK in der Loebstraße 18. Von 18 bis 19.30 Uhr können die Besucher mit Ansprechpartnern und Beratern verschiedener Institutionen, beispielweise dem Ausländeramt, Sozialamt oder Jobcenter, an Info-Ständen ins Gespräch kommen. Anmeldung bis zum 20. Mai: Mihaela Milanova (HWK), Flüchtlingsnetzwerkerin, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Knappschaft verbessert Leistungen

Vertreterversammlung der DRV Knappschaft-Bahn-See tagte in Bochum

Die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) hat sich in ihrer heutigen Sitzung in Bochum unter anderem mit neuen Zusatzleistungen der Knappschaft, der gesetzlichen Krankenkasse der KBS, befasst.

Für die Krankenkasse Knappschaft war ein „Rund-um-Schutz“ für ihre Kunden schon immer selbstverständlich. Dies wird jetzt weiter ausgebaut. Aus diesem Grund werden ab dem 1. Juni zusätzliche Leistungen, die sich an alle Generationen richten, in das bisherige Angebot aufgenommen. Dazu zählen unter anderem neue medizinische Vorsorgeuntersuchungen, Geburtsvorbereitungskurse für Partner, Zahnversiegelung für Kinder und Jugendliche, Homöopathie für Kinder, Glattflächenversiegelung für Zahnspangenträger und ambulante Kuren. Damit bietet die Knappschaft zahlreiche Zusatzleistungen an, die weit über den gesetzlichen Leistungskatalog hinausgehen.

Die Vertreterversammlung, das Parlament der KBS, hat sich in der heutigen Sitzung auch zum neuen Wahltarif für Auszubildende verständigt. Am 1. Juni 2016 sollen die Selbstbehalttarife um eine neue Tarifvariante für Auszubildende erweitert werden. Der Wahltarif richtet sich an Mitglieder, die sich in Berufsausbildung gegen Arbeitsentgelt befinden, versicherungspflichtig sind und das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Für die Teilnahme erhalten die Auszubildenden eine Prämienzahlung von 120,00 Euro im Jahr.

Weniger gewerbliche Minijobber – mehr Minijobber in Haushalten

Die Vertreterversammlung nahm Kenntnis von den Anmeldezahlen bei der Minijob-Zentrale. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 wurden 6.685.160 Minijobber im gewerblichen Bereich gezählt. Gegenüber dem Vorjahreswert reduzierte sich die Anzahl um 165.943 Personen
(-2,4 Prozent).

Bei den haushaltsnahen Beschäftigungen waren zum Jahresende 2015 296.326 Minijobber in Privathaushalten angemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl um 4,1 Prozent.

Haushaltsjob-Börse

Die Haushaltsjob-Börse der Minijob-Zentrale hilft Familien oder Einzelpersonen bei der Entlastung von der Hausarbeit und leistet somit einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Privat- und Erwerbsleben. Aber auch Arbeitnehmern, die ihre Unterstützung bei der Haus-und Gartenarbeit oder bei der Betreuung von Familienmitgliedern anbieten, ist die Haushaltsjob-Börse ein hilfreiches Instrument bei der Job-Suche. Diesen Service nutzen deutschlandweit fast 25.000 Menschen. Tendenz: weiter steigend. Zwei Drittel der Anzeigen stammen von Arbeitgebern. 78 Prozent der Anzeigen sind dem Bereich Haushalt zuzuordnen. In den Rubriken Senioren, Kinder und Tiere gibt es hingegen mehr Jobgesuche als Angebote.

Abgrenzen möchte sich die Haushaltsjob-Börse von den anderen Portalen in der Internetlandschaft. Diese unterliegen im Gegensatz zur Haushaltsjob-Börse vorwiegend wirtschaftlichen Interessen und sind im Regelfall kostenpflichtig. Eine gründliche Anzeigenkontrolle zwecks Vermeidung von unseriösen Angeboten ist der Minijob-Zentrale genauso wichtig wie die Aufklärung nicht legitimierter Nutzer, wie zum Beispiel Dienstleistungsunternehmen. Die Haushaltsjob-Börse ist bewusst einfach konzipiert und steht Privatpersonen und  -haushalten kostenlos zur Verfügung. Nähere Informationen: www.haushaltsjob-boerse.de

Rechnungsergebnisse

Die Vertreterversammlung der KBS befasste sich in ihrer heutigen Sitzung auch mit den Rechnungsergebnissen des Jahres 2015. Dabei sind die Ergebnisse der Kranken- und Rentenversicherung noch vorläufig.

Die Knappschaft schließt das Jahr 2015 voraussichtlich mit einem leichten Fehlbetrag ab. Dieses Ergebnis bestätigt die solide Kalkulation und wurde bei einem unter dem Durchschnitt aller gesetzlichen Krankenkassen liegenden Zusatzbeitragssatz von 0,8 Prozent in 2015 erzielt.

Auch die Ergebnisse der übrigen Versicherungsbereiche der KBS liegen im Rahmen der Finanzplanungen für das Jahr 2015.

Medizinkarriere in Mayen-Koblenz: Landkreis unterstützt angehende Ärzte

Von Information bis zur Begleitung bei Verfahren, Praxisübernahme oder Standortsuche

KREIS MYK. Für Medizinstudenten stellt sich häufig schon an der Uni die Frage: Wie gestalte ich einmal meine berufliche Karriere? Eher im Krankenhaus oder in der eigenen Praxis? Wo liegen die Vor- und Nachteile? Welche Optionen habe ich? Und wie kann ich vor Ort unterstützt werden? Wie sind die Rahmenbedingungen zum Leben und Arbeiten in MYK für mich und meine künftige Familie? Im Landkreis Mayen-Koblenz werben gleich mehrere Institutionen für den Standort.

„Die flächendeckende ärztliche Versorgung im Landkreis können wir nur in Kooperationen sichern. Informationen über den Landkreis bieten, Anreize für eine Ansiedlung oder eine Praxisübernahme geben und für den Standort werben. Das ist ein wichtiger Mosaikstein für eine dauerhaft gesicherte medizinische Versorgung der Menschen“, erklärt Landrat Dr. Alexander Saftig.

In Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, der Kreisärzteschaft Mayen-Koblenz und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises besteht nun das Angebot an Mediziner aller Fachrichtungen, ihre Wünsche und Vorstellungen mit den örtlichen Gegebenheiten im Landkreis Mayen-Koblenz zu koordinieren. „Themen in der Beratung können die eigene Praxis, eine Gemeinschaftspraxis, die Anstellung in einer bestehenden Praxis oder aber auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch beispielsweise gute Angebote der Kinderbetreuung sein“, sagt Lea Bales, Projektbeauftragte des Kreises. „Es gibt zudem Hilfe bei der Nachfolgeregelung von Praxen, die Vermittlung von Standorten und Gebäuden für die Errichtung einer eigenen Praxis im Verbund mit Gemeinden und Städten.“ Unterstützung gibt es ebenso durch Einbindung in Netzwerke mit Krankenhäusern, Kassenärztlicher Vereinigung und Kreisärzteschaft sowie bei der Begleitung behördlicher Genehmigungsverfahren und der Vermittlung von verschiedenen Förderprogrammen. „Wo wir können“, sagt der Landrat, „wollen wir Hürden und Hemmnisse abbauen, damit sich die Ärzte auf ihre Arbeit konzentrieren können – auf ihre Arbeit und ein gutes Leben bei uns im Landkreis.“

Den Flyer mit entsprechenden Kontaktdaten können Sie abrufen auf der Homepage des Landkreises www.kvmyk.de unter dem Stichwort Gemeinsam statt einsam.

 

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