Sonntag, 26. März 2017

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Landwirtschaft

Immer weniger landwirtschaftliche Betriebe
Erste Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2016

Im Jahr 2016 wirtschafteten noch rund 17.600 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz. Das waren knapp 500 Betriebe weniger als ein Jahr zuvor (minus drei Prozent). Längerfristig, d. h. gegenüber 1999, hat sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mehr als halbiert (minus 17.900 Betriebe). Dies ermittelte das Statistische Landesamt in Bad Ems aus den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2016.

Der Rückgang der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist vor allem auf die kleineren Betriebe zurückzuführen. So verringerte sich die Zahl der Betriebe, die weniger als fünf Hektar bewirtschaften gegenüber 1999 um 11.500 (minus 75 Prozent). Langfristig rückläufige Betriebszahlen gab es auch in den Größenklassen fünf bis 100 Hektar (minus 7.200 bzw. minus 38 Prozent). Deutlich gestiegen ist dagegen die Zahl der Großbetriebe, die 100 Hektar und mehr bewirtschaften. Sie erhöhte sich seit 1999 um knapp 900 Betriebe (plus 70 Prozent).

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche hat sich in Rheinland-Pfalz seit 1999 nur wenig verändert. Sie sank von 716.000 auf 707.200 Hektar, also nur um etwa 9.000 Hektar (minus 1,2 Prozent). Zwar nahm die Flächennutzung der Kleinbetriebe um 23.000 Hektar (minus 73 Prozent) und die der Betriebe mit fünf bis 100 Hektar um 167.000 Hektar (minus 33 Prozent) ab. Dafür stieg aber die Flächennutzung der Großbetriebe um 181.000 Hektar (plus 104 Prozent). Großbetriebe bewirtschaften in Rheinland-Pfalz heute rund die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

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Betriebliches Gesundheitsmanagement - Knappschaft-Bahn-See erneut ausgezeichnet

Die Knappschaft-Bahn-See (KBS) ist für ihr bundesweites betriebliches Gesundheitsmanagement erneut mit dem Exzellenz-Siegel des Corporate Health Awards (CHA) ausgezeichnet worden.

Nach der ersten Auszeichnung vor zwei Jahren konnte die KBS ihr Ergebnis in diesem Jahr noch einmal deutlich verbessern und erreichte das Finale der besten Unternehmen in der Branche „Öffentliche Verwaltung“. Das betriebliche Gesundheitsmanagement der KBS hat sich mittlerweile bundesweit etabliert. Rund 28.000 Mitarbeiter profitieren bei der KBS bundesweit von den gesundheitsfördernden Angeboten.

Zur Knappschaft-Bahn-See:

Mit ihrem einzigartigen Verbund aus gesetzlicher Rentenversicherung, Renten-Zusatzversicherung, Kranken- und Pflegeversicherung mit einem eigenen Medizinischen Netz nimmt die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See in der Sozialversicherung einen besonderen Platz ein. Darüber hinaus werden alle geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse durch die Minijob-Zentrale unter dem Dach der KBS betreut. Mit dem Behindertengleichstellungsgesetz wurde im Jahr 2016 auch die Bundesfachstelle für Barrierefreiheit bei der KBS angesiedelt.

Tarifverhandlungen 2017

Muscheid: Gute Arbeit ist tarifvertraglich geregelte Arbeit /
Tarifverhandlungen betreffen bundesweit mehr als 1 Million Beschäftigte

Auch im neuen Jahr stehen wieder in zahlreichen Branchen Tarifverhandlungen an. Die DGB-Gewerkschaften setzen sich dabei für die Beschäftigten ein, um mit der Arbeitgeberseite Verbesserungen bei Löhnen oder Arbeitsbedingungen zu verhandeln.

„Tarifverträge schützen die Beschäftigten und sorgen für bessere Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Gute Arbeit ist tarifvertraglich geregelte Arbeit“, so Dietmar Muscheid, Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz / Saarland.

Im Bundesdurchschnitt konnten die Tarifbeschäftigten in 2016 eine Gehaltssteigerung von rund 2 Prozent verzeichnen. Für 2017 steht besonders der Dienstleistungssektor im Fokus. Noch im Januar starten die Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst der Länder. Neben einer Entgeltsteigerung fordern die Gewerkschaften auch einen Ausschluss der sachgrundlosen Befristungen. Im Frühjahr steht dann die Tarifrunde für den Einzelhandel an.

Auch im Dienstleistungssektor bleibt die Tarifflucht vieler Arbeitgeber ein Problem. Muscheid: „Deshalb müssen wir auch weiter darüber sprechen, dass Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklärt werden. Damit kann dem Lohndumping ein Riegel vorgeschoben werden.

