Freitag, 24. März 2017

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Wirtschaft

Ausbildungs-Coaches kümmern sich auch 2017

Die erfolgreichen Coaches für betriebliche Ausbildung werden auch im Jahr 2017 junge Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen. Das haben Wirtschaftsministerium, Handwerkskammern und Arbeitsagentur vereinbart.

Die Coaches für betriebliche Ausbildung sowie die Flüchtlingsnetzwerker werden sich auch im kommenden Jahr um Auszubildende kümmern. Das haben Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing, Ralf Hellrich, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern sowie Heidrun Schulz, Geschäftsführerin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit vereinbart. Damit arbeiten die Coaches nun im vierten Jahr.

Die Coaches für betriebliche Ausbildung sind bei den Handwerkskammern angesiedelt. Sie unterstützen einerseits Jugendliche dabei, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Und andererseits arbeiten sie daran, Handwerksbetriebe für eine Ausbildung dieser Jugendlichen zu gewinnen. Auszubildende und Betreibe werden vor und während der Ausbildung unterstützt. So haben die Coaches in den ersten acht Monaten des Jahres 2016 rund 2.300 Betriebe besucht und 1.200 Jugendliche betreut.

Im August 2015 wurden die Coaches durch Flüchtlingsnetzwerker ergänzt. Binnen eines Jahres betreuten die Flüchtlingsnetzwerker 499 Flüchtlinge – von diesen konnten 104 in ein Praktikum, 87 in eine Erstqualifikation und 36 in eine Ausbildung vermittelt werden. Insgesamt gibt es für die Coaches 24,3 Vollzeitstellen, die zu je einem Drittel durch das Wirtschaftsministerium, die Handwerkskammern und die Bundesagentur für Arbeit finanziert werden.

Steuern

Modernisierung des Besteuerungsverfahrens: Neu ab 01. Januar 2017

Am 01. Januar 2017 treten wesentliche Teile des Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens in Kraft. „Durch dieses Gesetz passen wir das Steuerverfahrensrecht an die digitalen Möglichkeiten an und schaffen so die Voraussetzung dafür, das Besteuerungsverfahren noch effizienter und serviceorientierter zu gestalten. Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Abbau von Bürokratieaufwand“, sagte die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen.

„Die Modernisierung der Steuerverwaltung hat zwei Tragpfeiler: Sie entlastet einerseits Bürgerinnen und Bürger und macht die Finanzämter andererseits fit für die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung. Ziel der Reform ist eine spürbare Entlastung für alle Beteiligten, also Steuerpflichtige und Finanzverwaltungen“, so Ahnen weiter.

Kernstück der Reform ist der Erlass des vollständig automationsgestützten Steuerbescheids einschließlich der elektronischen Bekanntgabe. Änderungen ergeben sich aber auch bei den Fristen zur Abgabe der Steuererklärung. Bislang sind die Jahressteuererklärungen von nicht beratenen Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern bis zum 31. Mai des Folgejahres beim Finanzamt einzureichen. Für steuerlich beratene Steuerbürgerinnen und Steuerbürger endet die Abgabefrist am 31. Dezember des Folgejahres. Diese Fristen gelten letztmals für die Steuererklärungen für die Jahre 2016 und 2017. Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens werden die Abgabefristen zugunsten der Steuerpflichtigen jeweils um zwei Monate verlängert. Die verlängerte Abgabefrist findet erstmals auf Steuererklärungen für das Jahr 2018 Anwendung. So kann beispielsweise die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2018 bis zum 31. Juli 2019 eingereicht werden. Auch beratene Steuerpflichtige bekommen ab der Jahressteuererklärung für das Jahr 2018 mehr Zeit: In diesem Fall verlängert sich die Frist vom 31. Dezember des Folgejahres auf den 28. bzw. 29. Februar des übernächsten Jahres.

Außerdem sieht das Gesetz vor, dass die Finanzverwaltung zukünftig in zahlreichen Fällen auf die Vorlage von Papier-Nachweisen verzichtet. Die Beleg-Vorlagepflichten werden insoweit durch Beleg-Vorhaltepflichten ersetzt. Das Finanzamt fordert Belege nur noch im Einzelfall an, wenn dies für die Prüfung der Steuererklärung erforderlich ist.

