Samstag, 25. März 2017

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Crowdfinanzierung leidet nicht unter Kleinanlegerschutzgesetz

Die Einführung des Kleinanlegerschutzgesetzes (KASG) hat dem Crowd-Investing in Deutschland nicht geschadet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an der neben Juniorprofessor Dr. Lars Hornuf von der Universität Trier weitere Wirtschaftswissenschaftler sowie Juristen beteiligt waren. Kritiker hatten befürchtet, dass das KASG den Crowdinvesting-Markt hemmen und Finanzierungsmöglichkeiten für soziale und gemeinnützige Projekte einschränken könnte.

Das 2015 verabschiedete Kleinanlegerschutzgesetz sollte mehr Transparenz für Anleger auf dem Kapitalmarkt schaffen. Das Gesetz enthält aber Ausnahmeregelungen für Unternehmen, die sich über Crowdinvesting-Plattformen finanzieren sowie für soziale, gemeinnützige und kirchliche Projekte. Im Auftrag des Bundesministeriums für Finanzen untersuchte der Volkswirt Lars Hornuf, Juniorprofessor für die ökonomische Analyse des Rechts, mit einem Projektteam die Auswirkungen von diesen Ausnahmen des KASG.

Das Gutachten weist nach, dass der Markt für Crowdfunding von dieser Maßnahme nicht beeinträchtigt wurde. Bis Juni 2016 vermittelten Crowdinvesting-Plattformen Finanzierungen im Wert von 110 Millionen Euro. Im Jahr 2015 wuchs der Crowdfunding-Gesamtmarkt erneut um 165% und damit deutlich stärker wie im Vorjahr. Den Rückgang des Marktwachstums in den ersten beiden Quartalen im Jahr 2016 führen die Forscher aber nicht auf das KASG, sondern auf andere Gründe zurück. Eine Ursache könnte sein, dass Investierende bei einer naiven Portfoliodiversifizierung bislang negative Renditen erzielt haben, die sich auch in Zukunft kaum zu positiven Renditen drehen dürften.

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Stabile Entwicklung bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein

  • Bilanzsumme gestiegen – trotz Nullzinspolitik und Regulatorik
  • Ausgezeichnete Beratungsqualität attestiert
  • Persönlich UND digital: Weichen für Zukunft gestellt

(Koblenz, 17.02.2017) 2016 war für die Volksbank Koblenz Mittelrhein eG erneut ein erfolgreiches Jahr. Die Vorstände Stephan Breser und Walter Müller präsentierten heute die Entwicklung. So stieg die Bilanzsumme um 28 Mio. Euro auf 701 Mio. Euro. Beim betreuten Kundenvolumen – also die Summe aller betreuten Kredite und Geldanlagen – wurde ein Zuwachs von 66 Mio. Euro auf 1.670 Mio. Euro erzielt.

„Diese Zahlen sind auch Ausdruck des Vertrauens unserer Mitglieder und Kunden. Besonders stolz sind wir auf die Auszeichnung als "Beste Bank" vor Ort beim unabhängigen Bankentest „City Contest 2016“, erläuterte Müller. Gepunktet hatte bei den Testkäufern vor allem die genossenschaftliche Beratungsqualität. „Ebenso wurde unsere Baufinanzierungsberatung erneut vom TÜV geprüft und zertifiziert“, betonte Breser.

Die Rahmenbedingungen waren denkbar ungünstig, das Börsenjahr war turbulent, bei den Niedrigzinsen war und ist keine Trendwende in Sicht und die Notenbanken stehen weiterhin auf dem Gaspedal. Zum ersten Mal musste die Volksbank Koblenz Mittelrhein 2016 für Einlagen bei der europäischen Zentralbank Minuszinsen in Höhe von 0,4 Prozent zahlen. Waren Einlagen für Banken traditionell begehrte Ertragsbringer, werden sie nun – aufgrund der EZB-Zinspolitik – auf nahezu absurde Weise ins Gegenteil verkehrt. Diese Situation erfordert unweigerlich eine Anpassung der Kosten an die Ertragslage.

Trotzdem konnte sich die Volksbank Koblenz Mittelrhein 2016 wieder souverän am Markt behaupten. Die Kreditvergabe hat erneut Fahrt aufgenommen, insbesondere durch die hohe Nachfrage bei privaten Immobilienkrediten. Sie stieg gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 47 Mio. Euro bzw. 7,09 Prozent. „Unsere Beraterinnen und Berater haben die Herausforderungen der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie, die im letzten Jahr in Kraft getreten ist, zum Wohle unserer Kunden umsetzten können“, so Müller. Die bilanziellen Kundenforderungen wuchsen um 5,92 Prozent bzw. 25 Mio. Euro. Um weitere 22 Mio. Euro stiegen die vermittelten Kredite an Partner der genossenschaftlichen Finanzgruppe.

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Teuerungsrate übersteigt die Zwei-Prozent-Marke

Im Februar 2017 überstieg die Teuerungsrate zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren die Zwei-Prozent-Marke. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Eine Preissteigerung in dieser Höhe wurde zuletzt im Oktober 2012 registriert. Die Europäische Zentralbank verfolgt das Ziel, die Inflationsrate auf mittlere Sicht für den Euroraum unter, aber nahe zwei Prozent zu halten.

