Montag, 25. September 2017

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Traditionsunternehmen investiert massiv am Standort Lahnstein

Bei Kugel´s geht es rund!

Lahnstein. Das Familienunternehmen Kugel, „Deutschlands Bester Bäcker 2015“, baut an der Koblenzer Straße in Lahnstein eine neue, zweigeschossige Backstube und investiert dort einen mittleren einstelligen Millionenbetrag.

"Vor dieser wegweisenden, strategischen Entscheidung zur Sicherung und Weiterführung des Unternehmens „Kugel's Backwelt“ und dem klaren Bekenntnis zum Standort Lahnstein, habe ich gehörigen Respekt und bin sehr dankbar dafür, dass ich hier gemeinsam mit zahlreichen Mitgliedern des Lahnsteiner Stadtrates heute mit dabei sein darf", so Oberbürgermeister Peter Labonte bei seinem Begrüßung. "Nicht nur für das Unternehmen, auch für einen Ort wie Lahnstein ist das eine wirklich große und bedeutende Investition."

Die Familie Kugel hatte 4500 qm auf dem Gelände der ehemaligen Drahtwerke C.S. Schmidt gekauft und Ende letzten Jahres für den Neubau ihrer Bäckerei eine positive Stellungnahme der Verwaltung zur Bauvoranfrage erhalten. Daraufhin ging es mit der Rodung und Gestaltung des Baugeländes los. Auf 2500 Quadratmeter, verteilt auf zwei Stockwerke, entstehen nun eine neue Backstube und eine Betriebswohnung. Die Bauzeit ist mit etwa 15 Monaten angesetzt.

Wenn alles glatt läuft, wäre eine Einweihung pünktlich zum 85-jährigen Firmenjubiläum im nächsten Jahr möglich. Neben modernsten Bäckereistandards wird auf ein umfassendes Energiekonzept und Umweltschonung Wert gelegt. Mit dem Neubau schafft das Familienunternehmen zugleich weitere attraktive Arbeitsplätze in der Stadt.

Zukunft braucht Werte - Neustart für das Forum Wirtschaftsethik

Gesellschaftlich relevante Fragestellungen in den wirtschaftlichen Kontext zu übertragen und darzustellen, wie Unternehmen und Gesellschaft mit diesen Themen umgehen können – das ist das Anliegen des Forums Wirtschaftsethik. Gemeinsam haben die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG), die Evangelischen Dekanate Selters und Bad Marienberg, die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Limburg, die IHK Koblenz – Geschäftsstelle Montabaur  sowie die Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald entschieden, dieses Forum wieder aufleben zu lassen.

Am 24. August 2017 um 18:30 Uhr wird im Europa-Haus in Bad Marienberg unter der Überschrift „Kulturelle Unterschiede  – Chance oder Konfliktpotential?“ der Startschuss zu dieser jährlich stattfindenden Veranstaltungsreihe gegeben. Dabei stehen  Fragen wie: Wie können Unternehmen den Herausforderungen einer heterogenen Belegschaft begegnen ?, Welche Rolle spielen die Schulen bei der Sensibilisierung für „kleine Unterschiede“? und Wie offen sind wir für „kulturellen Reichtum“? im Fokus dieser Veranstaltung.

Bei dem Ziel, dieses komplexe Thema von mehreren Seiten zu beleuchten und die Diskussion für kritische Fragen zu öffnen,  haben die Veranstalter kompetente Unterstützung gefunden: Sandra de Vries ist Ethnologin und Trainerin für Interkulturelle Kompetenz. Durch ihren Arbeitsalltag kennt sie die Mischung aus Neugier und Vorurteilen sowie daraus resultierende Unsicherheiten. In Vorträgen, Seminaren und Workshops unterstützt sie dabei, unterschiedliche Kulturen besser zu verstehen, Missverständnisse und Konflikte abzubauen, Unsicherheiten im Umgang mit anderen zu reduzieren und die Chancen und Vorteile einer kulturell vielfältigen Gesellschaft zu erkennen.

