Samstag, 25. November 2017

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Raiffeisen-Botschafter starten ihre Ausbildung

Am 13.11.17 startete die Ausbildung der Raiffeisen-Botschafter, die ab dem kommenden Jubiläumsjahr „200 Jahre Raiffeisen“ die Genossenschaftsidee und die Wirkungsstätten von Friedrich Wilhelm Raiffeisen vorstellen wollen.

Die LEADER-Raiffeisen-Region hat sich im Sommer dieses Jahres mit allen kommunalen Partnern entlang der Raiffeisenstraße zwischen Hamm (Sieg) und Neuwied zusammengetan und eine Qualifizierung von Gästeführern vor Ort initiiert.

Bürgermeister Ottmar Fuchs begrüßte alle Anwesenden im Flammersfelder Rathaus, wo der Einführungsabend stattfand – wie übrigens alle Veranstaltungen vor Ort entlang der Raiffeisen-Straße stattfinden werden. „Sie sind wichtige Partner für ein erfolgreiches Raiffeisen-Jahr, auf das sich schon viele Menschen freuen!“

Volker Mendel zeigte sich als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Raiffeisen-Region am 13.11.17 begeistert von den über 20 Menschen aus der Region und dem direkten Umfeld, die sich von der Ausschreibung angesprochen gefühlt haben: „Ich freue mich, so viele hochmotivierte Menschen begrüßen zu können, die sich mit unserer Region und ihrem Namensgeber auseinandersetzen wollen. Ich wünsche Ihnen schon jetzt viel Erfolg mit der Ausbildung und vor allem viel Spaß bei Ihren anschließenden Einsätzen. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Ihnen die Menschen an den Lippen hängen werden und Sie viele weitere Menschen für unsere Region begeistern!“

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Digitale Infrastruktur muss oben auf die Agenda:

Unternehmertreffen der Volksbanken und Raiffeisenbanken beschäftigte sich mit Digitalisierung im Mittelstand

(Koblenz/Frankfurt, 14.11.2017) Wenn es dem deutschen Mittelstand gelingt, seine bewährten Tugenden aus der analogen in die digitale Welt zu überführen, resultierten daraus Umsatzpotentiale bis zu 126 Milliarden Euro in den kommenden sieben Jahren. Davon ist Michael Bockelmann, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbands, überzeugt. In seiner Eröffnungsrede zum Wirtschaftstag ging Bockelmann auch auf die geopolitischen Konsequenzen der Digitalisierung ein: „Die analoge territoriale Abschottung kann digital einfach überwunden werden“.

Digitaler Investitionsstau

Damit die Wirtschaft insgesamt konkurrenzfähig bleibt, muss Deutschland jetzt den Ausbau der digitalen Infrastruktur ganz oben auf die Agenda setzen – vor allem in ländlichen Regionen, wo auch viele mittelständische Unternehmen ihren Sitz haben. Das forderte unter anderem der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Professor Dieter Kempf. Notwendig sei ferner, sich für die Cyber-Sicherheit künftig im vergleichbaren Umfang mit Investitionen zu engagieren wie für den Datenschutz, sagte der BDI-Präsident.

Ähnlich äußerte sich Linus Neumann, Sprecher des Chaos Computer Clubs. „In den Bereichen Digitale Infrastruktur und Digitale Bildungspolitik hat Deutschland seit mindestens zehn Jahren einen eklatanten Investitionsstau“, betonte Neumann. Ein Beispiel dafür, wie man traditionelles Handwerk mit den Möglichkeiten der Digitalisierung kombinieren kann, lieferte Sabine Linz, Geschäftsführerin der Amoonic GmbH. Ihr Unternehmen liefert Schmuckstücke ganz individuell nach Kundenwunsch. Der digitale Wandel kann aus ihrer Sicht dafür genutzt werden, traditionelle Jobs zu erhalten.

Mehr Eigenverantwortung gefordert

Als einen entscheidenden Erfolgsfaktor Deutschlands bezeichnete der frühere Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Klaus von Dohnanyi, „das Prinzip der sozial gesteuerten Eigenverantwortung“. Wer alles regeln wolle, zerstöre das, was Deutschland ausmache, sagte der SPD-Politiker, der nach eigenen Worten bei den Bundestagswahlen den Kanzlerkandidaten seiner Partei, Martin Schulz, nicht gewählt hat. Von Dohnanyi appellierte an die Politik – auch an die Verhandlungsführer für eine Jamaika-Koalition –, auf allen Ebenen die Eigenverantwortung zu stärken. Den mittelständischen Unternehmen gab der Politiker die Empfehlung mit auf den Weg, der disruptiven Großindustrie mit einem hohen Maß an Flexibilität zu begegnen. Es sei unsinnig, gegen die Digitalisierung zu polemisieren. „Wir brauchen eine neue Marktwirtschaft für die Digitalisierung“, sagte von Dohnanyi.

