Donnerstag, 14. Dezember 2017

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Industrie im August 2017:

Rückgang der Auftragseingänge gegenüber dem Vormonat

Im August 2017 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 1,3 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

Während das Ordervolumen aus dem Inland um 3,6 Prozent zulegte, gingen die Bestellungen aus dem Ausland um 3,9 Prozent zurück.

In der Vorleistungsgüterindustrie stiegen die bereinigten Auftragseingänge im August um vier Prozent. In den beiden anderen industriellen Hauptgruppen fiel das Ordervolumen hingegen niedriger aus als im Vormonat. Die Nachfrage nach Investitionsgütern schrumpfte um 2,9 Prozent. In der Konsumgüterindustrie waren die Bestellungen um 11,2 Prozent geringer als im Juli.

Von den drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes konnte nur die Chemieindustrie im August einen Anstieg der bereinigten Auftragseingänge verbuchen: In der größten Branche des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich das Ordervolumen um 3,2 Prozent. In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die gemessen am Umsatz unter den Industriebranchen an zweiter Stelle steht, verringerten sich die Bestellungen hingegen um 1,8 Prozent. Im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, gingen ebenfalls weniger Aufträge ein als im Vormonat (minus 4,5 Prozent).

Trotz der kurzfristigen Rückgänge gegenüber dem Vormonat in einigen Teilbereichen der Industrie ist die Nachfrage weiterhin vergleichsweise hoch: Die bereinigten Auftragseingänge lagen im August deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats (plus 9,5 Prozent). In- und Auslandsgeschäft liefen wesentlich besser als ein Jahr zuvor (plus 9,7 bzw. plus 9,6 Prozent). In allen drei industriellen Hauptgruppen gingen mehr Bestellungen ein als im August 2016. In der Vorleistungsgüterindustrie und in der Konsumgüterindustrie waren die Zuwachsraten zweistellig (plus 15,4 bzw. plus 12,8 Prozent). Die Nachfrage nach Investitionsgütern war um 2,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)