Montag, 24. Juli 2017

Letztes Update:05:51:33 PM GMT

region-rhein.de

Frostschäden im Obstbau

Abgabe von Schadensmeldungen bis zu 28. Juli möglich!

Mainz. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau mitteilt, können ab sofort landwirtschaftliche Unternehmen mit Erwerbsobstbau, die aufgrund von Schäden durch Spätfröste im April 2017 in ihrer Existenz bedroht sind, ihre Schäden an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) melden. Zur Meldung wurden auf der Homepage der ADD entsprechende Formulare eingestellt.

Auch über die Homepage des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV) www.bwv-net.de kann der Antrag heruntergeladen werden.

Die Schadensmeldung muss bis Freitag, den 28.07.2017 erfolgen. Nach der Schadensmeldung und der Prüfung der Angaben durch die ADD und eine von dieser eingesetzten Schadenskommission können dann Anträge zur Zahlung einer Finanzhilfe durch das Land Rheinland-Pfalz gestellt werden. Dabei gelten folgende Bedingungen: Die Schäden für den gesamten Betriebszweig Obstbau müssen mehr als 30 Prozent der durchschnittlichen Jahreserzeugung erreichen. Es muss ein Mindestschaden von 3.000 € entstanden sein. Der Zuschuss beläuft sich auf ein Drittel der festgestellten Schadenssumme, höchstens 10.000 Euro. Der BWV hat sich für die Einstufung der genannten Frostsituation als Naturkatastrophe eingesetzt. Präsident Michael Horper begrüßte die Information des Landwirtschaftsministeriums, kritisierte aber die Deckelung der Hilfen bei 10.000 Euro. Gerade größere Betriebe hätten weitaus höhere wirtschaftliche Schäden zu beklagen.

Das Ministerium weist darauf hin, dass vor der Bewilligung der Finanzhilfe jeweils geprüft wird, in welchem Maße das Unternehmen durch die aufgetretenen Schäden in seiner Existenz betroffen ist. Hierzu sind im Antrag die Vermögensverhältnisse und Einkünfte des Unternehmens einschließlich ggf. vorhandener nichtlandwirtschaftlicher Vermögen und Einkünfte darzustellen.