Klitschko: Ukrainer lieben europäische Werte

„Willst du etwas gut machen, musst du es selbst machen“. Diese Maxime gilt nach Ansicht des Bürgermeisters von Kiew, Dr. Vitali Klitschko, für Politiker, Sportler und Unternehmer gleichermaßen. Die europäischen Werte seien für viele Ukrainer zu einem wichtigen Ziel geworden. Die Behauptung, die Ukrainer hassten die Russen, sei reine Propaganda. Aber die Ukrainer müssten die negativen Seiten des russischen Erbes überwinden, um das große wirtschaftliche Potenzial ihres Landes zu nutzen. Klitschko legte eine positive Bilanz der ersten drei Jahre seiner Tätigkeit als Bürgermeister vor. Größtmögliche Transparenz habe die „europäische Stadt“ Kiew entscheidend vorangebracht.

Lufthansa setzt weiter auf Mehrmarkenstrategie

Die Lufthansa rechnet nach dem Ende von Air Berlin in Zukunft wieder mit zunehmender Konkurrenz. Auf stark frequentierten Routen werde über kurz oder lang mindestens ein zweiter Wettbewerber hinzukommen, prognostizierte der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Carsten Spohr. Die Flugticketpreise sollten – jüngsten Preissteigerungen zum Trotz – auch nach dem Ende von Air Berlin niedrig bleiben. Sobald die Lufthansa die vom ehemaligen Konkurrenten übernommenen Maschinen betreiben könne, würde wieder eine Normalisierung der Preise eintreten, versprach Spohr. Bei der Expansionsstrategie der Airline sei zu beachten, dass man mit einer Marke allein nicht erfolgreich sein könne.

Bei allen Veränderungen wird es jedoch in einem Punkt Beständigkeit geben, prognostizierte Ralf W. Barkey, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbands. "Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind und bleiben der Partner für den Mittelstand und die Republik." Das habe der Wirtschaftstag mit seinen rund 2.500 Teilnehmern klar bestätigt.

„Heimat schmeckt!“ besucht das Weingut Karl Lunnebach

Mehrmals im Jahr treffen sich die Mitglieder des „Heimat schmeckt!“ e.V. zum Stammtisch. Das letzte Treffen in 2017 fand im Weingut Karl Lunnebach in Koblenz-Güls statt. Gastgeber Karsten Lunnebach begrüßte alle Teilnehmer mit einem Glas Sekt in seiner Weinstube. Bereits seit 1907 werden im Weingut der Familie erlesene Weine angebaut. Karsten Lunnebach führt den Betrieb in der vierten Generation. Kurzweilig berichtete er beim Stammtisch über die Historie des Weinguts. Im Weinkeller erläuterte Lunnebach die Herstellung des Weines. „Qualität statt Quantität. Das ist unser Motto!“, so Karsten Lunnebach. Mit diesem Motto passt sein Betrieb genau zu den Zielen des Vereins „Heimat schmeckt!“.

„Heimat schmeckt! steht für Regionalität und hochwertige Produkte engagierter Produzenten unserer Heimat. Ein besonderes Anliegen des Vereins und seiner Mitglieder ist es, das Vertrauen der Verbraucher in die heimischen Produkte zu stärken. Die Transparenz gegenüber den Kunden ist den Vereinsmitgliedern daher besonders wichtig“, weiß der Vereinsvorsitzende Walter Grambusch. „Dies ist bei vielen Menschen in unserer Region angekommen“, so Grambusch weiter. „Daher kaufen viele ihre Lebensmittel direkt bei den heimischen Produzenten im Hofladen oder am Marktstand ein.“

Auch viele Gastronomen legen Wert auf die Verwendung regionaler Produkte beim Zubereiten ihrer Speisen. Einige von ihnen sind „Heimat schmeckt!“ beigetreten.

Weitere Informationen zu den „Heimat schmeckt!“-Betrieben sowie zu Präsentkörben und Gutscheinen des Vereins gibt es unter www.heimat-schmeckt.de oder in der neu aufgelegten Vereinsbroschüre, die bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Rüdiger Kape, Tel. 0261/108-420, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , in den Hofläden und an den Marktständen der Mitgliedsbetriebe erhältlich ist.

Woche der Berufsbildung: Staatssekretärin besucht Trierer Handwerk

Zahntechnik im Mittelpunkt: HWK zeichnet „Lehrling des Monats“ aus

Die Handwerkskammer (HWK) Trier empfing gestern Staatssekretärin Daniela Schmitt aus dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, um mit ihr über die größten Herausforderungen im Handwerk zu sprechen. Anlass für diesen Besuch war die „Woche der Berufsbildung“. Damit will die Landesregierung die Bedeutung von Berufsausbildung und beruflicher Fortbildung hervorheben. In den Gesprächen ging es um den Fachkräftemangel, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes und die Nachwuchsgewinnung.