Unter der Überschrift „Vielfalt schätzen – Chancen nutzen!“ moderiert Selina Marx (SWR) anschließend eine Podiumsrunde mit Müntaz Karagöz (Geschäftsführer MK-Haustechnik, Ransbach-Baumbach), Dirk Weigand (Schulleiter Ev. Gymnasium Bad Marienberg), Joachim Dell (Schulleiter BBS Westerburg) und Barbara Hemkes vom Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn (BIBB), die im Anschluss in eine offene Diskussion überleitet.

„Wir freuen uns über interessierte Besucher, die zuhören oder vielleicht mit eigenen Einschätzungen und Erfahrungen zu einem  aktiven Austausch beitragen. Es geht uns um Denkanstöße und Orientierung, nicht um fertige Lösungen“, so die Veranstalter, die  eine herzliche Einladung an Unternehmer und Interessierte zu dieser kostenfreien Veranstaltung aussprechen.

Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 18. August 2017 per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , oder telefonisch unter 02602 124-405 an die WFG Westerwaldkreis mbH.

 

Landwirtschaft

Derzeitige Erwartungen gehen von unterdurchschnittlichen Ernten bei Getreide und Winterraps aus
Für die Getreideernte in Rheinland-Pfalz wird aufgrund der Ende Juni geschätzten Hektarerträge und der vorläufigen Anbauflächen eine voraussichtliche Erntemenge von fast 1,4 Millionen Tonnen erwartet. Mit einem geringen Plus von 1,5 Prozent entspricht dies weitestgehend der Vorjahresmenge. Die durchschnittliche Menge der Jahre 2011 bis 2016 wird um 4,5 Prozent unterschritten. Bei Winterraps liegt die erwartete Erntemenge von rund 139 000 Tonnen 13 Prozent unter dem mehrjährigen Vergleichswert und zehn Prozent unter der Vorjahresernte.

Die Erntemenge ist abhängig von witterungsbedingten Schwankungen der Hektarerträge oder auch maßgeblichen Einschränkungen oder Erweiterungen des Anbauumfangs. Die Anbaufläche für Getreide wird in diesem Jahr auf 220 500 Hektar geschätzt. Gegenüber dem Ergebnis der Vollerhebung im Vorjahr hat sich die Fläche kaum verändert (minus 0,4 Prozent). Winterweizen ist nach wie vor mit 113 400 Hektar die wichtigste Getreideart. Als weitere bedeutende Getreidearten folgen Wintergerste mit 38 000 Hektar und Sommergerste mit 36 200 Hektar. Dabei hat Sommergerste mit einer Anbauausdehnung zwar deutlich zugenommen (plus 7,4 Prozent), knüpft damit aber nicht an den Anbauumfang vergangener Jahre an.

Der erwartete Hektarertrag für Getreide liegt mit 63 Dezitonnen in Höhe des mehrjährigen Durchschnitts und ist ähnlich hoch wie im Vorjahr (plus 1,8 Prozent). Die geschätzten Hektarerträge für Winterweizen und Sommergerste liegen rund drei bzw. fünf Prozent über dem Vorjahresertrag; mit fünf Prozent geringeren Flächenerträgen wird für Wintergerste gerechnet.

Die im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Erntemenge beim Winterraps ist auf eine Anbaureduzierung um knapp sechs Prozent und auf eine geringere Ertragserwartung zurückzuführen. Der geschätzte Hektarertrag von rund 33 Dezitonnen liegt fast fünf Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Ernteschätzung liegen die Angaben von rund 300 ehrenamtlichen Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstattern zugrunde. Sie übermitteln dem Statistischen Landesamt zu mehreren Terminen im Jahr Schätzungen der Hektarerträge. Die Ertragschätzungen zum Berichtstermin erfolgen unter der Annahme, dass die weiteren Witterungsbedingungen denen eines normalen Jahres entsprechen. Die Schätzung der Getreideernte enthält keinen Körnermais.
Zur Berechnung der Erntemenge werden die vorläufigen Flächenangaben der Bodennutzungshaupterhebung herangezogen. Außer für das Jahr 2016 handelt es sich um die Ergebnisse aus Stichprobenerhebungen. Die geschätzten Hektarerträge stammen aus Flächen die rund fünf Prozent der Getreide- bzw. Winterrapsanbaufläche abdecken.