Nachdem die chemische sowie die Metall- und Elektroindustrie 2016 neue Tarifverträge abgeschlossen haben, steht 2017 die Stahlindustrie an. Tarifverhandlungen, die besonders für das Saarland – mit rund 15.000 Beschäftigten in der Stahlindustrie – große Bedeutung haben

„Natürlich ist die Situation innerhalb der Stahlbranche angespannt, das darf aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten abgeladen werden“, fordert der DGB-Bezirksvorsitzende.

Auch für den Steinkohlebergbau und die Textil- und Bekleidungsindustrie mit mehr als 76.000 Beschäftigten soll 2017 ein neuer Tarifvertrag zustande kommen.

Bei Tarifverträgen werden neben dem Gehalt auch Themen wie flexiblere Arbeitszeitgestaltung oder Fragen des demografischen Wandels verhandelt. Eine Forderung bei den in 2017 zu führenden Verhandlungen im Bereich Nahrung-Genuss-Gaststätten sind etwa tarifliche Regelungen zum gleitenden Übergang in die Rente für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die besonders belastet sind.

Konjunktur aktuell; Industrie

Industrieproduktion im November 2016: Rückgang gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im November 2016 gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte war der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, um 1,1 Prozent niedriger als im Vormonat. Gegenüber November 2015 war ein Produktionsrückgang um 4,5 Prozent zu verzeichnen. Der Indexwert lag zum sechsten Mal in Folge unter dem Niveau des jeweiligen Vorjahresmonats.

In den drei umsatzstärksten Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes entwickelte sich die bereinigte Produktion im November unterschiedlich. In der Chemischen Industrie, der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, sank der Güterausstoß gegenüber Oktober 2016 um 0,4 Prozent. Im Vergleich zum November 2015 war ein Minus von 2,6 Prozent zu verzeichnen. Der Fahrzeugbau, der den zweitgrößten Umsatz innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes aufweist, steigerte seinen Output gegenüber dem Vormonat um 2,8 Prozent. Zugleich fiel die Produktion um 4,5 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor. Der Maschinenbau, die Industriebranche mit dem drittgrößten Umsatz, erhöhte gegenüber Oktober ebenfalls seinen Güterausstoß (plus 3,6 Prozent). Im Vergleich zum November 2015 ergab sich ein Zuwachs von 6,2 Prozent. Deutliche Produktionsrückgänge verzeichnete die Konsumgüterindustrie. Der bereinigte Output schrumpfte gegenüber dem Vormonat um 8,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Güterausstoß um 16,6 Prozent, allerdings hatte er im November 2015 auf einem besonders hohen Niveau gelegen.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen/Auswertungen)

Michael Horper gegen Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel

Vorschlag des Umweltbundesamtes ist unsozial und sogar klimaschädigend!

Koblenz. „Als unsozial und völlig sachfremd“ bezeichnet der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes, Michael Horper, den jüngsten Vorstoß der Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA), Maria Krautzberger, die eine höhere Mehrwertsteuer für Milch und Fleisch gefordert hatte. Er betonte, dass eine Strafsteuer auf Lebensmittel keinen positiven Nutzen für das Klima habe, sondern vor allem den täglichen Einkauf deutlich verteuere.

Das Umweltbundesamt sehe die Vielfalt der Zusammenhänge und Wirkmechanismen nicht, kritisierte Horper scharf. So würde beispielsweise das Grünland der Mittelgebirgslagen in Rheinland-Pfalz ohne Rinder großräumig verschwinden: „Ohne unsere Kulturlandschaft wird unser Land seine Identität verlieren.“ Dabei betrage der Anteil der Landwirtschaft an den klimarelevanten Gesamtemissionen in Deutschland nur sieben Prozent. Auf der Grundlage des Kyoto-Protokolls von 1990 habe die Landwirtschaft bereits die jährlichen Treibhausgas-Emissionen von 78 Mio. auf 66 Mio. Tonnen, also um über 15 Prozent, gesenkt.

Horper machte darauf aufmerksam, dass in Deutschland aufgrund der guten Milchleistung der Kühe für die Erzeugung von einem Liter Milch nur 1,1 Kilogramm CO2- Äquivalent freigesetzt werde. Weltweit seien dies aber durchschnittlich 2,4 Kilogramm. Würde die Erzeugung von Fleisch und Milch in Deutschland verteuert, würden vermehrt Produkte importiert, wobei für deren Erzeugung weit mehr Gase emittieren würden. Der Umwelt würde mit Krautzbergers Vorschlag insofern einen Bärendienst erwiesen werden. Letztlich habe das Umweltbundesamt zu kurz gedacht, so Präsident Horper abschließend.

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