Ein wesentlicher Grund dafür, dass die Inflationsrate deutlich höher ausfällt als noch vor einigen Monaten, ist die Entwicklung der Energiepreise. Nach einem starken Rückgang im zweiten Halbjahr 2015 erreichten die Energiepreise im Februar 2016 einen außergewöhnlich niedrigen Stand. Dies führt bei der Berechnung der Preissteigerungsrate für Februar 2017 zu einem statistischen Basiseffekt, der auch in den kommenden Monaten noch wirken wird. Im Februar 2017 war Energie um 7,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Vor allem die Preise für Mineralölprodukte erhöhten sich spürbar (plus 21,3 Prozent). Dazu trugen insbesondere die Heizölpreise bei, die innerhalb eines Jahres um 45,2 Prozent stiegen. Aber auch Kraftstoffe wurden wesentlich teurer (plus 16,0 Prozent).

Die Preise für Nahrungsmittel lagen im Februar 2017 ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats (plus 4,8 Prozent). Insbesondere Gemüse verteuerte sich stark (plus 21,8 Prozent). So erhöhten sich die Preise für Tomaten um 51,9 Prozent; Kopfsalat oder Eisbergsalat war mehr als doppelt so teuer wie im Februar 2016. Dies dürfte u. a. mit der ungewöhnlich kalten Witterung in wichtigen Lieferregionen Südeuropas zusammenhängen. Aber auch für Speisefette und -öle mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher wesentlich mehr bezahlen als ein Jahr zuvor (plus 15,6 Prozent); der Preis für Butter war um fast ein Drittel höher als im Februar 2016. Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse blieben hingegen fast unverändert (plus 0,3 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, lag im Februar 2017 bei plus 1,1 Prozent nach plus 1,2 Prozent im Januar.

In neun der zwölf Hauptgruppen sind die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aufgrund der Steigerung der Kraftstoffpreise waren starke Zuwächse im Bereich Verkehr zu verzeichnen (plus 5,2 Prozent). In der Hauptgruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ erhöhten sich die Preise ebenfalls deutlich (plus 4,4 Prozent). In den Bereichen Nachrichtenübermittlung sowie Bekleidung und Schuhe gab es Preissenkungen (minus 0,9 bzw. minus 0,7 Prozent).

Veränderungen gegenüber Januar 2017

Der Verbraucherpreisindex lag im Februar 2017 um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Am höchsten waren die Preissteigerungen im Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ (plus 2,3 Prozent; darunter Pauschalreisen: plus 9,4 Prozent). Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 1,8 Prozent, was u. a. auf den kräftigen Anstieg der Gemüsepreise zurückzuführen ist (plus 14,4 Prozent). Preisrückgänge waren in den beiden Hauptgruppen Bekleidung und Schuhe sowie Nachrichtenübermittlung zu verzeichnen (minus 0,6 bzw. minus 0,1 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet. 
Neben dem Verbraucherpreisindex dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geld-wertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Februar 2017 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 7. März 2017 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Milliarden für Staat und Sozialversicherung

Seit ihrer Gründung 2003 hat die Minijob-Zentrale im Rahmen der gewerblichen Minijobs für die Kranken- und Rentenversicherung mehr als 78,5 Milliarden Euro an Beiträgen eingezogen. Hinzu kommen weitere 5,1 Milliarden Euro aus dem Einzug der einheitlichen Pauschsteuer. Dabei ist der jeweilige Jahresgesamtbetrag in diesen Jahren kontinuierlich gestiegen, obwohl die Zahl der angemeldeten Minijobber nahezu konstant geblieben ist. Das ergab die Sonderauswertung des vierten Quartalsbericht 2016.

Die Zahl der gewerblichen Minijobber in Deutschland ist im vierten Quartal 2016 nahezu unverändert. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren 6.674.821 Personen bei der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) angemeldet. Das sind rund 10.000 Minijobber bzw. 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten Quartalsbericht der Minijob-Zentrale hervor.

Die Zahl der angemeldeten Minijobber in Privathaushalten ist seit Dezember 2015 um 2,3 Prozent gestiegen. Sie liegt jetzt bei 303.022 Personen. Der Anstieg der Minijobber in Privathaushalten ist positiv zu bewerten, da nur angemeldete Haushaltshilfen legal beschäftigt sind.

Der vollständige Quartalsbericht steht unter http://www.minijob-zentrale.de/quartalsbericht zum Download bereit.

Fit für die Ausbildung: IHK Trier bietet Rhetorik-Seminar an

Wortgewandt zu sprechen und sich selbstsicher zu präsentieren sind wichtige Eigenschaften im Berufsleben. Egal ob im Kontakt mit Kunden, in Meetings, bei Referaten oder in der Berufsschule: rhetorische Fähigkeiten sollten schon früh trainiert werden. An diesem Punkt setzt das Seminar „Rhetorik für Auszubildende“ an, das die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier am Mittwoch, 8. März 2017, anbietet.

Referentin Jacqueline Maron vom Bildungsinstitut Maerz will Auszubildenden gezielt Wege aufzeigen, wie Gestik, Mimik, Sprache und Ausdruck verbessert werden können. Diese Komponenten sind der Schlüssel für eine positive Ausstrahlung.

Los geht es um 09:00 Uhr. Das Ende ist um 16:30 Uhr vorgesehen. Das Seminar ist Teil der IHK-Seminarreihe „Fit für die Ausbildung“ und ist kostenlos für Teilnehmer des Projekts „Zeile“ des Trierischen Volksfreunds. Weitere Seminare der Reihe gibt es im Internet unter www.ihk-trier.de

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