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Mit Weitblick in Innovation und Digitalisierung investieren

Große Herausforderungen für rheinland-pfälzischen Mittelstand

Koblenz, 16. August 2017. Mittelständische Unternehmen als wesentliches Element der rheinland-pfälzischen Wirtschaft stehen angesichts der ständig steigenden Vernetzung und der zunehmenden Digitalisierung von Produkten und Prozessen vor großen Herausforderungen: Unternehmerische Entscheidungen erfordern den Weitblick, die wichtigsten Trends zu erkennen, und die richtigen Strategien zur Umsetzung. Nur wer sich und sein Leistungsangebot weiterentwickelt und erfolgreich am Markt platziert, kann morgen noch erfolgreich sein.

„Innovation und Digitalisierung sind in der Region Koblenz-Mittelrhein Themen, die wir ganz oben auf der Agenda haben“, sagte Hans-Jörg Assenmacher, Vorsitzender der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e. V. „Wir sehen Zukunftspotenziale im Ausbau bestehender und der Gründung neuer Cluster, die auf Basis regionaler Schwerpunkte Forschung und Technologie, Bildung und Wissenschaft, Industrie, Handel und Handwerk zusammenführt.“ Dies wird die Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein auch im Wettbewerb der Regionen stärken.

Die Digitalisierung gilt als wichtige Triebkraft zukünftiger Entwicklungen und Innovationen mittelständischer Unternehmen. „Mit verschiedenen Förderprodukten unterstützen wir Investitionen in die Zukunft“, erklärte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Die Förderbank stellt für Digitalisierungsvorhaben gezielt Kredite zur Verfügung und fördert innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Zuschüssen. „Daneben beteiligen wir uns über unseren Venture-Capital-Bereich an innovativen Unternehmen, indem wir deren Eigenkapitalbasis stärken. Unser Ziel ist es, die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von innovativen Produkten, Prozessen und Dienstleistungen zu unterstützen.“

Von seiner Geschäftsidee überzeugte das Koblenzer Start-up Particulate Solutions die ISB, die seit 2012 an dem Unternehmen beteiligt ist. Unter der Marke „Socialfunders“ bietet das innovative Unternehmen eine umfassende Beratungs- und Dienstleistungspalette an. Aus der ursprünglichen Idee, eine neuartige Crowdfunding-Plattform aufzubauen, entstand das Geschäftskonzept, klassisches Marketing und Kundenbindung mit gesellschaftlichem Engagement zu verknüpfen. Stefan Pandorf, geschäftsführender Gesellschafter von Particulate Solutions: „Wir entwickeln Lösungen, die gesellschaftliches Engagement für Marketing und Vertrieb nutzbar machen, indem wir die Spendenprozesse öffnen und transparent über unsere Online-Plattform kommunizieren. Digitalisierung und Spenden klingt zunächst nach einem ungleichen Paar, bietet aber in der Kombination enormes Potenzial für unsere Kunden. Das gilt sicher auch für viele weitere Bereiche des täglichen Lebens.“

Schweinepest

Speisereste aus dem Gastgewerbe ordnungsgemäß entsorgen!

Koblenz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau macht darauf aufmerksam, dass die Erreger der Klassischen sowie der Afrikanischen Schweinepest bereits durch ein Stück Wurst, das beispielsweise von einem infizierten Schwein stammt und gedankenlos weggeworfen wurde, übertragen werden können. Deshalb ist es auch seit Jahren in der EU verboten Speisereste an Schweine zu verfüttern. So müssen in Restaurants, Gaststätten und Übernachtungsbetrieben Speiseabfälle und Essensreste getrennt von anderen Abfällen gesammelt werden. Laut dem Tierkörperbeseitigungsrecht dürfen Speisereste, die tierische Bestandteile wie Fleisch, Fisch, Ei oder Milchprodukte enthalten, nur getrennt und in geschlossenen Behältern gesammelt werden. Diese sind nach Möglichkeit gekühlt zu lagern, um Schädlingsbefall vorzubeugen. Anschließend müssen diese Abfälle durch einen behördlich genehmigten Entsorgungsfachbetrieb abgeholt und z.B. in einer Biogasanlage entsorgt werden.

Der Bauern- und Winzerverband bittet die Gastronomen eindringlich, nicht der Versuchungen zu unterliegen, Speisereste in der Biotonne zu entsorgen oder gar an einen Jäger weiter zu geben - das kann die Gesundheit der Wildtiere und mittelbar auch der Nutztiere gefährden. Ein solches Fehlverhalten zieht außerdem empfindliche Geldbußen nach sich.