Trotz der stärkeren Unterstützung der Arbeitsabläufe durch die Informationstechnik können die Steuererklärungen auch weiterhin in Papierform eingereicht werden, soweit keine gesetzliche Verpflichtung zur elektronischen Abgabe besteht. Aber auch hier gibt es Änderungen in den Verfahrensabläufen der Finanzämter. Die Service-Center der Finanzämter nehmen die Steuererklärungen in Papierform gerne entgegen und stehen für Einzelfragen zur Steuererklärung zur Verfügung. Die Bearbeitung der Steuererklärung und die Kontrolle der Belege bzw. die Prüfung der Eintragungen findet aber in der Regel erst im zuständigen Steuerbezirk statt.

Der Wegfall der Belegvorlagepflichten begünstigt im Übrigen die elektronische Steuererklärungsabgabe über das Verfahren ELSTER. Das ELSTER-Verfahren bietet zudem den Vorteil, dass die Steuererklärung noch vor Abgabe auf Plausibilität geprüft und die festzusetzende Steuer im Vorfeld ermittelt werden kann. Weitere Informationen zur elektronischen Steuererklärung sind unter www. elsteronline.de zu finden.

Deutschlehrerverband Rheinland-Pfalz setzt auf Kontinuität

Abiturneuregelung muss auf den Prüfstand

Die Mitglieder des rheinland-pfälzischen Fachverbandes Deutsch im Deutschen Germanistenverband e.V. (Deutschlehrerverband) kamen zu ihrer Mitgliederversammlung zusammen. Neben dem Rechenschaftsbericht des Landesvorstandes standen in diesem Jahr Neuwahlen auf der Agenda.

Der Vorstand des rheinland-pfälzischen Fachverbandes Deutsch wurde einstimmig bestätigt: Dr. Markus Müller (Landesvorsitzender), Pascal Badziong (Stellv. Landesvorsitzender und Pressereferent), Matthias Schneider (Landesgeschäftsführer) Christian Buchner (Landesschatzmeister) und Tanja Geißler (Beisitzerin Realschulen plus).

Der Blick auf das zurückliegende Geschäftsjahr bewies das kontinuierliche Engagement für die Fachinteressen der Mitgliederinnen und Mitglieder. Neben der beliebten Landesfortbildung stand an Aktivitäten der „Literaturwettbewerb Rheinland-Pfalz“ besonders im Fokus. Der Wettbewerb 2015 unter der Schirmherrschaft der Bildungsministerin erfreute sich auch in der zweiten Runde einer großen Beliebtheit. Die mit den Chefredakteuren der rheinland-pfälzischen Tageszeitungen besetzte Jury zeichnete herausragende Projekte im Umgang mit landestypischer Literatur sowie Sprache aus. Anerkennung fanden die Mitglieder für den konstruktiven Austausch mit den Vertretern des Bildungsministeriums sowie der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Der Landesvorstand ist regelmäßig in Mainz und Trier zu Gast, um die Fachinteressen an den passenden Stellen zu vertreten.

Die Neuordnung der schriftlichen und mündlichen Abiturregelung im Fach Deutsch wird gleich zu Beginn des neuen Jahres nochmals auf den Prüfstand gebracht. Der Landesvorstand sieht durch die Reformierung eine exorbitante Mehrbelastung durch die Zahl der mündlichen Abiturprüfungen sowie die Erstellung der schriftlichen Abiturprüfungen im neuen Aufgabenformat für die Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer im Land.

 

Kapitalbeteiligungen für Technologie-Start-ups

Neuer Innovationsfonds Rheinland-Pfalz II startet

Mainz, 22. Dezember 2016. Beteiligungskapital für junge Technologieunternehmen: Ab sofort unterstützt die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) junge Technologie-Start-ups bei der Entwicklung und/oder Markteinführung von Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen, die aufgrund ihres innovativen Charakters und ihres technologischen Fortschrittes den Bedarf eines Marktes erfüllen können. Das Beteiligungskapital wird aus dem neuen Innovationsfonds Rheinland-Pfalz II (IRP II) zur Verfügung gestellt, der aus Mitteln des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gespeist wird und an die erfolgreiche Auflage des Innovationsfonds Rheinland-Pfalz aus der Förderperiode der EU 2007 bis 2013 anknüpft.