Von der Theorie in die Praxis: Bei der Baustellenbesichtigung des mit 44 Millionen Euro veranschlagten neuen HWK-Bildungszentrums in Trier-Nord stand dessen Zahntechnikerzentrum im Mittelpunkt. Sobald der Neubau steht, werden dort alle Zahntechnikerlehrlinge aus rheinland-pfälzischen Betrieben überbetrieblich ausgebildet. Auch die Meisterlehrgänge in diesem Handwerk werden zentral in Trier stattfinden. Das gesamte Bauvorhaben wird voraussichtlich im Sommer 2020 umgesetzt sein.

Einen Eindruck von der aktuellen Ausbildungssituation bekam die Politikerin beim Betriebsbesuch von Wallerius Zahntechnik in Trier-Ost. Insgesamt 35 junge Menschen hat das Unternehmen seit 1992 erfolgreich ausgebildet. Aktuell stellt das 35 Mitarbeiter starke Team um Firmenchefin Ursula Wallerius und Stefan Müller den „Lehrling des Monats“, Dominik Döpp aus Trier. Die Staatssekretärin überreichte im Beisein von HWK-Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf und Vizepräsident Edgar Gröber die Ehrenurkunden an den Auszubildenden und die Betriebsinhaberin.

Döpps Karriereweg spiegelt einen Trend wider: Gymnasiasten entscheiden sich zunehmend für eine Ausbildung im Handwerk. „Nach dem Fachabitur habe ich mich gezielt für eine Handwerkslehre entschieden“, sagte der 23-Jährige. Aktuell freut sich die HWK über ein Plus an neu abgeschlossenen Lehrverträgen – 7 Prozent mehr als noch vor 12 Monaten.

IHK-Industrieumfrage Rheinland-Pfalz

Unternehmen geben Industriestandort Note „befriedigend“

Schulnote 3,3: So bewerten die Industrieunternehmen in Rheinland-Pfalz ihren Wirtschaftsstandort. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor, an der sich mehr als 200 rheinland-pfälzische Industriebetriebe beteiligt haben.

„Dass die Industriebetriebe ihren Standort nur als noch ‚befriedigend‘ wahrnehmen, zeigt, welcher Handlungsbedarf in einzelnen Bereichen besteht“, kommentiert Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, die Umfrageergebnisse. „Die derzeit stabile konjunkturelle Lage sollte nicht dazu verleiten, standortpolitische Herausforderungen aufzuschieben. Ganz im Gegenteil: Jetzt ist die Zeit, um die Weichen für ein Wirtschaftsklima zu stellen, in dem Unternehmen auch künftig marktgerecht agieren und sicher investieren können.“

42 Prozent der Industriebetriebe in Rheinland-Pfalz bemängeln konkrete Hemmnisse, die die eigenen Investitionsvorhaben beeinträchtigen. Auf die Frage, welche Standortfaktoren verbessert werden müssten, um mehr Investitionen im Inland zu tätigen, wird an erster Stelle die Höhe der Steuern und Abgaben genannt. Auf Platz zwei folgen die Energiekosten – trotz aktuell niedriger Weltmarktpreise bei Öl und Gas. „Es liegt nahe, hier die Stromkosten als maßgeblichen Belastungsfaktor zu identifizieren, ächzen doch insbesondere die mittelständischen Industriebetriebe unter der EEG-Umlage“, erklärt Ralf Lawaczeck, industriepolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Als weitere Investitionshemmnisse nennen die Betriebe eine mangelnde Flexibilität des Arbeits- und Tarifrechts, das teils praxisferne Steuerrecht sowie die lange Dauer und Komplexität von Planungs- und Genehmigungsverfahren.

„Die Landespolitik ist gefragt, Investitionshemmnisse zu beseitigen und kontinuierlich an der Verbesserung der Standortbedingungen für die Industrie zu arbeiten“, so Rössel. „Wir Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz stehen der Politik gerne als Ansprech­partner zur Seite, damit wir gemeinsam an einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für Industriebetriebe arbeiten können. Herausforderungen, die sich nicht auf Landesebene lösen lassen, müssen auf Bundes- oder EU-Ebene angegangen werden.“

Die Grafiken zur DIHK-Umfrage im Netzwerk Industrie, Teilauswertung Rheinland-Pfalz, stehen auf www.ihk-rlp.de unter der Nummer 3883846 zum Download bereit.

Die Auswertung der Ergebnisse auf Bundesebene „Industriestandort Deutschland: Zwei Schritte vor, einer zurück“ finden Sie hier: www.dihk.de/presse/meldungen/2017-08-14-standortumfrage-industrie

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