Einzelhandel mit Umsatz- und Beschäftigtenplus im ersten Halbjahr

Der rheinland-pfälzische Einzelhandel setzte im ersten Halbjahr 2017 mehr um als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um zwei Prozent höher als im ersten Halbjahr 2016. Nominal, also zu jeweiligen Preisen, stiegen die Erlöse um 3,9 Prozent. Deutschlandweit legten die Einzelhandelsumsätze preisbereinigt um 1,7 Prozent zu (nominal: plus 3,6 Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen
Der Umsatz entwickelte sich in den verschiedenen Bereichen des Einzelhandels unterschiedlich. Der umsatzstärkste Bereich ist der „Einzelhandel mit sonstigen Gütern“, zu denen Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen. In diesem Handelssegment lagen die preisbereinigten Umsätze im ersten Halbjahr 2017 um 1,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im zweitgrößten Bereich, dem „Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“ erhöhten sich die Halbjahreserlöse real ebenfalls um 1,1 Prozent. Um den gleichen Prozentsatz stiegen auch die Umsätze im „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“, zu dem Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte gehören. Der Handel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren setzte real 5,4 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Im Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik nahmen die Umsätze von Januar bis Juni 2017 preisbereinigt um 9,7 Prozent zu.

Beschäftigung
Die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel lag im ersten Halbjahr 2017 leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (plus 0,2 Prozent). Die Zahl der Vollzeitkräfte und die Zahl der Teilzeitbeschäftigten nahm ebenfalls um jeweils 0,2 Prozent zu.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch das Handelsstatistikgesetz wird die Zahl der zu befragenden Einheiten auf höchstens 8,5 Prozent aller Unternehmen begrenzt. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Der Polizeiberuf ist mehr als nur ein Job - Infoveranstaltung im Polizeipräsidium Koblenz

Koblenz (ots) - Die Berufswahl - sicherlich eine Entscheidung fürs Leben. Aber wie soll dieser Beruf aussehen? Anspruchsvoll, spannend, vielfältig und natürlich auch sicher sollte er sein. In der Gesellschaft gut angesehen und dazu noch gut bezahlt. Doch welcher Beruf erfüllt all diese Kriterien? Kaum ein anderer Beruf ist so facettenreich und spannend wie der Beruf des Polizeibeamten/der Polizeibeamtin. Jeden Tag erlebt man neue Situationen, arbeitet im Team, muss schnell und sicher entscheiden und steht ständig im Dialog mit den unterschiedlichsten Menschen. Die Polizei hat nicht nur die Aufgabe Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verfolgen, sondern unter anderem auch Gefahren abzuwehren und Verkehrssicherheitsaufgaben wahrzunehmen. In diesem verantwortungsvollen Beruf gelangt man nicht selten an die Grenze der eigenen Belastbarkeit. Daher sind sportliche Fähigkeiten, Ausdauer, Schnelligkeit, Konzentration und Koordination unabdingbar. Konfliktfähigkeit und Stressresistenz helfen ebenfalls diese Belastungen aufzufangen. Wir suchen Verstärkung für unser Team! Wir brauchen Polizistinnen und Polizisten mit Herz und Verstand!

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Arbeitsmarktfalle Minijob

Bonn, 8.8.2017 - Der BDH Bundesverband Rehabilitation warnt vor den Folgen der stetig steigenden Zahl an Minijobbern für die Rentenentwicklung. Zu den jüngsten Entwicklungen erklärt die Bundesvorsitzende des Verbands, Ilse Müller:

„Wenn beinahe jeder vierte abhängig Beschäftigte in einem Mini-Job tätig ist, muss uns das in zweierlei Hinsicht erhebliche Sorgen bereiten: Zum einen wird auf absehbare Zeit das Fundament der gesetzlichen Rentenversicherung weiter erodieren und Altersarmut auf breiter Front die Folge sein.  Minijobber erwerben nur selten Rentenanwartschaften. Zum anderen drängt sich der Verdacht auf, dass alternative Beschäftigungsformen wie die Minijobs eben nicht als Scharniere auf dem Arbeitsmarkt genutzt werden, um Konjunkturschwankungen auszugleichen. Hier wird in manchen Branchen systematisch Lohndumping betrieben. Das muss unterbunden werden. Es wäre an der Zeit, das Thema Altersarmut offensiv anzugehen und das Rentenniveau zu stabilisieren. Die Arbeitsmarktzahlen belegen einen enormen Anstieg der Beschäftigung älterer Menschen, die als Bezieher von Minirenten wohl mehrheitlich gegen finanzielle Engpässe kämpfen und für die eine Erwerbstätigkeit im Rentenalter sicherlich kein vergnügliches Hobby bedeutet.“

Hintergrund:
In einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion im
Bundestag, aus der die „Rheinischen Post" (Montagausgabe) zitiert, zeigte sich, dass Ende des vergangenen Jahres 7,63 Millionen Menschen einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis nachgingen. Dies entspricht einem Beschäftigtenanteil von 23 Prozent. Der Anteil der Mini-Jobber, die älter als 60 Jahre alt sind, lag den Zahlen zufolge Ende 2016 bei 22 Prozent, was einer Steigerung um 48 Prozent in den letzten zehn Jahren entsprach. Die Zahl der Mini-Jobber im Rentenalter über 65 Jahre stieg im selben Zeitraum um 38 Prozent auf über eine Million.

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