„Mit dem IRP II verfolgt das Land das Ziel, die Eigenkapitalsituation junger Technologieunternehmen in der Startphase zu verbessern, um ihre Innovationskraft zu stärken und ihre Wachstumschancen zu erhöhen“, sagte der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. Hierfür stehe zum Start ein Beteiligungsvolumen in Höhe von 6 Millionen Euro zur Verfügung. Geplant ist ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro in der aktuellen EFRE-Förderperiode.

Antragsberechtigt sind nicht börsennotierte Technologieunternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einer Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz, die noch keine Gewinne ausgeschüttet haben und die nicht durch einen Zusammenschluss gegründet wurden. Zum Zeitpunkt der Bewilligung darf deren Eintragung ins Handelsregister höchstens fünf Jahre zurückliegen.

„Anträge auf Übernahme einer Beteiligung stellen die Technologieunternehmen direkt bei der ISB; die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Venture Capital, Beteiligungen stehen für eine Kontaktaufnahme gerne zur Verfügung“, erklärte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB. „Die maximale Höhe einer Beteiligung beträgt eine Million Euro, die auch in mehreren Finanzierungsrunden zur Verfügung gestellt werden kann. Eine Beteiligung setzt unter anderem voraus, dass das Start-up-Unternehmen ein innovatives Geschäftsmodell mit einem erkennbaren Wachstumspotenzial umsetzen wird.“

 

Konjunktur aktuell

Bauhauptgewerbe im Oktober 2016: Aufträge und Umsätze niedriger als im Vormonat – Zuwächse gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Oktober 2016 weniger Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum September 2016 – kalender- und saisonbereinigt – um 2,5 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich um 3,4 Prozent. Gegenüber den ersten zehn Monaten 2015 zog das Ordervolumen um 20,6 Prozent an, der Umsatz verbesserte sich um 4,2 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum September 2016 erhöhte sich die Nachfrage nach Bauleistungen im Hochbau im Oktober um 4,4 Prozent. Im Tiefbau gab es dagegen weniger Auftragseingänge (minus 7,9 Prozent). Für den gewerblichen Hochbau errechnet sich ein Anstieg um 38,0 Prozent. Neben dem öffentlichen Hochbau (minus 35,7 Prozent) kam im gewerblichen sowie im öffentlichen Tiefbau zu den stärksten Auftragseinbußen (minus 10,8 bzw. minus 8,1 Prozent).

Im Vergleich zu den ersten zehn Monaten 2015 zogen die Aufträge sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau kräftig an (plus 21,9 bzw. plus 18,8 Prozent). Die höchsten Zuwächse verzeichneten der Wohnungsbau sowie der öffentliche Tiefbau (plus 34,2 bzw. plus 30,4 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Gegenüber September 2016 verringerten sich die Umsätze im Hochbau etwas stärker als im Tiefbau (minus 4,4 bzw. minus 3,4 Prozent). Überproportionale Umsatzrückgänge gab es im Wohnungsbau sowie im Straßenbau (minus 13,9 bzw. minus 5,8 Prozent). Der gewerbliche Tiefbau sowie der öffentliche Hochbau verzeichneten dagegen Umsatzsteigerungen (plus 8,3 bzw. plus 6,2 Prozent).

Im Vergleich zu den ersten zehn Monaten 2015 erhöhten sich die baugewerblichen Umsätze im Hochbau um 6,2 Prozent. Im Tiefbau gab es ebenfalls eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum (plus 2,2 Prozent). Die höchsten Zuwächse verzeichnete der Wohnungsbau (plus 14,1 Prozent). Für den gewerblichen Tiefbau errechneten sich dagegen die stärksten Umsatzeinbußen (minus 5,5 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen)

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