Freitag, 22. September 2017

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6 Wochen, 13 Unternehmen, unendliche Chancen!

Unternehmen der Region öffnen in den Sommerferien ihre Tore für interessierte Schüler – Projekt der Wirtschaftsförderung des Landkreises

KREIS MYK. Immer weniger Bewerbungen auf freie Ausbildungsstellen, abnehmende Qualität der Bewerbungen und Fachkräftemangel machen den Unternehmen nicht nur in der Region zu schaffen. Konnten sich früher Firmen die Auszubildenden aussuchen, sind es heute die jungen Menschen, die ihren künftigen Ausbildungsbetrieb wählen. Gute Gründe also für Unternehmen, auf sich aufmerksam zu machen. Sie tun dies in einem Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WFG). Unter dem Motto „Wissen was geht!“ öffnen Betriebe in den Sommerferien ihre Tore für interessierte Schüler.

13 regionale Unternehmen sind dabei, wenn es ab dem 3. Juli heißt: 6 Wochen, 13 Unternehmen, unendliche Chancen. Durch einen Betriebsrundgang, Gespräche mit Verantwortlichen der Personalabteilungen und Auszubildenden sowie in individuellen Workshops bekommen junge Menschen Einblicke in die Firmen und Tipps für Bewerbungen. Mit dabei sind große Unternehmen wie z.B. thyssenkrupp Rasselstein, das jedes Jahr rund 60 Auszubildende einstellt, aber auch kleinere Firmen wie der Malerfachbetrieb Otmar Klein, der bis zu 4 Ausbildungsplätze anbietet. Ingrid Klein erläutert, warum sie sich an dem Projekt der WFG beteiligen: „Wir wollen unser Berufsbild einmal von der praktischen Seite zeigen und helfen, Berührungsängste abzubauen.“ Ähnlich sieht es Georg Rosenbach, Geschäftsführer der Firma Heuft Thermo-Oel: „Viele wissen gar nicht, was wir an Ausbildungen anbieten. Wir wollen unsere Ausbildungsstätten vorstellen, unser Unternehmen präsentieren und Gespräche mit unseren Azubis ermöglichen.“ Viele der beteiligten Unternehmen sind schon seit längerem aktiv, wenn es um die Gewinnung neuer Auszubildender geht. Andere fangen jetzt erst an, sich bei den jungen Schulabgängern „zu bewerben“. „Wir haben schon einiges gemacht“, erklärt Christina Rückert, Ausbilderin bei Rasselstein. „Aber wir wollen einfach jede Gelegenheit wahrnehmen und uns nicht zurücklehnen, wenn es darum geht, junge Menschen für uns zu gewinnen.“

„Wissen was geht!“, das Projekt der WFG, ist für die beteiligten Unternehmen eine weitere Möglichkeit, Kontakt zu Schülern der Region aufzunehmen. Jede Firma gewährt Einblicke in den Arbeitsalltag. Verschiedene Branchen sind dabei, pro Firma muss der interessierte Schüler nur einen halben Tag in seinen Sommerferien opfern. Dafür bekommt man nicht nur Anregungen für die Berufswahl, sondern auch die Frage beantwortet, welche Fähigkeiten und Eigenschaften junge Menschen für eine bestimmte Ausbildung mitbringen müssen. WFG-Geschäftsführer Henning Schröder ist davon überzeugt, dass es sich lohnt, an den Aktionstagen von „Wissen was geht!“ teilzunehmen und zwar für beide Seiten: „Wir wissen um die Not unserer Unternehmen, ihren Fachkräftemangel in der Zukunft zu decken. Deshalb ist es wichtig, heute in die Ausbildung qualifizierter Kräfte zu investieren. Gleichzeitig hat der von uns in Auftrag gegebene Jugendmonitor gezeigt, dass junge Menschen gerne in unserer Region bleiben wollen, oft aber nicht wissen, wo und wie sie die Ausbildung finden, die zu ihnen passt. Dem wollen wir mit unserem Angebot entgegenwirken.“

Das Projekt richtet sich an alle Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren, die erste Kontakte mit der Arbeitswelt knüpfen möchten. Insgesamt sind pro Schüler drei Unternehmensbesuche möglich. Die Anmeldung erfolgt unter www.wfg-myk.de. Hier erfährt man alles Wissenswerte.

Wer Fragen hat, kann sich bei der WFG an Annika Dietel, Telefon 0261/108-447, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , wenden.