Autor: Herbert Kunz (Referat 41 Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie; Abteilung 4)

Obstbaubetriebe können jetzt Anträge auf Finanzhilfen stellen

Obstbaubetriebe, die durch die Spätfröste im April existenzbedrohende Schäden erlitten haben, können nun innerhalb eines Monats die Anträge auf Gewährung von Finanzhilfen stellen.

Im Staatsanzeiger vom 31. Juli 2017 wurde durch das Land festgestellt, dass die durch den Frost im April 2017 entstandenen Schäden im Obstbau als Elementarschadensereignis anerkannt werden.

Damit sind formell die Voraussetzungen zur Umsetzung der vom Land vorgesehenen Hilfen geschaffen. Anträge zur Gewährung dieser Finanzhilfen müssen nun innerhalb einer Frist von einem Monat nach Bekanntgabe der Feststellung im Staatsanzeiger der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier vorgelegt werden. Grundlage für diese Anträge sind die bereits durch die Obstbaubetriebe der ADD vorgelegten Schadensmeldungen. Berücksichtigt werden können nur Anträge über Schadensmeldungen, die der ADD bis spätestens Freitag, den 28.07.2017 vorlagen.

Der Antragsvordruck steht auf der Homepage der ADD bereit (https://add.rlp.de/de/themen/foerderungen/im-brand-und-katastrophenschutz/gewaehrung-staatlicher-finanzhilfen-elementarschaeden/).

 

Neuer Mittelstandslotse hat Arbeit aufgenommen

Der neue Mittelstandslotse der Landesregierung Prof. Dr. Manfred Becker hat seine Arbeit aufgenommen. Er steht künftig mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz mit Rat und Tat zur Seite. Der nächste Sprechtag des neuen Mittelstandslotsen findet am 30. August im Wirtschaftsministerium statt

Der Universitäts-Professor verfügt über eine langjährige und umfassende Erfahrung als Manager in der Industrie sowie als Berater von Unternehmen. Der Mittelstandslotse Prof. Dr. Manfred Becker ist direkter Ansprechpartner für Unternehmen. Er ist Berater, Vermittler und Moderator für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für Existenzgründer/innen in Rheinland-Pfalz.

„Mit Prof. Dr. Becker haben wir einen profunden Kenner der Wirtschaft für das Amt des Mittelstandslotsen gewonnen. Er kann aus seiner langjährigen unternehmerischen und wissenschaftlichen Praxis die Unternehmen optimal unterstützen und begleiten. Er wird unseren kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie den Existenzgründerinnen und -gründern wertvolle Hilfestellungen geben können“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing in Mainz.

Prof. Becker leitet das Verständnis für seine Arbeit als neuer Mittelstandslotse aus dem Namen der Stabsstelle ab: „Lotsen kann nur derjenige, der nach vorne schaut und erkennt, was in turbulenter Zeit auf den Mittelstand zukommt!“

Der neue Mittelstandslotse der Landesregierung, Prof. Dr. Manfred Becker, ist Wissenschaftlicher Leiter der „eo ipso personal- und organisationsberatung gmbh“ in Mainz. Zuvor wirkte er als Personalmanager in unterschiedlichen Funktionen bei Opel und General Motors Europe. Als Universitätsprofessor für Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Duisburg und Halle-Wittenberg lagen seine Schwerpunkte in den Bereichen Führung, Personalwirtschaft und Organisation.

Wissing bedankte sich beim scheidenden Mittelstandslotsen Herrn Helfferich für sein großes Engagement: „Der Mittelstandslotse der Landesregierung hat in den vergangenen acht Jahren zur Sicherung von mehr als 7200 Arbeitsplätzen beitragen – an diesen Erfolg möchten wir anknüpfen und diese wichtige Beratungsleistung auch zukünftig anbieten.“

Der nächste Sprechtag des Mittelstandslotsen findet am 30. August 2017 von 10 bis 16 Uhr im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau statt. Um kurze Anmeldung unter 06131/16-5652 wird gebeten.

Weitere Informationen sowie den Kontakt zum Mittelstandslotsen finden Sie hier:
https://mwvlw.rlp.de/de/themen/wirtschafts-und-innovationspolitik/mittelstandspolitik/

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